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ALPINEWS 05/2022


Newsletter des Kölner Alpenvereinsvorherige Ausgabe
    
 
ISSN: 1617-0563 / 252. Ausgabe / 24. Jahrgang
Köln, 03.05.2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Kölner Alpenverein und die Redaktion der ALPINEWS wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe unseres Newsletters!

Inhaltzum Seitenanfang
[ 01 ]  Digitaler InfoAbend am 5. Mai
[ 02 ]  Erdüberlastungstag 2022
[ 03 ]  Mitgliederversammlung am 19. Mai
[ 04 ]  Sommerfest in Blens am 21. Mai
[ 05 ]  Freiwilliges Soziales Jahr beim Kölner Alpenverein
[ 06 ]  Neues vom Deutschen Alpenverein
[ 07 ]  Zwischen Durchkommen und Umkommen
[ 08 ]  Rother Wanderbuch und Wanderführer zum Allgäu
[ 09 ]  Neue Kletterführer von Versante Sud
[ 10 ]  Veranstaltungen bei grenzgang

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[ 01 ]  Digitaler InfoAbend am 5. MaiLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Bevor die Bergsaison 2022 startet, möchten wir euch über unsere Sektion informieren. An diesem Abend erfahrt ihr, wie unser Verein aufgebaut ist, welche Angebote es gibt und wie unsere Gruppen organisiert sind. Alles rund um die Mitgliedschaft im Kölner Alpenverein wird natürlich auch Thema sein.

Wir freuen uns euch am 5. Mai um 19:00 Uhr über Microsoft Teams virtuell zu treffen. Teilnehmen können alle Mitglieder und Interessierte.

Als Plattform wollen wir Microsoft Teams nutzen. Teilnehmen könnt ihr über jeden PC oder Mac über die gängigen Internet-Browser Chrome, Firefox, Edge oder Safari. Auf Smartphones und Tablets wird die Teams-App benötigt, die man kostenlos herunterladen kann.

Wichtig: Bitte gebt euren vollständigen Vor- und Nachnamen beim Einloggen in die "Besprechung" an.

Klickt einfach zum Termin (oder besser kurz davor) auf den Teilnahmelink:
Am InfoAbend teilnehmen.

Ihr habt bereits jetzt Fragen für den digitalen InfoAbend? Sendet diese gerne vorab an: infoabend@dav-koeln.de.

Wir freuen uns auf euch!

[mh]

[ 02 ]  Erdüberlastungstag 2022Link teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Der Erdüberlastungstag oder "Earth Overshoot Day" ist der Tag im Jahr, an dem die Nachfrage der Menschen nach ökologischen Ressourcen in einem bestimmten Jahr das übersteigt, was die Erde in diesem Jahr regenerieren kann.

Der Earth Overshoot Day wird vom Global Footprint Network berechnet, einer internationalen Forschungsorganisation, die Entscheidungsträgern eine Reihe von Werkzeugen zur Verfügung stellt, die der Wirtschaft helfen sollen, innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde zu arbeiten. Die Berechnungen berücksichtigten auch z.B. Abfälle, die wir ansammeln, vor allem Kohlendioxid in der Atmosphäre und den Verlust von ökologischen Ressourcen (z.B. Flächenverbrauch).

    
 
Im letzten Jahr fiel dieser Tag auf den 29. Juli durchschnittlich für alle auf der Erde. Das bedeutet andersherum, dass die Menschen im Jahr 2021 die ökologischen Ressourcen von 1,75 Erden verbraucht haben.

Das heißt also, dass wir auf der Welt durchschnittlich mit dem Faktor 1,75 über unseren Verhältnissen leben.

Der Erdüberlastungstag lässt sich auch für uns hier in Deutschland berechnen. Er gibt an, an welchem Tag die jährlichen ökologischen Ressourcen erschöpft wären, wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie wir in Deutschland. Dieser Tag fällt in 2022 auf den 4. Mai - also fast 3 Monate früher. Das bedeutet, dass wir mit unserem Lebensstil die ökologischen Ressourcen von 3 Erden pro Jahr verbrauchen würden (Diagramm oben). Wir verbrauchen also im Vergleich fast doppelt so viel wie die Menschheit durchschnittlich verbraucht.

Deutschland liegt dabei auf Platz vier, hinter den USA (5,1), Australien (4,5) und Russland (3,4), dicht gefolgt von Japan, den meisten europäischen Ländern und China (2,9 bis 2,4). Im Vergleich dazu hat Indien einen Wert von "nur" 0,8 Erden pro Jahr.

    
 
Wenn man den Verbrauch an ökologischen Ressourcen eines Landes auf das bezieht, was das jeweilige Land regenerieren kann, würde Japan 7,9 "Japans" pro Jahr benötigen (Diagramm Mitte). Bei dieser Betrachtungsweise kommt Italien mit 5,3 auf Platz 2, die Schweiz mit 4,4 auf Platz 3, dann folgen China 4,1, Großbritannien 4,1, Portugal 3,5 und Deutschland mit 3,1. Indien kommt wegen seiner großen Bevölkerung dabei auf einen Wert von 2,7 "Indiens" pro Jahr.

War das immer so? Nein. Der Verbrauch an ökologischen Ressourcen ist seit 1970 von einer auf nun mehr 1,75 Erden angestiegen. Zwar hat sich der Trend verlangsamt, aber wir leben immer noch weit über unseren Verhältnissen (Diagramm unten).

Wenn man das in Geld übersetzt, wäre es so, als ob wir jeden Monat - bezogen auf die Werte für Deutschland - dreimal mehr Geld ausgeben, als wir verdienen. Oder andersherum wäre spätestens an jedem 11. des Monats Ebbe in der Kasse. Das würde uns wohl dazu veranlassen, unsere Ausgaben so anzupassen - also zu sparen, damit das Geld bis zum Monatsende reicht.

    
 
Machen wir das auch so bei der Nachhaltigkeit? Leider nein! Hier passen wir den Verbrauch der ökologischen Ressourcen nicht an, sondern wir pumpen die Natur quasi von Jahr zu Jahr an und leben auf "Kredit". Und dass, obwohl wir nachweißlich und unbestritten nur eine einzige Erde zur Verfügung haben!

Das durch die Corona-Pandemie stark durch Lockdowns betroffene Jahr 2020 hat gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, deutliche Änderungen im Ressourcenverbrauch in einem relativ kurzen Zeitraum zu realisieren.

Wenn uns das auch ohne einen Virus gelingen würde, wäre das echt eine Leistung! Leider zeigen die Werte für 2021 wieder ein Bild, fast wie vor der Pandemie (Diagramm unten).

[kk]

[ 03 ]  Mitgliederversammlung am 19. MaiLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang

Liebe Mitglieder,

    
 
am 19. Mai 2022 findet unsere jährliche, ordentliche Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand lädt Sie sehr herzlich dazu ein!

Bitte nehmen Sie sich an diesem Abend die Zeit, sich über die aktuellen Entwicklungen im Kölner Alpenverein zu informieren, die Zukunft unseres Vereins mitzugestalten und sich an den Wahlen zu den Vereinsgremien zu beteiligen.

Wir freuen uns sehr über Ihr Kommen.



Die Einberufung der Mitgliederversammlung, gemäß § 19 Abs. 1 unserer Satzung, ist dazu auf unserer Webseite unter mv.dav-koeln.de veröffentlicht. Dort finden Sie auch die Tagesordnung, die Wahlvorschläge des Vorstands und weitere relevante Dokumente.

Die Mitgliederversammlung findet als Präsenzveranstaltung in der Aula der Königin-Luise-Schule, in Köln, statt. Bitte nutzen Sie den Eingang in der Albertusstraße 19A.

Da die Corona-Zahlen immer noch sehr hoch sind, bitte wir Sie, im Gebäude eine OP- oder FFP2/(K)N95-Maske zu tragen. Am Sitzplatz kann die Maske abgenommen werden.

[kk]

[ 04 ]  Sommerfest in Blens am 21. MaiLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Am Samstag, den 21. Mai, möchten wir nach einer langen Durststrecke mit unseren Mitgliedern und Gästen gemeinsam feiern.

Eingeladen sind Freunde, Bekannte, Eltern mit Kindern, Jugendliche und alle Interessierten, die den Kölner Alpenverein kennenlernen möchten.

Wir freuen uns auf einen abwechslungsreichen Tag und ein schönes Fest mit euch!

Das Sommerfest findet in unserer Kölner Eifelhütte und in ihrer Umgebung in Heimbach-Blens (Rurtal/Nordeifel) statt. Blens ist von Köln über Düren und die Rurtalbahn stündlich mit dem ÖPNV gut in 70 Minuten zu erreichen. Vom Haltepunkt Blens sind es nur wenige Minuten bis zum Fest!

Über den Tag verteilt erwartet euch ein vielseitiges Programm. Bereits morgens bieten die Tourenleiter*innen des Kölner Alpenvereins zahlreiche Wanderungen und Aktivitäten an. Es stehen 15 Angebote für Jung und Alt zur Auswahl. Bitte meldet euch hierfür bei der jeweiligen Veranstaltung bis zum bis 18.05.2022 online auf unserer Webseite an. Dort findet ihr auch alle aktuellen Informationen und die dann für das Sommerfest geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.


    
 
Nachmittagsprogramm:
14:00 Uhr Buntes Programm auf der Rurwiese
14:30 Uhr Kaffee und selbstgebackene Kuchen
17:00 Uhr Abendessen mit leckeren Grillgerichten

Für die Teilnahme am Nachmittag und Abend ist keine Anmeldung notwendig. Kommt einfach vorbei, um in netter Gesellschaft das Sommerwetter zu genießen und euch mit anderen über die schönste Freizeitbetätigung der Welt und mehr auszutauschen.

Corona: Für das Sommerfest gelten im Außenbereich keine besonderen Hygieneregeln. Unabhängig davon ist es wegen der immer noch hohen Corona-Zahlen sinnvoll, die AHA-Regeln in Eigenverantwortung einzuhalten. In Innenräumen (z.B. in der Kölner Eifelhütte) bitten wir Sie, eine OP- oder FFP2/(K)N95-Maske zu tragen.

[kk]

[ 05 ]  Freiwilliges Soziales Jahr beim Kölner AlpenvereinLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Ab 1. September 2022 sucht der Kölner Alpenverein einen jungen Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport.

Das FSJ im Sport ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das pädagogisch begleitet wird und Erfahrungsräume für Freiwillige eröffnet. Der Erwerb persönlicher Kompetenzen und sportlicher Lizenzen sowie Engagement und Berufsorientierung stehen im Mittelpunkt.

Zu den wesentlichen Aufgaben gehören die Betreuung des Kooperationsangebots mit Schulklassen, die Unterstützung der sektionseigenen Kinder- und Jugendgruppen sowie der gesamten Jugendarbeit der Sektion.

    
 
Wenn du gerne mit Menschen - besonders mit Kindern und Jugendlichen - zusammenarbeitest, großen Spaß am Klettern und Bouldern hast und nach der Schule noch nicht direkt ins Studium oder die Ausbildung starten, sondern erst etwas Praktisches machen möchtest, dann bist du bei uns genau richtig. Wir bieten dir die Möglichkeit, in einem angenehmen Umfeld ins Berufsleben hineinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und dich gleichzeitig weiterzubilden (Trainer C-Ausbildung). Außerdem hast du die Möglichkeit deine Aufgaben mitzugestalten. Hierbei wird aber auch Eigeninitiative gefordert.

Als Bewerber*in solltest du für die Ausbildung zum Trainer C Sportklettern Breitensport sicher im 6./7. Grad im Vorstieg unterwegs sein. Darüber hinaus solltest du dich in den Leitlinien und Grundsätzen des Deutschen Alpenvereins wiederfinden, unter anderem der Pflege und Förderung des Alpinismus (insbesondere des Klettersports) und des Naturschutzes. Besonders wichtig ist auch die Förderung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Entwicklung, hin zu einer eigenen Persönlichkeit und zu einem sozialen sowie umweltbewussten Verhalten.

Wenn du jetzt Interesse bekommen hast oder weitere Informationen benötigst, dann wende dich an Peter Plück.

[kk]

[ 06 ]  Neues vom Deutschen AlpenvereinLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
So kommt das Essen auf die Hütte: Ein kühles Skiwasser und ein frischer Kaiserschmarrn versüßen jede Bergtour. Doch wie kommen Essen und Getränke überhaupt auf die Alpenvereinshütten? Na, mit dem Auto, Quad, Ski-Doo, Pistenraupe, Pinzgauer, Boot, Hubschrauber, Materialseilbahn, Mensch, Muli - oder alles zusammen! Je nach Hüttenstandort kann die Versorgung sehr aufwendig sein. Die komplexeste Lösung ist wohl die der Tappenkarseehütte: Mit dem Auto geht es zur 1. Materialseilbahn, von dort mit einem Spezialfahrzeug 100 Meter zum Bootsanleger, dann per Schiff über einen Gebirgssee und zur 2. Materialseilbahn. Ab da sind es "nur" noch ein paar Meter zu Fuß. Im Artikel werden die verschiedenen Möglichkeiten und ihre Auswirkungen miteinander verglichen.


    
 
Letzte Warnung für Mensch und Klima: Seit Anfang April sind nun alle drei Teile des sechsten IPCC-Sachstandsberichts erschienen. Sie zeigen deutlich, wie ernst die Lage ist: Die Klimakrise schreitet voran, die Auswirkungen auf Mensch und Natur sind drastisch und es bleibt uns nur noch sehr wenig Zeit, die Erderwärmung auf ein händelbares Maximum zu beschränken.

Eine globale Erwärmung von 1,5 °C wird im Laufe des 21. Jahrhunderts überschritten werden, es sei denn, es erfolgen jetzt drastische Reduktionen der Treibhausgasemissionen. Im Artikel hat der DAV die wichtigsten Aussagen aller drei Berichte für uns zusammengefasst.


    
 
Bewundert, ausgegrenzt und verleugnet: Vor dem Ersten Weltkrieg war das Verhältnis der Sektionen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuÖAV) gegenüber jüdischen Bergsteigerinnen und Bergsteigern im Allgemeinen durch Toleranz gekennzeichnet. Danach wurden sie immer weniger in das Vereinsleben einbezogen; ab 1933 wurden jüdische Mitglieder fast lückenlos ausgegrenzt. Lange wurde diese Tatsache innerhalb der Alpenvereine verdrängt, und erst Ende der 1980er Jahre begann die geschichtliche Aufarbeitung.

Die am 11. Mai 2022 um 19 Uhr im Livestream ausgestrahlte Veranstaltung des DAV und der Internationalen Paul Preuss Gesellschaft (IPPG) soll verdeutlichen, wie sich der DAV und prominente Bergsportler im deutschsprachigen Raum mit dem Erbe der Vergangenheit auseinandersetzen und wie sie sich heute gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Intoleranz engagieren.


    
 
So geht das - Notfall Alpin: Bei einem Notfall Erste Hilfe zu leisten, ist nicht (nur) Ehrensache, sondern gesetzliche Pflicht. Im alpinen Gelände können sich dabei komplexe Situationen ergeben und schwierige Entscheidung zu fällen sein. Grund genug, sich darüber Gedanken zu machen oder idealerweise einen Kurs "Erste Hilfe alpin" zu besuchen. Im Umgang mit akut erkrankten oder verunfallten Personen sind Herz, Hand und Verstand gefragt. Die Helfenden folgen einem festen Ablauf (= Erste-Hilfe-Algorithmus)!

Bevor man in blinden Aktionismus verfällt, verschafft man sich einen Überblick. Was ist passiert? Ist der Unfall so schwer, dass auf jeden Fall ein Notruf nötig ist? Besteht eine Gefährdung für den Verletzten und/oder Helfer bei der Versorgung (z.B. durch Stein- oder Eisschlag, Lawine, Absturz ...)? Kann man den Verunfallten überhaupt erreichen? Der Artikel auf alpenverein.de befasst sich systematisch mit dem richtigen Vorgehen im Fall der Fälle.

[kk]


[ 07 ]  Zwischen Durchkommen und UmkommenLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Er erreichte als erster Mensch die Gipfel aller 14 Achttausender, darunter den Mount Everest erstmals ohne künstlichen Sauerstoff. Unbändiger Ehrgeiz und Überlebenswille führten ihn über unberührte Grate und Wände. Unvergessen sind sein dramatischer Abstieg an der Diamirwand des Nanga Parbat, an der er seinen Bruder Günther verlor, waghalsige Alleingänge und Durchquerungen, wie die der Antarktis. Reinhold Messer weiß aber auch erfolgreiche Seilschaften zu initiieren - wie die mit den Leserinnen und Lesern seiner Bücher. In seinem aktuellen Werk "Zwischen Durchkommen und Umkommen" leitet er sie durch die Faszination des Bergsteigens, so der vielversprechende Untertitel.

Weniger seine eigenen Leistungen und Erfahrungen stehen im Mittelpunkt. Vielmehr folgt er der Spur des puristischen Auf- und Absteigens und rückt die Protagonisten des traditionellen Bergsteigens in den Fokus. Messner zeichnet die schwindelerregende Geschichte nach und erinnert an bekannte und weniger bekannte Vertikalkünstler. Ob Edward Whymper, Hermann von Barth, Paul Preuss, Anderl Heckmair, Lionel Terray, Willi Unsoeld oder Walter Bonatti, um nur einige zu nennen, sie alle kommen in Essays, Erzählungen und Berichten zu Wort oder werden durch den Autor wieder lebendig. In den Porträts erfahren die Leserinnen und Leser wesentliches über Ansporn und Erfolge. Die Leistungen beeindrucken ebenso wie die Illustrationen derer, die ihre Spuren am Berg hinterlassen haben. Daten und Fakten veranschaulichen anhand einer Zeitskala die Entwicklung des Alpinismus - von 1492 bis heute.

Fraglos hat Messner ein weiteres Meisterwerk in schriftlicher und bildlicher Form abgeliefert. Vor allem aber ist "Zwischen Durchkommen und Umkommen" ein Plädoyer für Demut und Respekt gegenüber den Bergen - ganz so, wie es die Protagonisten von damals vorgelebt haben.

Reinhold Messner: Zwischen Durchkommen und Umkommen, Ludwig Verlag, 304 Seiten, 32 Euro

[sb]

[ 08 ]  Rother Wanderbuch und Wanderführer zum AllgäuLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Der kürzeste Weg in die Alpen führt über das Allgäu. Doch ist es weniger die verhältnismäßig schnelle Anreise, die den südwestlichen Zipfel Bayerns für Rheinländer so attraktiv macht, sondern vielmehr die bezaubernde Landschaft.


    
 
Wer sich davon überzeugen mag, sollte das Rother Wanderbuch Panoramawege und Aussichtsberge Allgäu aufschlagen. Gerald Schwabe beschreibt 40 Touren zwischen Oberstdorf und Füssen - Kleinwalsertal und Tannheimer Tal eingeschlossen. Es ist eine Parade der schönsten Genusswanderungen, die sich über das gesamte Gebiet des profilierten Allgäus erstreckt. Neben den Klassikern wie Nagelfluhkette, Hoher Ifen, Fellhorn, Grünten und Aggenstein sind es die weniger renommierten Ziele, denen sich der Autor zuwendet. Hochhäderich und Falken im Westallgäu versprechen grandiose Aussichten auf Allgäuer Hauptkamm und Bregenzerwald. Vom Hauchenberg, dessen Rücken sich von Missen bis Niedersonthofen zieht, eröffnet sich der Blick Richtung Illertal. Über dem ruhigen Balderschwang erhebt sich mit dem Siplingerkopf eine weitere Aussichtskanzel. Stille Momente verspricht auch die Überschreitung des Sonnenkopfgrates auf der Ostseite des Illertals oder der Abstecher auf den Beichelstein nahe Seeg im Ostallgäu.

Gerald Schwabe: Wanderbuch Panoramawege und Aussichtsberge Allgäu, Rother Bergverlag, 160 Seiten, 16,90 Euro


Für eine detaillierte Tourenplanung bieten sich die Rother Wanderführer Allgäu 1 - Oberallgäu und Kleinwalsertal sowie Allgäu 2 - Ostallgäu und Vorderes Lechtal an. Sie passen in jede Jackentasche, wurden erst jüngst sorgfältig überarbeitet und bilden das südliche Allgäu mit seinen Randregionen ab: von familienfreundlichen Talspaziergängen über gemütliche Alp- und Hüttenabstecher bis zu anspruchsvollen Bergtouren.

Franziska Baumann, Dieter Seibert: Allgäu 1 - Oberallgäu und Kleinwalsertal, Rother Bergverlag, 192 Seiten, 14,90 Euro

Mark Zahel: Allgäu 2 - Ostallgäu und vorderes Lechtal, Rother Bergverlag, 184 Seiten, 14,90 Euro

 
Der Führer Allgäuer Alpen Höhenwege wurde 2021 aktualisiert und führt schließlich auf die alpinen Pfade, Klettersteige und höchsten Gipfel. Ob Heilbronner Weg, Mindelheimer- und Hindelanger Klettersteig, Hochvogel, Mädelegabel oder Großer Krottenkopf, die 40 Tagestouren überschreiten die Felsriesen und enden stets an einer urigen Bergunterkunft.

Stephan Baur: Allgäuer Alpen - Höhenwege, Rother Bergverlag, 176 Seiten, 14,90 Euro


Ansprechende Fotos, hilfreiche Höhenprofile und Kartenausschnitte, aussagekräftige Informationen über Ausgangspunkt, Anforderungen und Einkehrmöglichkeiten sowie exakte Routenbeschreibungen machen die Rother Wanderführer zu unentbehrlichen Begleitern im wundervollen Allgäu.

[sb]

[ 09 ]  Neue Kletterführer von Versante SudLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Di Roccia di Sole: Fünf Auflagen in weniger als 15 Jahren sind der Beweis für die rasante Evolution des Kletterns auf Sizilien. Nach der rasanten Entwicklung erst in der Gegend um Palermo und dann in der Region von Trapani und San Vito lo Capo, kommt jetzt der Osten zum Zug mit Canicattini, das sich zum dritten Kletter-Hotspot Siziliens gemausert hat. Es gibt viel Neues, und das nicht nur für Sportkletternde, sondern auch für Boulderer und Fans von deep warer soloing.

Die vielen neuen Mehrseillängenrouten haben dazu geführt, dass der Führer aufgeteilt werden musste. Die Klettergärten werden im vorliegen Buch beschrieben, die Mehrseillängenrouten werden in einem eigenen, in Kürze erscheinenden Führer behandelt. So wurde es bei Versante Sud schon bei vielen anderen Klettergebieten gehandhabt.

Ein vertikales Universum, mit Leidenschaft bis ins kleinste Detail beschrieben, um sich problemlos zwischen den Felsen Siziliens zurechtfinden zu können.

Massimo Cappuccio, Giuseppe Gallo: Di Roccia di Sole, Verlag Versante Sud, 560 Seiten, 35 Euro


    
 
Klettern in Arco: Vom Anfänger bis zum Profi, wer in Europas Kletterparadies klettern möchte, findet in diesem Führer etwas für jede Jahreszeit: mehr als 130 Klettergebiete mit mehr als 5.000 Routen in herrlichem Kalkstein.

Die steilen Wände der Gegend wurden unter die Lupe genommen, mit dem Ziel, ein möglichst aktuelles Werk zu präsentieren. Zahlreiche Neuheiten sind hinzugekommen, darunter die außergewöhnlichen Gebiete Terre Alte, Terra di Nessuno, Le Trincee, Mappamondo, Lundo und vieles mehr. Die Zustiege wurden alle einzeln überprüft, mit GPS-Tracks vom Parkplatz bis zum Fels. Alle Zeichnungen wurden überarbeitet. Alle Gebiete werden mit dem Einverständnis der Erstbegehenden veröffentlicht, mit denen der Verlag in ständigem Austausch steht. Nichts, was sich auf diesen Seiten findet, wird "unter der Hand" vorgeschlagen. Deshalb tauchen keine Wände auf, die die Erschließenden nicht öffentlich machen wollen.

Von der senkrechten Platte über die Familienroute bis zum 9b-Überhang - ist alles dokumentiert. Die Autor*innen wünschen allen viel Spaß!

Mario Manica, Antonella Cicogna, Roni Andres: Klettern in Arco, Verlag Versante Sud, 720 Seiten, 35 Euro


Beide Führer gibt es in italienischer, englischer und deutscher Ausgabe und die Inhalte sind auch in der iClimbing-App verfügbar.

[kk]

[ 10 ]  Veranstaltungen bei grenzgangLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Filmemacher Daniel von Rüdiger wird in den Urwaldregionen Neuguineas von einem Dorf aufgenommen. Er begleitet die Kinder beim Fischen und Jagen, dokumentiert die Männer beim Bau von Einbaum-Kanus und erlebt mystische Traditionen und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Am Ende ist er hin- und hergerissen zwischen Freiheit und Härte des einfach-schweren Lebens auf der zweitgrößten Insel unseres Planeten. Einblicke in eine uns unbekannte Welt und ein Erzähler mit scharfer Auffassung und Witz - darauf können sich die Zuschauer*innen des Livestreams freuen. Der Chat ermöglicht das Stellen von Fragen und es gibt besondere Preise zu gewinnen.

Leben in Papua Neuguinea - Einfach schwer
Livestream mit Daniel von Rüdiger
08.05.2022, 20:00 Uhr


    
 
Gregor Sieböck ist Wanderer, Welten-Wanderer. Und er ist ein Visionär. Sein Ziel: Das tausende Kilometer entfernte Japan! Mit Rucksack, Wanderstock und vielen Träumen im Herzen geht er durch Europa, den amerikanischen Doppelkontinent, Japan und Neuseeland. Zeiten großer Einsamkeit, pure Lebensfreude, intensive Bekanntschaften, spirituelle Erkenntnisse und das Staunen über die Natur begleiten seinen Weg. Der Livestream ist eine Hommage an das Leben und die Schönheit unserer Erde, die Wiederentdeckung der Einfachheit und des langsamen Reisens. Gregor Sieböck versteht es dabei, seine Zuschauer*innen in den Bann zu ziehen. Der Chat bietet die Gelegenheit zu Fragen, und es gibt besonderen Preise zu gewinnen.

Der Weltenwanderer - Zu Fuß um die halbe Welt
Livestream mit Gregor Sieböck
22.05.2022, 20:00 Uhr

[kk]

Impressumzum Seitenanfang
Herausgeber: Deutscher Alpenverein, Sektion Rheinland-Köln e.V. (Kölner Alpenverein)
Redaktion: Karsten Althaus [ka], Sascha Bach [sb], Monique Heimann [mh], Annette Kremser [ak], Hans-Peter Wagner [hpw], Kalle Kubatschka [kk] (verantwortlich), Sandra Langenbach [sl], Carola Niemann [cn], Axel Vorberg [av], Volker Wickenkamp [vw].
Redaktionsschluss für die Juni-Ausgabe: 20.05.2022
Kontakt: webmaster@alpinews.de
Web-Archiv/abmelden: www.alpinews.de
Auflage: 32.939 Empfänger

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Quelle: http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/news.cgi?220503
Deutscher Alpenverein - Sektion Rheinland-Köln e.V. - © 03.01.2021