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ALPINEWS 02/2010


Newsletter des Kölner Alpenvereinsvorherige Ausgabenächste Ausgabe
ISSN: 1617-0563 / 106. Ausgabe / 12. Jahrgang / Köln / 06.02.2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Kölner Alpenverein wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe und eine superjeile Zick!

Inhaltzum Seitenanfang
[ 01 ]  10.000 Mitglieder in 2010
[ 02 ]  Vortrag: KORSIKA - Gebirge im Meer
[ 03 ]  Ausschreibung: Freiwilliges Soziales Jahr im Sport
[ 04 ]  Naturschutz: Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen gesucht
[ 05 ]  Umweltverträgliches Reisen wird gefördert
[ 06 ]  DAV stellt neuen Expeditionskader auf
[ 07 ]  DAV gegen Pläne zum Kraftwerksausbau
[ 08 ]  Neues vom DAV
[ 09 ]  Interview mit Stefan Glowacz
[ 10 ]  3. KölnKletterMarathon
[ 11 ]  Grenzgang: Die Salzkarawane - Nomade auf Zeit
[ 12 ]  Neue Skitouren-Führer
[ 13 ]  Gleumes Events
[ 14 ]  Die 4. Dimension - Kletter- und Boulderlehrbuch
[ 15 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter Ausrüstung
[ 16 ]  Mammut Safety App

Service - Kölner Alpenvereinzum Seitenanfang
Mitglieder-Service: http://www.service.dav-koeln.de
Veranstaltungen: http://www.n30.dav-koeln.de

[ 01 ]  10.000 Mitglieder in 2010Link zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Wir haben uns für das Jahr 2010 ein hehres Ziel gesetzt: Im Laufe des Jahres wollen wir das 10.000ste Mitglied im Kölner Alpenverein begrüßen. Zu Jahresbeginn hatten wir 9.014 Mitglieder, d.h. wir müssen noch knapp 1.000 neue Mitglieder gewinnen. Es wird also nicht leicht - aber es ist zu schaffen!

Um unser Ziel zu erreichen, haben wir uns überlegt, unsere Aktion "Mitglieder werben Mitglieder" neu aufzulegen und besondere "Anreize für neue Mitglieder" zu schaffen.

    
 
Mitglieder werben Mitglieder
Anstatt fester Prämien wie bisher, erhalten Sie nun Gutscheine für geworbene Mitglieder mit freier Auswahl der Prämie im DAV-Shop, beim DAV Summit Club und unserer Sektion. Zusätzlich können Sie bei der jährlichen Endverlosung attraktive Preise im Gesamtwert von 2.500 Euro gewinnen.

Helfen Sie bitte mit!
Wenn Sie Ihre positiven Erfahrungen mit dem Kölner Alpenverein bei Ihren Freunden, Bekannten und in der Familie kommunizieren, dann gelingt es bestimmt, noch mehr neue Mitglieder zu gewinnen. Die vielen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein kennen Sie ja!

    
 
Chancen und Anreize für neue Mitglieder
Wenn Sie als Familie beitreten, weitere neue Mitglieder "mitbringen" oder wenn Sie mit ein bisschen Glück die richtige "Nummer" treffen, dann können Sie Geld sparen oder absahnen. Abhängig vom Mitgliederstand können neue Mitglieder beitragsfrei geführt werden, Kartengutscheine für alle Vorträge, einen Schirm oder eine Tasse mit Sektions-Logo gewinnen.

Der Mitgliederstand und die aktuellen Meldungen werden auf der eigens dafür eingerichteten Seite unserer Website wöchentlich veröffentlicht. Wir werden Sie auch laufend in den ALPINEWS über den Stand des Projekts informieren!

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?673
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?672
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?21
[kk]

[ 02 ]  Vortrag: KORSIKA - Gebirge im MeerLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Korsika ist mehr als eine Insel im Mittelmeer mit Sonne, Strand und Salzwasser. Neben diesem Paradies für Badeurlauber hat die Insel auch einiges für Bergfreunde zu bieten: bizarre Felsformen, schneebedeckte Gipfel und kalte Bergseen. Der größte Teil Korsikas besteht aus Hochgebirge mit bis zu 2.700 m hohen Bergen. Auf den vielen Wanderwegen kann man die Schönheit der Insel erleben. Der bekannteste und auch schwierigste ist der Weitwanderweg GR20.

In seinem HDAV-Multivision-Vortrag präsentiert Hans Thurner die Vielfalt Korsikas. Aus seinen Reisen zu unterschiedlichen Jahreszeiten gestaltet er eine umfassende Collage: Neben sommerlichen Badefreuden, Klettern an grotesken Felsformationen, prähistorischen Kultstätten und geschichtsträchtigen Orten zeigt er eine herbstliche Begehung des GR20 und eine Winterbesteigung des Mt. Cinto - des höchsten Gipfels der Insel. Hans Thurner arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Fotograf. Er ist geprüfter Berg- und Skiführer sowie Reiseleiter. Seine Vorträge wurden mit dem Prädikat LEICAVISION ausgezeichnet.

    
 
Der Vortrag findet am Freitag den 19. Februar um 20 Uhr in der Barbara-von-Sell Schule (Niehler Kirchweg 118, Köln-Nippes) statt. Einlass ist ab 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es nur an der Abendkasse (Eintritt: 8 Euro, Mitglieder 5 Euro, Jugendliche 2,50 Euro).

Unter allen Besuchern wird eine einwöchige Reise nach Korsika für 2 Personen verlost, zusätzlich gibt es mehrere Reise- und Wanderführer zu gewinnen.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/vortraege.cgi#5
[ej]

[ 03 ]  Ausschreibung: Freiwilliges Soziales Jahr im SportLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Junge Leute, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Sport (FSJ) absolvieren möchten, können sich ab jetzt beim Kölner Alpenverein darum bewerben. Ab Sommer 2010 wird die derzeit besetzte Stelle wieder frei.

Voraussetzungen
    
 
Bewerber sollten möglichst anerkannte Kriegsdienstverweigerer sein (oder beabsichtigen, den Kriegsdienst zu verweigern), gerne mit Menschen - besonders mit Kindern und Jugendlichen - zusammenarbeiten, großen Spaß am Klettern und Bouldern haben und die Voraussetzungen zum Bestehen der Prüfung zum Trainer C-Breitensport (mind. 6./7. Grad im Vorstieg, theoretisches Wissen und pädagogische Fähigkeiten / Lehreignung) besitzen.

Aufgabenspektrum
Das Freiwillige Soziale Jahr beim Kölner Alpenverein wird von der Sportjugend NRW gefördert und ist daher sehr mit der Jugendarbeit verbunden. Das Arbeitsgebiet ist facettenreich und verlangt viel Eigeninitiative, bringt aber auch große Gestaltungsfreiheit mit sich. Der wesentliche Arbeitsauftrag wird sein, bestehende Angebote weiter zu führen, mit Schulen zu kooperieren und vereinsinterne Trainingsangebote zu betreuen und eventuell zu initiieren.

Arbeiten für den Alpenverein
Bewerber sollten sich in den Leitlinien und Grundsätzen des Deutschen Alpenvereins wiederfinden. Der Deutsche Alpenverein ist einer der größten Vereine Deutschlands und hat neben der Pflege und der Förderung des Alpinismus und des Klettersports vor allem auch die Förderung und Integration der Jugend als eine herausragende Aufgabe übernommen.

Bewerbungen
Interessierte melden sich bitte bei Oswald Palsa oder Florian Schmitz per E-Mail.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?florian_schmitz
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?oswald_palsa
[mr]

[ 04 ]  Naturschutz: Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen gesuchtLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Der Naturschutz ist ein wichtiges Arbeitsfeld des Deutschen Alpenvereins - denn gerade wir betätigen uns im besonderen Maße in der freien Natur! Daraus ergeben sich nicht nur Chancen auf Freizeitgestaltung, sondern auch Pflichten, unsere Natur und Umwelt zu erhalten und zu schützen.

Um dieser Aufgabe besser gerecht zu werden, möchte der Kölner Alpenverein die aktive Naturschutzarbeit intensivieren. Gesucht werden deswegen interessierte Mitglieder, die sich daran ehrenamtlich mit eigenem Engagement und kreativen Ideen beteiligen möchten, um die "Gruppe Naturschutz" mit Inhalten und Leben zu füllen.

Dabei soll der Naturschutz nicht nur theoretisch durch Erarbeiten eines neuen Naturschutzkonzeptes für die Sektion behandelt werden, sondern auch durch aktive Naturschutzarbeit vor Ort praktisch umgesetzt werden. Angedacht sind z.B. Bach- und Felspatenschaften, Landschaftspflege im Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Organisationen u.v.m.

Wenn Sie aktiv werden möchten oder weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an Günther Wulf oder Andreas Hellriegel.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?wulf
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?hellriegel
[up]

[ 05 ]  Umweltverträgliches Reisen wird gefördertLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Wussten Sie, dass der Kölner Alpenverein seit 2009 umweltverträgliches Reisen zu Veranstaltungen der Sektion fördert? Nein? Dann sollten Sie jetzt besonders aufmerksam lesen:

Einleuchtend, dass bei Veranstaltungen, zu denen jeder Teilnehmer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, durch den Schadstoffausstoß zur Umweltbelastung beigetragen wird. Durch Bildung von Fahrgemeinschaften oder Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie Bus/Bahn kann dem entgegen gewirkt werden. Um dies weiter zu fördern und umweltfreundliches Verhalten zu unterstützen, wird den Mitgliedern ein finanzieller Zuschuss bei Fahrten zu Sektionsveranstaltungen gewährt. Allerdings sollte man folgende Kriterien berücksichtigten:

Die Sektionsveranstaltungen müssen mehrtägig und offiziell ausgeschrieben sein. Die Entfernung zum Veranstaltungsort muss mind. 300 km betragen, die Fahrten müssen von/nach Köln bzw. der Umgebung erfolgen. Gefördert werden Gruppen- und Einzelfahrten mit dem Zug und Fahrten in Fahrgemeinschaften ab 5 Personen. Bei der Nutzung der Bahn beträgt der Zuschuss 20 Euro pro Person und Strecke, bei Fahrgemeinschaften im PKW 30 Euro pro Fahrt. Diese Zuschüsse werden nach Beendigung der Reise gewährt, über den genauen Abrechungsmodus erteilen Ihnen die Touren- bzw. Wanderführer gerne Auskunft.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Günther Wulf.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?wulf
http://www.dav-koeln.de/pdf/umweltv_anreise.pdf
[up]

[ 06 ]  DAV stellt neuen Expeditionskader aufLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Klettern in Chamonix und Umgebung heißt: sonnige Südwände in einer grandiosen Hochgebirgslandschaft, anspruchsvolle Nordwände, bester Granit und traumhafte Kalktouren. In diesem Kletterparadies stellt der DAV in einem Sichtungscamp vom 23. Mai bis 5. Juni seinen neuen Expeditionskader 2010-2012 zusammen. Nach den Erfolgen des DAV-Expeditionskaders 2007-2009 (zahlreiche Erstbegehungen, beispielsweise die Erstbesteigung des Hunza Peak von Westen) wird es nun Zeit für die nächste Generation der "jungen Wilden".

Ziel des Camps ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern/innen anspruchsvolle Westalpentouren zu planen und durchzuführen, erweiterte Technik- und Taktikinhalte zu vermitteln und Rückmeldungen über die persönliche Leistungsfähigkeit zu geben. In Abhängigkeit der Routenverhältnisse sollen Unternehmungen in einer großen Bandbreite durchgeführt werden, vom alpinen kombinierten Gelände bis zum extremen Klettern in großen Wänden ohne Schnee und Eis.

    
 
Das setzt voraus, dass das Kletterkönnen im alpinen Fels mindestens im VII. Grad (im Klettergarten mindestens VIII. Grad und für Freewall IX. Grad) liegen muss. Bezüglich des Eiskletterns ist Erfahrung an steilen Eiswänden (im Eisklettergarten sollten WI 5 und M7 beherrscht werden) und im kombinierten Gelände erwünscht. Wer beispielsweise die Mayerl-Rampe am Großglockner oder die Route "Bayerischer Traum" an der Marmolada geklettert ist, wird den Campanforderungen aller Wahrscheinlichkeit nach gewachsen sein. Weiterhin müssen die Teilnehmer DAV-Mitglieder im Alter von 15-22 Jahren sein.

    
 
Die Ausbildung, Betreuung und Begleitung übernehmen erfahrene Bergführer und Trainer. Im Anschluss an das Camp werden die geeignetsten Teilnehmer für den DAV-Expeditionskader nominiert. Neben der sportlichen Leistung kommt es hierbei vor allem auf Teamfähigkeit, Motivation und ein gutes Urteilsvermögen an. Die weitere Planung erfolgt im Sommer zusammen mit dem DAV und dem leitenden Trainer. Des Weiteren folgen Trainingscamps und Ausbildungslehrgänge. Als Krönung erfolgt 2012 eine Abschlussexpediton. Anmeldeschluss ist der 3. Mai, Kontaktperson ist Dr. Wolfgang Wabel:

http://www.alpenverein.de
[rs]

[ 07 ]  DAV gegen Pläne zum KraftwerksausbauLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Die Kraftwerksanlage Spullersee wurde in den Jahren 1919 bis 1925 von den Österreichischen Staatsbahnen zur Stromversorgung der Arlbergstrecke errichtet und zählt somit zu den ältesten Wasserkraftwerken Europas. Das Staubecken Spullersee liegt in den Lechtaler Alpen und ist über ein Stollen- und Rohrleitungssystem mit dem Kraftwerk Spullersee verbunden.

Nun soll das Kraftwerk ausgebaut werden, indem drei Quellflüsse im Einzugsgebiet des Lechs abgeleitet werden - dadurch soll das Kraftwerk ein Drittel mehr Strom liefern als bisher. Auf der Website der ÖBB-Infrastruktur AG heißt es: "Mit der Erneuerung des Wasserweges des Kraftwerks Spullersee sichert die ÖBB-Infrastruktur AG eine umweltfreundliche Stromversorgung der Bahn für die Zukunft."

Umweltfreundliche Stromversorgung? Diesbezüglich gibt es zahlreiche Gegenstimmen. Zum einen wird befürchtet, dass durch die geringere Wassermenge das ökologische Gleichgewicht des Lech in Gefahr ist und vor allem im Winter mit einer 13 Prozent niedrigeren Wasserführungsrate gerechnet werden muss. Zum anderen ist der Tiroler Lech wegen seiner faszinierenden Landschaft und der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als Naturpark und Natura 2000 Gebiet ausgewiesen. Die Ausbaupläne und die damit verbundene Abzweigung eines großen Wasservolumens hätten unabsehbare Folgen für das dortige Ökosystem.

    
 
Neben ökologischen Bedenken gibt es auch juristische Zweifel: Laut Rechtsexperten verstößt der Bescheid gegen die Natura 2000 Richtlinien über Flora, Fauna und Vogelschutz sowie die Richtlinien zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Es wird befürchtet, dass auf EU-Rechtsebene ein "Präzedenzfall" gegen den Naturschutz geschaffen wird.

Im Rahmen einer Internationalen Protestnote an die EU-Kommission spricht sich auch der DAV ausdrücklich gegen die Ausweitung des Kraftwerks Spullersee und die Errichtung weiterer Wasserkraftanlagen im Einzugsbereich des Lechs aus. Die Unterzeichner, darunter auch Organisationen wie der WWF, ÖAV und Greenpeace, fordern die Erhaltung eines der letzten naturbelassenen Gewässer-Ökosysteme im Alpenraum und den bedingungslosen Schutz des Natura 2000 Gebietes. "Der Lech ist eines der letzten naturkundlichen Juwele in Tirol und deshalb ja auch besonders unter Schutz gestellt", bestätigt auch Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer.

http://www.alpenverein.de/template_loader.php?tplpage_id=10&...
[rs]

[ 08 ]  Neues vom DAVLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Das Haus des Alpinismus auf der Praterinsel wird saniert. Die Sanierungsarbeiten umfassen den Austausch von Fenstern, die Durchführung von Brandschutzmaßnahmen, Erneuerung der Dämmung u.v.m. Von den anfallenden Arbeiten sind auch die Ausstellungsräume betroffen, weshalb das Alpine Museum vom 8. März bis 21. April geschlossen bleibt. Am 22. April beginnt dann die neue Sonderausstellung "Hast du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte".

    
 
Bei der Erstellung der Alpenvereinskarten Bayerische Alpen kann Bergfest gefeiert werden: Mittlerweile sind elf der 22 geplanten Kartenblätter auf dem Markt, darunter auch drei neue Karten zum Mangfallgebirge und den Chiemgauer Alpen. Weiterhin ist eine verbesserte Version der Alpenvereinskarten Digital erschienen, die vielfältige Neuerungen wie Orthofotos, verbesserte Track-, Wegpunkt- und Höhenprofilfunktionen sowie die acht bis Sommer 2009 erschienenen AV-Karten und 20 aktualisierte Kartenblätter der übrigen AV-Karten enthält. Die neuen Produkte können Sie über den DAV-Shop bestellen.

    
 
Zum Thema Bergsport im Winter und Lawinen-Risikomanagement sind vor kurzem hilfreiche Nachschlagewerke erschienen, so zum Beispiel die Broschüre "Erlebnis Bergwinter" (grundlegende Informationen zum Wintersport für Einsteiger) sowie ein Flyer und Extraheft zum Thema "Lawinen" (Risikocheckliste, Informationen, Hintergrundwissen). Die oben genannten kostenlosen Infomaterialien liegen in der Geschäftsstelle bereit. Die DAV-Snowcard, welche strategische Entscheidungshilfe für die Tourenplanung und im Gelände liefert, ist für 10,80 Euro im DAV-Shop erhältlich.

http://www.alpenverein.de
http://www.alpines-museum.de
http://www.dav-shop.de
[rs]

[ 09 ]  Interview mit Stefan GlowaczLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Kletterer, Bergsteiger, Abenteurer: Stefan Glowacz ist von allem etwas. Seine Expeditionen lassen sich in keine Schublade stecken. In verborgenen Winkeln der Erde spürt er Felswände auf, die er durchsteigen kann. Vor ein paar Wochen kehrte er aus Patagonien zurück. Dort wollte er die 1.400 Meter hohe Ostwand des Cerro Fitz Roy hochklettern, auf der Route Royal Flush. Sie wartet mit 40 Seillängen und dem neunten Schwierigkeitsgrad auf. ALPINEWS hat mit dem kletternden Weltenbummler gesprochen, über das Pokern in Patagonien, Panik in der Wand und die Kunst, neue Ziele zu finden.

Stefan, Du bist gerade aus Patagonien zurück, wo Ihr die Route Royal Flush am Fitz Roy durchsteigen wolltet. Royal Flush ist ein Begriff aus dem Pokern. Habt Ihr die Partie gewonnen?
Wir hatten schlechte Karten und haben verloren. Die Stürme waren brutal. Patagonien hat die widrigsten Witterungsbedingungen der Welt. Statistisch gesehen stehen einem Kletterer nur drei Schönwettertage am Stück zur Verfügung. Daher haben wir uns darauf eingestellt, dass die Expedition in die Hose gehen kann. Dazu kam, dass der letzte Winter in Patagonien sehr streng war. Die Risse im oberen Teil der Route waren noch vereist. Wir mussten für jeden Handklemmgriff und jede Sicherung erst mal das Eis aus dem Riss hacken. Das war extrem mühsam. Nach 35 Stunden hatten wir erst 23 von 40 Seillängen geschafft und mussten abbrechen.

    
 
Warum gerade der Fitz Roy, wenn die Erfolgschancen so gering sind?
Das ist ein fantastischer Berg mit einer fantastischen Linie. Die Route bewegt sich durchgehend im 8. und 9. Schwierigkeitsgrad. Du hast kaum Gelegenheit, dich zu erholen. Wir wollten die Route erstmals nonstop durchklettern, in 35 Stunden ohne Biwak und mit einem Minimum an Ausrüstung. Viele bekannte Kletterer haben sich daran die Zähne ausgebissen. So eine Tour ist etwas ganz Besonderes. Sie war auch ein Test. Wir wollten sehen, ob man so lange konzentriert klettern kann. Mental ist das ein großes Problem, mehr als körperlich.

Ein Test? Wofür?
Wir bereiten gerade eine Expedition nach Nepal vor, für den Herbst. Da wollen wir zu dritt eine große schwere Wand auf 7.500 Meter hoch. Die Route wurde noch nie geklettert.

    
 
Welchen Berg habt Ihr da im Visier?
Das möchte ich nicht erzählen. Wir Bergsteiger sind misstrauisch. Hinter der Auswahl des Ziels steckt viel Kreativität. Es gibt immer Leute, die so was kopieren. Und plötzlich sind schon drei Seilschaften in der Wand, wenn du ankommst. Nur soviel kann ich verraten: Mein Kletterpartner wird David Göttler sein, der zusammen mit Gerlinde Kaltenbrunner auf einigen Achttausendern war. Und Klaus Fengler wird fotografieren.

Venezuela, Brasilien, Baffin Island: In den vergangenen Jahren hast Du Wände erstbestiegen, die mitten im Dschungel oder in der Eiswüste liegen. Wie wählst Du Deine Ziele aus?
Die Ideen kommen spontan. Man muss neugierig sein. Ich bin kein Fachidiot, der sich nur fürs Klettern begeistert. Ich gehe zum Beispiel gerne in Kunstmuseen. Einmal in London habe ich ein Bild von einer chilenischen Forschungsexpedition in Patagonien gesehen. Da hat mich ein Berg im Hintergrund unglaublich fasziniert. Ich habe herausgefunden, dass es der Cerro Murrallón ist. Daraus hat sich die Idee entwickelt, die Nordseite dieses Berges als Erstbegehung in Angriff zu nehmen. Wir sind dann drei Jahre hintereinander nach Patagonien gefahren, in heftigsten Stürmen über das Inlandeis gelaufen und haben um diese Wand gekämpft. Beim dritten Versuch hat’s endlich geklappt.

    
 
Kann ein Profi mit so exotischen Zielen die Massen, Medien und Sponsoren begeistern?
Klar, in den Medien geht’s oft nur um schneller, höher, weiter, die Befriedigung der primitiven Instinkte. Das kapiert jeder Depp. Unser Ansatz ist anders: Wir brechen in Gebiete auf, die kein Mensch zuvor betreten hat. Wir sind moderne Entdecker, das was Scott, Nansen, Shackleton früher waren. Natürlich muss man das Publikum dafür erst sensibilisieren. Aber ich sehe es bei unseren Vorträgen und Artikeln: Es ist eine Sehnsucht nach diesen Abenteuern da, weil alles andere ziemlich banal ist. Wir konnten jede Story verkaufen, auch an große Magazine.

Früher bist Du auch free solo geklettert, also ohne Seil. War das purer Leichtsinn oder kalkulierbares Risiko?
Das war überhaupt nicht kalkulierbar. Ich habe auch Lehrgeld bezahlt. Mir ist ein Griff ausgebrochen, an dem ich mit beiden Händen hing. Ich bin aus acht Metern Höhe auf den Boden gestürzt und knapp neben einem spitzen Stein gelandet. Meine Ferse war zertrümmert. Ich hätte tot sein können. Das war ein Schuss vor den Bug. Seitdem bin ich in hohen Schwierigkeitsgraden keinen Meter mehr solo geklettert.

    
 
Kennst Du das Gefühl der Angst oder Panik, wenn Du in einer schwierigen Route unterwegs bist?
Panikgefühle habe ich kaum. An der Kleinen Zinne in den Dolomiten hatte ich mal ein solches Erlebnis. Ich kletterte mit Kurt Albert den leichten Normalweg solo, mit schweren Rucksäcken. Als ich in der Wandmitte nach unten schaute, überkam mich plötzlich Panik, wie aus heiterem Himmel. Kalter Schweiß brach aus. Ich dachte: "Jetzt haut’s dich hundertprozentig runter." Ich konnte mich gerade noch zusammenreißen und mich am nächsten Haken sichern. Panik ist ein Gefühl, das einen völlig blockiert. Angst dagegen ist ein Gefühl, das vom Unbekannten kommt. Sie ist eine Art Lebensversicherung. Da ist ein Hang, den ich morgen queren will. Wenn ich Angst habe, muss ich abschätzen wie groß die Gefahr wirklich ist. Angst zu ignorieren kann tödlich sein.

Du bist fast 45 Jahre. Wie lange kannst Du im Expeditionsklettern noch ganz vorne mitmischen?
Ich bin im besten Alter. Jetzt habe ich die Gelassenheit und mentale Stärke, die ich mit 30 nicht hatte. Auch die Ausdauerleistung ist besser. Natürlich verändern sich die Ziele: Früher waren die Wände extrem überhängend, jetzt sind sie senkrecht und in Zukunft werden sie flacher. Vielleicht werde ich irgendwann Eiswüsten oder normale Wüsten durchqueren wie Reinhold Messner. Aber eins werde ich bleiben: Ein moderner Nomade, der gern jeden Tag an einem anderen Ort ist und im Zelt schläft.

    
 
Du bist in zweiter Ehe verheiratet und hast drei Kinder. Hält die Familie die ständige Wanderschaft aus?
Das befruchtet sich gegenseitig. Ohne Familie könnte ich nicht so entspannt losziehen. Ich spüre schon beim Aufbruch, wie wichtig der familiäre Hafen ist, in den ich zurückkehren werde. Umgekehrt kann ich mein Familienleben viel bewusster genießen, wenn ich zwischendurch weg war.

Die Huberbuam sind auch über 40 Jahre alt. Welche Kletterer können in Eure Fußstapfen treten?
Chris Sharma zum Beispiel. Mit seinem Kletterkönnen kratzt er am 12. Schwierigkeitsgrad. Er überträgt extreme Schwierigkeiten, wie man sie sonst vom Bouldern kennt, in lange Routen wie in "Jumbo Love" am Clark Mountain in Kalifornien. Die Route hat er mit 9b bewertet. Adam Ondra beeindruckt mich auch. Er ist momentan der beste Kletterer der Welt. Aber Chris hat bessere Ideen.

    
 
Klettern erlebt auch als Breitensport einen Boom. In der Großstadt stehen Kletterer abends in der Halle Schlange, um eine Route zu ergattern. Siehst Du diesen Trend positiv?
Sehr sogar. Je mehr Leute diesen schönen Sport ausüben können, umso besser. Und der Andrang ist nicht größer als früher. Wir sind in den 80ern zum Klettern nach Buoux in Südfrankreich gefahren. Da sind wir auch um Routen angestanden. Jetzt gibt es viel mehr Klettergebiete und damit mehr Auswahl. So klettert man in Buoux heute manchmal fast allein.

http://www.glowacz.de
[ta]

[ 10 ]  3. KölnKletterMarathonLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Der Ausnahmekletterer Wolfgang Güllich meinte einst: "Das Gehirn ist der wichtigste Muskel beim Klettern". Damit wollte er verdeutlichen, dass man die Bedeutung der Muskelkraft nicht überschätzen, sondern sich beim Klettern auch ruhig die Zeit nehmen sollte, sich intensiver zu fokussieren und bewusster zu klettern.

Demzufolge sind am 6. März beim 3. KölnKletterMarathon im Canyon Chorweiler wieder sowohl die Denk- als auch die Muskelkraft gefordert. Ziel ist es, zwischen 17 und 23 Uhr so viele Routen wie möglich zu klettern und Punkte zu sammeln. Der Schwierigkeitsgrad liegt dabei im lösbaren Bereich bei UIAA 3-8, gewertet wird nach Schwierigkeit und Durchstiegsart. Start und Wertung erfolgen in Zweierseilschaften, wobei das Team des Canyon Chorweiler gerne bei der Vermittlung von Kletterpartnern behilflich ist.

    
 
Dazu kommt noch ein weiterer Anreiz für alle ambitionierten Kletterer: Beim Klettermarathon können viele neue Routen eingeweiht, neue Griffe eingechalkt und unbekannte Strukturen erkundet werden. Und auch die Sonntagskinder dürfen bei der umfangreichen Tombola auf einen kleinen Gewinn hoffen.

Das Startgeld beträgt 16 Euro (14 Euro bei Voranmeldung und Zahlung bis zum 28. Februar), die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Der Einlass erfolgt ab 16 Uhr. Mitmachen kann jeder ab 14 Jahren, Minderjährige benötigen die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten. Nach dem Klettermarathon feiert der Canyon Chorweiler außerdem noch mit Livemusik und Gulaschsuppe seinen vierjährigen Geburtstag. Wenn es Ihnen bei diesen Aussichten schon jetzt in den Fingern juckt und ihr Tanzbein von ganz alleine schwingt, sollten Sie sich dieses Kletterevent auf keinen Fall entgehen lassen!

http://www.canyon-chorweiler.de
http://www.canyon-chorweiler.de/fileadmin/pdf/3._KoelnKlette...
[rs]

[ 11 ]  Grenzgang: Die Salzkarawane - Nomade auf ZeitLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
"Wer in die Wüste geht, wird nicht derselbe bleiben, der er vorher war", sagt Karl Lueger. Er muss es wissen. Seit Jahrzehnten zieht es den fotobegeisterten Erlebnispädagogen und Touren-Veranstalter in die Ténéré. Durch diese Wüste im Norden der afrikanischen Republik Niger führt die Route der letzten großen Handelskarawane der Tuareg-Nomaden. Bis zu 300 Kamele, schwer beladen mit Datteln, Getreide und anderen Handelsgütern, schreiten vom steinigen Air-Gebirge Richtung Osten, zu den Salinen der Oasen Bilma und Fachi. Die 700-Kilometer-Wanderung verlangt ihnen und ihren Führern extreme Leidensfähigkeit ab. Knapp zwei Wochen lang stapft die Karawane täglich 17 Stunden durch das glühend heiße Dünenmeer. Lueger taucht nicht nur in diese endlose Weite ein, sondern auch in die Kultur der Tuareg, deren Lebensphilosophie ihm die Augen öffnet...

Köln, Alte Feuerwache, 28. Februar, 19 Uhr

Weitere Veranstaltungen:
21.02.10 IRLAND, Aachen, Cineplex, 14:30 Uhr
21.02.10 SCHOTTLAND, Aachen, Cineplex, 18:30 Uhr
28.02.10 MADAGASKAR, Köln, Alte Feuerwache, 15 Uhr
07.03.10 DIE FARBEN INDIENS, Düsseldorf, Savoy Theater, 14.30 Uhr
07.03.10 NORDINDIEN, Düsseldorf, Savoy Theater, 18.30 Uhr

DAV-Mitglieder erhalten im Vorverkauf eine Ermäßigung.
http://www.grenzgang.de
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[ 12 ]  Neue Skitouren-FührerLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Kitzbühel gehört in Europa zu den Top-Adressen in Sachen Skilauf. Die wilde Abfahrt über die Streif ist berühmt und berüchtigt zugleich. Doch die Gegend um den Skiort mit Weltruf ist nicht nur hip und mondän. Sie lockt auch Wintersportler, denen ein einsamer Hang mehr zusagt als eine volle Piste. Und butterweicher Pulver mehr als brettharter Kunstschnee. Skitourenfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Die grasigen Gipfel sind meist sanft und rund geformt. Sie bieten vor allem weniger versierten Skibergsteigern eine Vielzahl an Tourenmöglichkeiten. Der Panico-Führer von Markus Stadler beschreibt mehr als 100 Routen. Zu jeder Tour gibt er wichtige Details wie Lawinengefahr, Hangrichtung, Aufstiegszeit und Schwierigkeit an. Geländefotos, auf denen Anstiegs- und Abfahrtswege eingezeichnet sind, erleichtern die Orientierung enorm. Insgesamt ein sehr empfehlenswerter Führer in typischer Panico-Qualität. Und eins ist sicher: Gar so wild wie auf der Streif geht es auf diesen Skitouren nicht zur Sache.

Markus Stadler: Skitourenführer Kitzbüheler Alpen, Panico Alpinverlag, 240 Seiten, 22,80 Euro.

Weitere Skitouren-Neuheiten aus dem Panico-Verlag:
Dieter Elsner, Michael Seifert: Lechtaler Alpen, 216 Seiten, 22,80 Euro.
Jan Piepenstock: Silvretta, 180 Seiten, 19,80 Euro.
Hubert Schüle u.a.: Super-Haute-Route, 228 Seiten, 19,80 Euro.

http://www.panico.de


    
 
Oft ist es Liebe auf den ersten Blick. Es gibt wohl kaum jemand, der sich der Anziehungskraft der Dolomiten entziehen kann. Schroffe Kalkburgen, weite Täler, kühne Felsnadeln, einsame Karsthochflächen lassen Bergsteigerherzen höher schlagen. Doch auf den ersten Blick sehen die Dolomiten wenig skifreundlich aus: Zu steil, zu abweisend, zu felsig präsentieren sie sich. Die gute Nachricht für Skibergsteiger: Der Schein trügt. Es gibt viele reizvolle Touren. Nicht immer ist dabei ein Gipfel das Ziel. Oft endet eine Skibesteigung in einer Scharte oder auf einem Bergrücken am Fuß des steilen Gipfelaufbaus. Stefan Herbke stellt in seinem Skitourenführer Dolomiten aus dem Bergverlag Rother 50 Routen vor. Sie führen zum Beispiel in die Sennes- und Fanesgruppe, in die Marmolada, in die Geislergruppe oder in die Sextener Dolomiten. Kleine Tourenkarten, Beschreibungen der Anstiegswege und ein Tourensteckbrief mit Infos wie Lawinengefahr, Anforderungen und Höhenunterschied erleichtern dem Skibergsteiger die Planung der Route. Das Büchlein ist ein praktischer Begleiter für jeden Skiausflug in die laut Reinhold Messner "schönsten Berge der Welt".

Stefan Herbke: Dolomiten, Rother Skitourenführer, 144 Seiten, 12,90 Euro.

Weitere Skitouren-Neuheiten aus dem Rother Bergverlag:
Dieter Seibert: Allgäuer Alpen, 128 Seiten, 12,90 Euro.
Gerald Sagmeister, Christian Wutte: Kärnten West, 128 Seiten, 12,90 Euro.
Michael Waeber: Haute Route, 176 Seiten, 14,90 Euro.

http://www.rother.de


    
 
Die "weiße Magie" nennen die Autoren Franco und Laura Gionco die Passion des Skitourengehens. An dem Zauber wollen sie auch andere Skibergsteiger teilhaben lassen. Ihr Skitourenatlas Trentino, erschienen im Kompass-Verlag, bietet einen Streifzug durch die schönsten Gebiete zwischen Ortler und Marmolada, zwischen Brenta und Gardasee. 47 Routen stellt das Autorenduo vor, darunter kurze Anstiege und lange Trails. Einsteiger, Genießer und Fans von Steilabfahrten werden in dem Buch fündig. Im Tourenprofil sind wichtige Fakten wie Ausgangspunkt, Aufstiegszeit und Schwierigkeitsgrad festgehalten. Routenbeschreibungen, Karten, Fotos und Autoren-Tipps unterstützen den Leser bei der Auswahl seines Ziels. Eine CD mit allen Touren zum Ausdrucken liegt dem Führer auch bei. Das spart Gewicht im Rucksack. Das Buch bietet einen guten Überblick über die Skitouren-Highlights in der Trentino-Region.

Franco und Laura Gionco: Skitouren-Atlas Trentino, Kompass, 135 Seiten, 14,95 Euro.

Weitere Skitouren-Neuheit aus dem Kompass-Verlag:
Siegfried Garnweidner: Großer Skitouren-Atlas Bayerische Alpen und Nordtirol, 288 Seiten, 16,95 Euro.

http://www.kompass.at
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[ 13 ]  Gleumes EventsLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Nach Hanoi, auch bekannt als "Stadt innerhalb der Flüsse", führt Sie Joachim von Loeben mit seinem Vortrag "Impressionen einer Weltreise" am 25. Februar um 19:30 Uhr im Landkartenhaus Gleumes.

Viele träumen von einer Weltreise, doch die Verwirklichung bleibt meist ein Traum. Der Finanzberater und Globebiker Joachim von Loeben bewies großen Mut, als er 2007 sein Motorrad bestieg und zu einer zweijährigen Reise rund um den Globus aufbrach. Viele Bekannte aus seinem persönlichen Umkreis waren skeptisch und brachten es mit folgenden Worten prägnant auf den Punkt: "Da kommst du nicht lebend zurück". Doch trotz aller Bedenken wagte er das Abenteuer - jeder Jeck ist eben anders. Das Resultat: fünf Kontinente, 60 Länder und 112.000 km. Sein Weg führte ihn quer durch Arabien, Asien, die Mongolei, China, Amerika, Feuerland sowie Afrika - und das war nur ein kurzer Ausschnitt seiner zurückgelegten Route.

    
 
Der Komfort auf dieser Reise ist zwar als mangelhaft zu bezeichnen, der gesammelte Erfahrungsschatz verdient jedoch allemal das Prädikat "besonders wertvoll". Seine persönlich schönsten Momente erlebte er abseits des Motorradsattels, zum Beispiel bei einer Bergwanderung rund um den Annapurna und einer Vipassana Schweigemeditation in Indien. Durch seine ungezwungene Erzählweise eröffnet sich dem Zuhörer eine faszinierende, mannigfaltige Welt mit ihren oft sehr gegensätzlichen Facetten, spannenden Abenteuern und amüsanten Anekdoten.

Nachdem Joachim von Loeben bereits im Herbst 2009 über die Etappe von Alaska bis Feuerland berichtete, steht nun sein erster Wegabschnitt von Köln quer durch Asien bis nach Hanoi im Mittelpunkt. Neben faszinierenden Landschaften und verschiedenen Kulturen liegen ihm besonders die Menschen am Herzen, die ihr oft hartes und entbehrungsvolles Dasein mit Würde und beeindruckender Lebensfreude meistern. Unter dem Motto "Reise und tue Gutes" und der damit verbundenen Unterstützung karitativer Projekte in aller Welt versucht er, diesen Menschen auch praktisch unter die Arme zu greifen.

http://www.gleumes.info/event
http://www.triparoundtheworld.de
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[ 14 ]  Die 4. Dimension - Kletter- und BoulderlehrbuchLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Nach "Kinderkopf und Affenhaus - das Softwarebuch" und "Hexen und Exen - das Hardwarebuch" ist "Die 4. Dimension" der dritte Teil der Lehrbuchreihe von Geoquest. Zusammen decken sie den gesamten Themenbereich des Klettersports sehr tiefgründig ab.

In diesem Band geht es um Bewegungslehre, Kletter- und Trainingsmethoden. Im ersten Kapitel stehen die Bewegung in der Vertikalen, Füße und Tritte, Griffe und Hände sowie der Körperschwerpunkt im Mittelpunkt. Anschließend werden unterschiedliche Wandneigungen mit ihren Eigenheiten erläutert und wie man sie gut klettern kann beschrieben. Ein sehr langes Kapitel befasst sich danach mit den verschiedenen Felsstrukturen, wie z. B Rissen, Verschneidungen und Kanten. Es folgen etwas kürzere Kapitel zu den Themen Bouldern, Routenklettern, Training, Verletzungen und Wettkampf. Im Anhang befindet sich ein Glossar mit Verweisen zu den ausführlichen Textstellen.

Gerald Krug beschreibt sehr anschaulich und verständlich den Sachverhalt. Schon allein durch den Text kann man sich das Beschriebene, sei es die Felsstruktur oder die Kletterbewegung, gut vorstellen. Er erklärt in welche Richtung man mit den eigenen Gliedmaßen drücken bzw. ziehen muss und warum. Sehr viele Fotos aus Klettergebieten, Hallenaufnahmen und Zeichnungen tragen zum Verständnis bei. Einige Bilderserien zeigen den Bewegungsablauf. Zusätzlich beschreibt er auch Übungen zum Erlernen und Verbessern mancher Technik. Am Ende der Abschnitte folgt eine Liste an Routenbeispielen, meistens aus Europa, zu dem jeweiligen Abschnittsthema. Zwischendurch lockern kurze, persönliche Geschichten von Kletterern die Theorie auf.

Wir klettern im dreidimensionalen Raum, aber was ist eigentlich die 4. Dimension daran? Dazu schreibt Gerald Krug in seinem Vorwort: "Wir üben, trainieren und kämpfen, um in ihm (Anmerkung der Redaktion: dem 3D-Raum) schwerer klettern zu können. Eine vierte Dimension lassen wir dabei aber allzu oft außer Acht und berauben uns damit vieler Möglichkeiten, Hemmnisse abzubauen und Grenzen zu durchbrechen. Diese vierte Dimension ist allerdings nicht außen zu suchen, sondern der Raum in unserem Kopf. Unsere Gedanken und Gefühle, die Psyche und natürlich auch kognitive Leistungen sind beim Klettern entscheidendere Faktoren, als Bizeps und Affenfaktor."

Geoquest Verlag, ISBN 978-3-00-027868-6, Preis 29,00 €
http://www.geoquest-verlag.de/?q=node/166
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[ 15 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter AusrüstungLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Auf zwei Rädern hinein ins Abenteuer: Dieses Risiko wagten die zwei Referenten der unten genannten Vorträge - einmal mit dem Fahrrad und einmal mit der motorisierten, großkalibrigen Variante.

So berichtet der Fotojournalist Steffen Hoppe am 24. Februar um 20:30 Uhr in seiner Multivisionsshow "Am Nil - mit dem Fahrrad und zu Fuß" von seiner Reise entlang des Nils von der Mittelmeerküste Ägyptens bis zu den Quellgebieten in Uganda und Äthiopien. Auf zahlreichen Reisen erleben Steffen und seine Frau Regina unzählbare Abenteuer und lernen Land und Leute eingehend kennen. Sie sind gefesselt von der Vorstellung, den Wassermassen flussaufwärts zu seinen Ursprüngen im Inneren des Kontinents zu folgen.

Pure Spannung und grenzenlose Neugier treiben sie um jede neue Biegung des großen Stroms, immer wieder öffnet sich ein neuer Horizont. Die daraus entstandenen Fotografien sprechen für sich und erzählen von dampfenden Regenwäldern, tanzenden Derwischen auf den Friedhöfen von Omduram und der mystischen Atmosphäre an den Pyramiden der Schwarzen Pharaonen in Meroe. Unterwegs "Am Nil" bedeutet somit traumhafte Landschaften, einzigartige Begegnungen mit den Landesbewohnern und natürlich jede Menge Spaß!

    
 
Nicht minder ehrgeizig ist das Projekt "Cologne-Shanghai", von dem der Kölner Übersetzer Erik Peters am 10. März um 20:30 Uhr in seinem Lichtbildvortrag berichtet. Getreu dem Motto "Es gibt Tage, da will man(n) einfach nur weg!" bricht er im Sommer 2006 mit seinem Freund Alain zu einer unglaublichen Motorradtour nach Shanghai auf. Einfach losfahren, anstatt jahrelang zu planen. Insgesamt 17.000 km Schotterpisten, unwegsames Gelände und spannende Erlebnisse warten auf sie.

Natürlich bleiben den beiden Abenteurern technische Probleme, korrupte Dorfpolizisten und andere Schwierigkeiten nicht erspart, jedoch überwiegen eindeutig die positiven Erfahrungen - wie eine feucht-fröhliche Hochzeitsfeier, um nur ein Beispiel zu nennen. Und schließlich wussten sie, dass sie keine Pauschalreise antreten. Aber es hat sich gelohnt, oder wie Erik Peters es formuliert: "Es gibt auch heutzutage noch Abenteuer".

http://www.globetrotter.de/de/filialen/koeln/events
http://www.babaldia.de
http://www.cologne-shanghai.de
[rs]

[ 16 ]  Mammut Safety AppLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Es gibt für fast alles eine App, verspricht die Werbung. Jetzt erobern die kleinen quadratischen Felder auch die Mobiltelefone von Alpinisten: Die Safety App der Firma Mammut liefert Bergsportlern laut eigener Beschreibung Basisinformationen zur individuellen Beurteilung von Lawinengefahr. In ansprechender Grafik zählen zu den Funktionen ein Gefällemesser zur Bestimmung der Hangneigung, ein Kompass zur Bestimmung der Hangausrichtung sowie ein Höhenmesser. Ergänzend zu den funktionellen Elementen bietet die App darüber hinaus allgemeine Informationen zur Lawinengefahr.

Wer sich eingehender mit dem Thema Gefahr und Entstehung von Lawinen beschäftigen möchte, lässt sich auf die Internetseiten des National Snow and Ice Data Center weiterleiten, um das dort hinterlegte Wissen rund um Lawinen zu durchstöbern. Zur lokalen Bewertung sind die Lawinenwarndienste zahlreicher Nationen verlinkt. Für deutsche Schneegebiete landet man so z. B. auf den Seiten des Lawinenwarndienstes Bayern.

    
 
Im Selbstversuch erwiesen sich die angebotenen Funktionen durchaus als hilfreich. Besonders der Gefällemesser mit zuschaltbarer Kamera liefert nicht nur im alpinen Terrain aufschlussreiche Informationen über Hangneigungen sondern lässt sich hilfsweise auch als Wasserwaage einsetzen. Unter freiem Himmel ermittelt der Höhenmesser die aktuelle Seehöhe, die Angaben unterliegen jedoch einigen Schwankungen und können daher nur als Richtwerte verstanden werden.
Zu berücksichtigen ist, dass die App ausschließlich englischsprachig zur Verfügung steht und der Kompass nur auf der Software des iPhone 3GS läuft. Bei anderen Versionen fehlt dieses Element.

Zusammenfassend ist die Safety App ein interessantes Tool, das sowohl Neulingen als auch erfahrenen Alpinisten nützliche Anhaltspunkte liefert, jedoch keinesfalls einen Ersatz für fundiertes Fachwissen oder spezielle Sicherheitsausrüstung darstellt. Zu Letzterem darf deshalb natürlich ein werbewirksamer Link zum entsprechenden Equipment auf der Homepage der Firma Mammut nicht fehlen. Zum kostenlosen Download der Safety App gelangt man über die Internetseite von Mammut oder direkt im App Store von iTunes.

http://www.mammut.ch/en/safetyapp.html
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Impressumzum Seitenanfang
Herausgeber: Deutscher Alpenverein, Sektion Rheinland-Köln e.V.
Redaktion: Tobias Aigner [ta], Eva Jouaux [ej], Karl-Heinz Kubatschka [kk] (verantwortlich), Ulrike Perniok [up], Monika Rech [mr], Karin Spiegel [ks], Rebecca Spittel [rs], Yvonne Wankerl [yw]
Kontakt: webmaster@dav-koeln.de
Auflage: 11.300 Empfänger

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Jubiläum 150 Jahre Deutscher Alpenverein
Kommen Sie zum 12. Kölner AlpinTag am 26.10.2019

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