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ALPINEWS 01/2010


Newsletter des Kölner Alpenvereinsvorherige Ausgabenächste Ausgabe
ISSN: 1617-0563 / 105. Ausgabe / 12. Jahrgang / Köln / 09.01.2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Kölner Alpenverein wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!

Inhaltzum Seitenanfang
[ 01 ]  Ein gutes neues Jahr!
[ 02 ]  Die neuen Redaktionsmitglieder stellen sich vor
[ 03 ]  Vortrag: SKITRANSALP Gardasee - Kochelsee
[ 04 ]  Vormerken: Mitgliederversammlung am 22. April
[ 05 ]  Projekt: Freiwilliges Soziales Jahr
[ 06 ]  Auszeichnung für Mitglieder des Kölner Alpenvereins
[ 07 ]  Der DAV Summit Club
[ 08 ]  Interview mit Thomas Huber: Eternal Flame
[ 09 ]  Mammut Test&Feel Tour 2010
[ 10 ]  Kinostart: Nanga Parbat
[ 11 ]  Gleumes Events
[ 12 ]  Neue Wiedersehens-Sendung des WDR
[ 13 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter Ausrüstung
[ 14 ]  Neues vom Panico-Verlag
[ 15 ]  Erstbegehung "Moonwalk"
[ 16 ]  Grenzgang: 30 Jahre Abenteuer Wüste
[ 17 ]  Neue Klettersteigführer aus dem Alpinverlag
[ 18 ]  Wheelie der Wanderanhänger

Service - Kölner Alpenvereinzum Seitenanfang
Mitglieder-Service: http://www.service.dav-koeln.de
Veranstaltungen: http://www.n30.dav-koeln.de

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[ 01 ]  Ein gutes neues Jahr!Link zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 

Der Kölner Alpenverein und die
Redaktion der ALPINEWS wünschen allen
Mitgliedern und Freunden ein gutes,
neues Jahr mit viel Gesundheit und
Erfolg und vielen schönen Erlebnissen
in den Bergen!


[ 02 ]  Die neuen Redaktionsmitglieder stellen sich vorLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Nach dem Aufruf wegen "Unterstützung für die Redaktion" in der Ausgabe 10/2009 haben sich sechs Interessentinnen und Interessenten gemeldet, die nun auch alle mitmachen. Seit der November-Ausgabe sind die ALPINEWS also ein Gemeinschaftswerk ...

    
 
Tobias Aigner: Für die ALPINEWS zu schreiben ist für mich fast eine Therapie. Denn als Wahl-Kölner und Oberbayer lindere ich so die Sehnsucht nach den weit entfernten Bergen. Trotzdem befiehlt mir meine innere Stimme immer wieder, Richtung Süden aufzubrechen. Dann balanciere ich über den Watzmanngrat, spüre den Dolomitenkalk an meinen Fingerspitzen, male ein paar Zöpferl in den Chiemgauer Pulverschnee oder streife durch die patagonische Wildnis. Beruflich arbeite ich als Wirtschaftsredakteur.

    
 
Eva Jouaux: Nachdem ich vor einigen Jahren auf Korsika dem Wandern und etwas später dem Klettern verfallen bin, kam ich zum Alpenverein. Bisher war ich eher ein passives Mitglied der Sektionen Karlsruhe, Freiburg und Köln, was ich schon länger mal ändern wollte. Da kam mir die Suche nach neuen Redaktionsmitgliedern wie gerufen: hier kann ich mein Interesse am Bergsport und meine verfügbare Zeit ideal einbringen und es macht obendrein noch Spaß.


    
 
Ulrike Perniok: Ich bin 43 Jahre alt und habe drei Kinder im Alter zwischen 16 und 11 Jahren. Ich mag Sport in der Natur: jogge regelmäßig, fahre gerne Kajak und bin gerne per Rad unterwegs. Nach meiner ersten Hüttentour in den Karnischen Alpen bei bestem Wetter im September 2009 wollte ich sowieso dem Alpenverein beitreten, denn das sollte nicht meine letzte Tour gewesen sein! Da kam Kalles Aufruf zur richtigen Zeit, ganz spontan habe ich mich gemeldet. Und ich hoffe, Euch macht das Lesen soviel Spaß, wie mir das Schreiben!

    
 
Monika Rech: Als gebürtige Kölnerin ergreife ich so oft wie möglich die Flachland-Flucht. Ski- und Schlittenfahren im Winter, Klettern, Mountainbiken und Wandern im Rest des Jahres. Alles, was recht ist - so lebenswert Köln auch sein mag, in den Bergen ist's doch schöner. Durch die Mitarbeit bei den ALPINEWS habe ich die Freude, mich einmal im Monat gedanklich aus den Tälern des IT-Journalismus in die glitzernde Alpenszenerie zu beamen.


    
 
Rebecca Spittel: Der Name Rebecca kommt aus dem Hebräischen und bedeutet "die Fesselnde". Die Berge haben mich jedoch während des Großteils meiner 22 Jahre herzlich wenig interessiert, geschweige denn gefesselt - bis ich 2006 meinen "Jungfernberg", den 2.501 m hohen Säntis, bestiegen habe. Obwohl ich dessen wortwörtliche Bezwingung eher als meinen persönlichen Kreuzweg empfand, erwachte in mir damals nicht nur der Ehrgeiz, sondern auch die Leidenschaft für die Berge. Und heute? Heute studiere und lebe ich in Köln, laufe meine Runden durch den Stadtwald und schreibe Artikel für die ALPINEWS. Warum? Wegen der schönen Artikellandschaften, den interessanten Menschen und des Erfahrungsschatzes, der auf dem Weg von Ausgabe zu Ausgabe wächst.

    
 
Yvonne Wankerl: Die Liebe zu den Bergen entdeckte ich schon während der gemeinsamen Urlaube mit meinen Eltern - heute bereise ich bei jeder Gelegenheit den alpenländischen Raum. Beim Bergsteigen und Mineraliensammeln schöpfe ich Kraft für den Alltag, Bewegung und Natur sind für mich ein wichtiger Ausgleich zu meiner sitzenden Bürotätigkeit. Darüber hinaus bin ich als Inline-Speedskaterin aktiv und reise zu Wettkämpfen im In- und Ausland. In meinem Sportverein machte ich auch erste Schritte in der Öffentlichkeitsarbeit und verspürte den Wunsch, mich auf diesem Gebiet weiterzuentwickeln. Die Mitarbeit an den ALPINEWS bietet hierzu eine gute Möglichkeit, gleichzeitig kann ich mich für eine weitere Herzensangelegenheit einsetzen!

Komplettiert wird die Redaktion durch Karin Spiegel, die sich vor allem um die Endkorrektur kümmert und ihre jahrelange Erfahrung aus der Redaktion der gletscherspalten mit einbringt. Kalle Kubatschka ist natürlich auch weiterhin mit im Boot, jetzt als "Chefredakteur" :)

http://www.alpinews.de
[kk]

[ 03 ]  Vortrag: SKITRANSALP Gardasee - KochelseeLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Spaß statt Speed - das vielzitierte Motto, unter welchem das Unternehmen Skitransalp des erfolgreichen Bergsportfotografen Bernd Ritschel stand. Im März 2009 brach dieser mit drei Freunden in Riva del Garda auf, um die Alpen in einer anspruchsvollen Tour an ihrer breitesten Stelle mit Tourenski zu überqueren. Dabei passierten sie zahlreiche hohe Gipfel, darunter auch die Wildspitze, die Weißkugel, den Cevedale und den Adamello. Am Ende waren sie 17 Tage unterwegs, um ohne Liftunterstützung die 325 km und 20.000 Höhenmeter zu bewältigen und wohlbehalten wieder in Bad Kohlgrub anzukommen. Doch auch die Wetterverhältnisse waren "all inclusive": Von großen Neuschneemengen, starken Höhenstürmen und Temperaturen von -20 Grad bis zu sonnigen, wolkenlosen Stunden am Berg war alles dabei.

    
 
So erzählt Bernd Ritschel in seinem 90-minütigem Multivisionsvortrag nicht nur von den lebenswichtigen Voraussetzungen, in den Bergen spontan, flexibel und kompromissbereit zu sein, sondern berichtet auch von seinen persönlichen emotionalen Erlebnissen im Grenzbereich. Für visuelle Stimulation sorgen über 300 Aufnahmen und rund 20 Videosequenzen, die den Betrachter in das Abenteuer Skitransalp eintauchen lassen. Ein sinnlicher Genuss für Skifahrer, Skitourengänger, Bergsteiger und Fotofreunde!

    
 
Der Vortrag findet am 15. Januar um 20:00 Uhr in der Barbara-von-Sell-Schule (Niehler Kirchweg 118) statt. Karten gibt es auch weiterhin im Vorverkauf bei Globetrotter Ausrüstung und in unserer Geschäftsstelle in der Clemensstraße. Ebenso besteht die Möglichkeit einer online-Reservierung. Der Eintrittspreis beträgt regulär 8 Euro, für Mitglieder 5 Euro und für Kinder und Jugendliche 2,50 Euro. Als kleines Schmankerl werden unter allen Besuchern Sachpreise der Firmen Mountain Equipment und Gore-Tex verlost.

    
 
Falls Sie angesichts der eisigen Impressionen Feuer gefangen haben, bietet der DAV Summit Club, der auch Sponsor dieser Vortragstour ist, für routinierte Skibergsteiger noch ein ganz besonderes Highlight: Einen Skitransalp auf der Originalroute von Bernd Ritschel und seinen Freunden. Nähere Informationen dazu finden Sie unter:
http://www.dav-summit-club.de/detail/code/SDTRAORG.html

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/vortraege.cgi#4
http://www.skitransalp.com/
[rs]

[ 04 ]  Vormerken: Mitgliederversammlung am 22. AprilLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Der Vorstand lädt jetzt schon alle Mitglieder herzlich zur jährlichen Mitgliederversammlung ein. Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, sich aktiv an der Gestaltung unserer Vereinsziele und den Wahlen zu den Gremien zu beteiligen!

Die Mitgliederversammlung wird wie immer im Großen Saal des Kolpinghauses International in der St. Apernstraße 32 stattfinden.

Die Tagesordnung finden Sie auf unserer Website, wo in Kürze auch die Einladungsschrift mit den Wahlvorschlägen zu den Gremien und den ergänzenden Informationen veröffentlicht wird.

http://mv.dav-koeln.de
[up]

[ 05 ]  Projekt: Freiwilliges Soziales JahrLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Bereits seit dem 1. August 2008 hat der Kölner Alpenverein eine Stelle im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport besetzt. Die Stelle, gefördert durch die Sportjugend NRW, hat ihren Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendarbeit. Die Sektion möchte Klettern als Schulsport unterstützen und will mit Schulen im Kölner Stadtgebiet und im Kölner Umfeld kooperieren, um den Klettersport in den Schulen zu etablieren. Zudem wurde die FSJ-Stelle eingerichtet, um die Jugendarbeit im Verein und junge Leistungssportler zu unterstützen und zu fördern.

Bislang werden die Kapazitäten des derzeitigen FSJler, Stefan Wagner, allerdings noch nicht ausreichend wahrgenommen. Gefragt sind Schulen, Vereine und Institutionen, die Interesse haben, ihre Schüler, Mitglieder oder Teilnehmer gezielt und unter fachkundiger Anleitung ans Klettern heranzuführen. Der Kölner Alpenverein bietet damit eine einmalige Chance, Kinder und Jugendliche mit dem Kletter- und Alpinsport in Berührung zu bringen und sie darüber hinaus in ihrer Persönlichkeitsbildung zu fördern, soziale Verhaltensweisen zu vermitteln und zu persönlichem Engagement zu motivieren.

Interessenten wenden sich bitte an Florian Schmitz oder Oswald Palsa.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?florian_schmitz
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/persuche.cgi?oswald_palsa
[mr]

[ 06 ]  Auszeichnung für Mitglieder des Kölner AlpenvereinsLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Jährlich zeichnet der Stadtsportbund Köln im Rahmen seines "Danke-Schön-Kaffees" Personen aus, die sich durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in Kölner Sportvereinen besonders verdient gemacht haben. Bei der diesjährigen Ehrung am 20. November 2009 wurde die Auszeichnung auch zwei Mitgliedern des Kölner Alpenvereins zuteil. Im festlichen Rahmen erhielten Heinz Arling und Reinhold Nomigkeit die Ehrenurkunde aus der Hand des Vorstandes des Stadtsportbundes Köln für ihre Verdienste.

Der TTC Rot-Gold sorgte als Gastgeber der Veranstaltung in seinem Vereinsheim für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Als Gäste wohnten der Ehrung die Moderatorin Ulrike von der Groeben und die 1. Bürgermeisterin der Stadt Köln, Elfi Scho-Antwerpes bei. Heinz Arling und Reinhold Nomigkeit sind zwei von insgesamt 23 ehrenamtlich tätigen Personen, die in 2009 die Auszeichnung des Stadtsportbundes erhielten. Das ehrenamtliche Engagement bewiesen die beiden im Laufe ihrer über 30jährigen Mitgliedschaft im Kölner Alpenverein auf vielfältige Weise.

Heinz Arling war als Ausbilder (Bergsteigen, Klettersteige, Eis-/Hochtouren) tätig und bekleidete viele Jahre die Ämter des Naturschutzreferenten und des 1. und 2. Vorsitzenden. 2004 wurde er zudem zum Ehrenvorsitzenden der Sektion ernannt. Als Naturschutzreferent des DAV-Landesverbandes NRW setzt er sich heute für einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen des Bergsports und den Erfordernissen des Naturschutzes ein.

Reinhold Nomigkeit hat sich über viele Jahre als Ausbilder (Klettern, Eis-/Hochtouren), Leiter der Klettergruppe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit in die Sektionsarbeit eingebracht. Mit seinem besonderen Engagement sorgte er für die Eröffnung der Kletteranlage Hohenzollernbrücke, für die er heute als DAV-Beauftragter zuständig ist.

Der Vorstand des Kölner Alpenvereins gratuliert den Beiden ganz herzlich zu ihrer Auszeichnung!

http://www.ssbk.de
[yw]

[ 07 ]  Der DAV Summit ClubLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Verwundert bin ich bei Gesprächen mit (neuen) Mitgliedern immer wieder darüber, wie der "Summit Club" wahrgenommen wird. Kennen tut ihn ein jeder, aber:

Er ist nicht irgendeine Bergsteigerschule, sondern er ist die Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins. Er ist eine 100%ige Tochter, also ein Teil des DAV. Alle erwirtschafteten Überschüsse kommen dem DAV und damit den Mitgliedern zugute. Insofern sollte jedes DAV-Mitglied die Angebote des DAV Summit Club berücksichtigen, wenn eine Tourenwoche oder eine Reise mit einer Bergsteigerschule unternommen wird.

Der DAV Summit Club hat mit dem neuen Katalog 2010 sein Angebot auch noch weiter verbessert. Erstmals gibt es Frühbucherrabatte und viele Termine mit gesicherter Durchführung. DAV-Mitglieder erhalten weiterhin den DAV-Bonus: einmal im Jahr 30 Euro auf eines der über 400 Angebote. Bestellen Sie Ihren neuen "Summit" direkt unter: katalog@dav-summit-club.de.

    
 
Der DAV Summit Club ist auch 2010 weltweit unterwegs, mit knapp 30 neuen, zeitgemäßen und kreativen Angeboten. Von der Antarktis bis zu den Philippinen reicht die Palette.

So werden z.B. die "Everest Summit Lodges" und "Mountain Lodges of Peru" (TODO!-Preis für Sozialverantwortlichen Tourismus 2009) durch ein neues, beispielhaftes Öko-Komfort-Lodge-Konzept in Chile ergänzt: Eco Camp Patagonia.

Ganz im Sinne sozial verantwortlichen Reisens und fairer Kooperation erhalten 50 gut ausgebildete Summit Local Guides in Nepal 2010 gratis neue, hochwertige Dienstausrüstung bzw. -kleidung von dessen Industriepartnern: adidas spendiert Trekkingschuhe, Deuter Rucksäcke und SALEWA funktionelle Bergbekleidung. Die Übergabe erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Aus- und Fortbildung.

Wie wir bereits berichtet haben, findet vom 22. bis 24. Januar das 35. Bergsteigertreffen Summit 2010 in Berchtesgaden statt. Der Eintrittspreis für das Wochenende unterm Watzmann beträgt 50 Euro, wird aber bei Buchung eines Kurses oder einer Reise zu 100 Prozent angerechnet.

http://www.dav-summit-club.de
http://www.dav-summit-club.de/home/bergsteigertreffen.html
[kk]

[ 08 ]  Interview mit Thomas Huber: Eternal FlameLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Die Huberbuam haben wieder zugeschlagen. Am Nameless Tower im pakistanischen Karakorum-Gebirge gelang Thomas und Alexander die erste freie Begehung von "Eternal Flame" - 24 Seillängen mit Schwierigkeiten bis 9+. Die Route gilt als Meilenstein der Alpingeschichte. Wolfgang Güllich und Kurt Albert haben sie vor 20 Jahren erstbegangen.

Im Interview mit ALPINEWS verrät Thomas Huber, warum die Schönheit der Route von innen kommt, wie das Auge den Klettererfolg sichert und was ein Achttausender mit einem Kaiserschmarrn gemeinsam hat.


    
 
Thomas, Du bezeichnest Eternal Flame als eine der schönsten Kletterrouten der Welt. Was macht ihren Reiz aus?
Wahre Schönheit kommt von innen, sagt man. Das ist bei Eternal Flame genauso. Die Erstbegeher waren Wolfgang Güllich und Kurt Albert. Die beiden gehörten nicht zu den Eroberungsalpinisten, die nur auf den Gipfelerfolg scharf waren. Für sie zählte, wie eine Route begangen wird. 1989 haben sie Eternal Flame schon zu 80 Prozent frei geklettert und damit eine neue Ära des Freikletterns in großen Höhen eingeläutet. Das hat uns angespornt, diese Geschichte durch die erste Rotpunkt-Begehung fertig zu schreiben. Außerdem reizt der Nameless Tower mit perfektem Granit, wie wir ihn aus dem Yosemite Valley kennen. In dieser großen Höhe ist das ungewöhnlich. Der Granit ist dort normalerweise poröser und grobkörniger.

    
 
Wo lagen die größten Schwierigkeiten in der Route?
In der zweiten Seillänge gab es einen Pendelquergang und in der zehnten eine Bohrhakenleiter. Hier mussten wir erst mal einen kletterbaren Weg finden. Klettertechnisch lagen die Schwierigkeiten vor allem in haarfeinen Risssystemen und anspruchsvoller Plattenkletterei bis zum oberen neunten Schwierigkeitsgrad. Und das auf mehr als 6.000 Meter. Wir waren zwar absolut fit, aber in der dünnen Luft ist das wirklich sehr schwierig.

Vor Euch haben schon andere Spitzenkletterer versucht, die Route frei zu begehen. Der Baske Iker Pou im Jahr 2005, zum Beispiel. Ohne Erfolg.
Richtig, aber Iker hat damals schon eine Umgehung für die Bohrhakenleiter gefunden, im 10. Schwierigkeitsgrad. Wir glauben jedoch, dass man seine Variante heute nicht mehr klettern kann, weil da ein Griff ausgebrochen ist.

    
 
Was habt Ihr besser gemacht als Pou und die anderen?
Unsere Übersicht hat uns den Erfolg gebracht. Am Anfang, auf 5.600 Metern, stießen wir auf eine glatte, vier Meter hohe Platte. Die Stelle haben wir rechts umklettert. Die Schwierigkeiten waren dabei gar nicht so extrem, "nur" 8+. In der Wandmitte kam dann die Seillänge mit der Bohrhakenleiter. Da haben wir wieder eine Rechtsschleife gemacht, eine sehr elegante Lösung im 9. Grad. In diesen Situationen profitierten wir vor allem von unserem geschulten Auge. Man muss die kletterbaren Varianten in zehn Metern Entfernung noch erkennen können. Iker Pou fehlte dazu wahrscheinlich die Erfahrung. Gemessen am Kletterkönnen hätte er unsere Route leicht geschafft.

Nun habt Ihr eine Geschichte zu Ende geschrieben, die mit Güllich und Albert begann. Waren die beiden Idole für Dich?
Ja, große Idole sogar. Wolfgang Güllich vor allem wegen seines Kletterkönnens. Und Kurt Albert, weil er der verrückte Kopf in dieser Seilschaft war. Er ist immer neugierig, heute noch. Dass wir die Geschichte der beiden fertig schreiben durften, macht uns stolz.

    
 
Eure Expedition startete in Pakistan - ein Land, bei dem viele an Terror denken. Habt Ihr Euch bedroht gefühlt?
Nein. Unsere Agentur hat uns perfekt durchgeschleust. Sie weiß, wo Terror-Ziele wie große Hotels, Militär- oder Polizeistationen liegen, und meidet sie. Gleich in der ersten Nacht haben wir in einem Hostel geschlafen, wo keiner hinkommt. Bergsteiger können heute durchaus nach Pakistan fahren, allerdings nur mit einer guten Agentur. Eine Empfehlung findet man auf unserer Internetseite.

Euer nächstes Projekt wird Euch nach Patagonien führen. Verratet Ihr schon mehr darüber?
Sagen wir mal so: Wer den Film "Am Limit" gesehen hat, weiß, was wir da noch vorhaben.

Wirst Du Dich weiter aufs Freiklettern konzentrieren? Du hast ja auch eine große Leidenschaft fürs Expeditionsbergsteigen.
Professionell stehen die Expeditionen künftig im Vordergrund. Aber zu Hause werden Freiklettern und Bouldern meine größten Steckenpferde bleiben. Auch mit 43 Jahren ziehe ich noch richtig schwere Boulder. Das funktioniert noch alles.

    
 
Ist Klettern die richtige Vorbereitung für Deine Expeditionen? Kommt das Konditionstraining da nicht zu kurz?
Auf eine Expedition bereite ich mich nur einen Monat lang vor, mit ein paar Bergläufen. Das genügt. Ich bin ja kein Speed-Bergsteiger wie Christian Stangl, sondern konzentriere mich auf technisch anspruchsvolle Wände. Da geht alles viel langsamer. Wenn ich die 8.000er hochlaufen wollte, müsste ich natürlich speziell trainieren. Aber das reizt mich nicht.

Warum nicht?
Keine Ahnung, das ist einfach so. Der eine isst eben gerne einen Kaiserschmarrn, der andere nicht.

http://www.huberbuam.de
[ta]

[ 09 ]  Mammut Test&Feel Tour 2010Link zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Die Firma Mammut geht wieder auf Tournee durch die Kletterhallen Deutschlands. Unter fachkundiger Anleitung der Kletterprofis Pesche Wüthrich und Thomas Senf können die Kletterprodukte der Sommerkollektion 2010 kostenlos getestet werden. Neben den Produkttests können Sie auch absichtlich ins Kletterseil stürzen und den Sturz analysieren lassen.


Unter der Auswahl der zum Test verfügbaren Produkte ist auch das dreiteilige Big Ben Crash Pad, welches mit einer Schlaf- und Couchfunktion ausgestattet ist. Mit dieser 2-in-1-Funktion ist es der optimale Begleiter für den Boulderurlaub.

In der Kölner Kletterfabrik macht Mammut Test&Feel am 28. Januar Halt.

http://www.mammut.ch/de/testandfeel.html
http://www.kletterfabrik-koeln.de
[ej]

[ 10 ]  Kinostart: Nanga ParbatLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Am 14. Januar startet der neue Film von Joseph Vilsmaier über die Tragödie der Messner-Brüder am Nanga Parbat: 1970 durchstieg Reinhold Messner mit seinem Bruder Günther erstmals die legendäre Rupalwand.

Die Rupalwand ist mit ihren 4.500 Metern die höchste Steilwand der Welt und damit dreimal so hoch wie die Eigernordwand. Für die Brüder ein Kindheitstraum. Nach einer Schlechtwetterwarnung entscheidet sich Reinhold den Gipfel alleine zu erreichen. Der weniger erfahrene Günther folgt seinem älteren Bruder, wird jedoch höhenkrank und kommt beim nicht eingeplanten Abstieg über die Diamirflanke ums Leben. Reinhold überlebt den viertägigen Abstieg ohne Essen und Trinken nur knapp und wird von Einheimischen gerettet.

Über die Vorkommnisse am Berg und die Expedition unter Leitung von Karl-Maria Herrligkoffer wurden über 30 Bücher veröffentlicht. Auch 40 Jahre nach der Tragödie enthält das Thema noch genügend Zündstoff für Diskussionen und Zwistigkeiten. Der Film beruht großenteils auf den Erinnerungen von Reinhold Messner, der als Berater und Ideengeber für den Film fungierte.

    
 
Dem Film gelingt es, ein alpinistisch "richtiges" Bild des Höhenbergsteigens wiederzugeben. Er verzichtet auf unnötige Übertreibungen, wie sie sonst meist in "Bergsteigerfilmen" vorkommen, und schafft es auch ohne eine obligatorische Liebesgeschichte, den Zuschauer in den Bann des "Schicksalsbergs" zu ziehen. Er konzentriert sich auf die handelnden Personen und deren Entscheidungen und beleuchtet sie in Bezug auf Kameradschaft, Ehrgeiz, Konkurrenz, Verantwortung, Erfolgsdruck und Schuld. Ein sehr sehenswerter und gelungener Film und ein Muss für Interessierte.

    
 

Bei der Vorpremiere Mitte Dezember in Essen, veranstaltet von SALEWA, dem offiziellen Ausrüster des Films, bot sich die Gelegenheit für ein Interview mit Joseph Vilsmaier:


    
 
Was war Ihnen bei der Darstellung der Tragödie der Messner-Brüder am Nanga Parbat besonders wichtig?
Es ging mir darum, einen möglichst authentischen Bergsteigerfilm zu drehen und die starken Emotionen vom Berg auf die Leinwand zu bringen. Es ging mir nicht darum, einen Film zur Aufarbeitung oder Rechtfertigung zu machen. Reinhold Messner kommt ja in einigen Szenen nicht so gut weg - aber das hat er so akzeptiert. Der Drehbuchautor Reinhard Klooss und sein Co-Autor Sven Severin haben sorgfältig recherchiert und das Drehbuch vollkommen unabhängig erstellt. Das war von Anfang an meine Bedingung und darauf hat sich Reinhold Messner auch eingelassen.

    
 
Wie war die Zusammenarbeit mit Reinhold Messner für Sie?
Reinhold Messner hat mir im Dezember 2004 einen Brief geschrieben und gefragt, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Dann haben wir uns einige Male getroffen und "beschnuppert", wir mussten abchecken, ob wir zusammen passen. Wir gelten beide als Dickköpfe, aber die Chemie stimmte. Durch die Arbeit an dem Filmprojekt haben wir uns gegenseitig schätzen gelernt. Nur einmal waren wir uns nicht einig, da ging es um die Schnittabfolge von Luftbildaufnahmen. Da hat er sich auch zu Recht durchgesetzt, da es für ihn inakzeptabel war, Bilder der Rupalwand und der Diamirflanke zu vermischen.

    
 
Sie haben an den Originalschauplätzen bis in Höhen von über 6.000 Metern gedreht, wie war das für Sie und das Team?
Wir haben die Kameras in 5.000 Metern Höhe aufgebaut und vom Hubschrauber aus gedreht, da ging es sogar bis auf 7.100 Meter hoch. Wir haben auch 14 Stunden Material auf Video gedreht, da wir bei der unsicheren politischen Lage auf Vorrat arbeiten mussten. Die körperliche Herausforderung war das Schwierigste. Der Berg hat mich Respekt gelehrt: Bei 150 km/h Orkan bei minus 30 Grad, da glaubt man, das letzte Stündlein ist gekommen. Ein Berg zum Fürchten!

    
 
Nachgebaute Zelte und Ausrüstung, dreimal Dreharbeiten am Nanga Parbat, war dieser große Aufwand nötig?
Ganz oben auf der Agenda stand Authentizität. Wir haben nicht nur versucht, die Originalausrüstung nachzubauen, auch Geräusche wie das Knacken eines Eisbruchs oder das Hineinschlagen eines Steigeisens mussten zu 100 Prozent stimmen. Beim zweiten Dreh war ein Teil des Filmmaterials schwarz, die Aufnahmen mussten wiederholt werden. Das Budget von 7 Millionen Euro blieb dennoch im vorgegebenen Rahmen.

    
 
Was halten Sie von Extrem-Bergsteigern?
Das sind ganz andere Menschen. Welcher Wahnsinnige geht da hoch? Das Extrem-Bergsteigen muss einen ganz speziellen Reiz ausüben, den ich nicht verstehe. Ich bewundere die Leistung der Menschen, ihre außergewöhnliche physische und mentale Kraft.

Zum Kinofilm wurde auch ein Buch von Ralf-Peter Märtin im Südwest Verlag herausgegeben. Der renommierte Historiker und Autor schildert die Hintergründe der Geschichte des Nanga Parbat und betrachtet dabei auch die politische Dimension des Bergsteigens. Mit zahlreichen historischen Bilddokumenten skizziert er die geschichtliche Entwicklung der Besteigungen des Nanga Parbat - von der Expedition des Briten Mummery (1895) bis zum Alleingang Messners 1978 und schließlich zum Fund der Überreste von Günther Messners Leiche im Jahre 2005. Im Buch finden sich zudem die Drehbuchtexte, Original-Filmbilder und Hintergrundinformationen zum Making of des Films.

    
 
Im AS-Verlag wurde zum Start des Kinofilms eine Sonderausgabe des Buchs "Karl Maria Herrligkoffer - Besessen, sieghaft, umstritten" von Horst Höfler und Reinhold Messner in der Reihe Bergabenteuer herausgebracht. Das Buch beleuchtet den Menschen Herrligkoffer: Man muss sich seine ungeheuren Erfolge ins Gedächtnis rufen, um zu begreifen, was dieser Mann auf seiner Habenseite verbuchen konnte. Allerdings musste er diese Erfolge mit den "Gipfelsiegern" Buhl, Kinshofer, Mannhardt, den Brüdern Messner, Kuen, Scholz, Engl, Ritter, Bühler, Kukuczka teilen. Weil er besteigen ließ - er rekrutierte sich die Besten. Denn selbst war er nicht in der Lage, die Achttausendergipfel zu erreichen, von denen er seit seiner Jugend träumte - seit sein Halbbruder Willy Merkl nicht mehr von ihnen zurückkam.

http://filmverleih.senator.de/filme_a_z/uebersicht/nanga_parbat
http://www.salewa.com/nanga-parbat-film
http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=345394
http://www.as-verlag.ch
[kk]

[ 11 ]  Gleumes EventsLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Ein kleines Stück Afrika mitten in Köln: Wenn Sie diese Vorstellung reizt, dann schauen Sie doch bei Hartmut Fiebigs multivisuellem Vortrag "Tief in Afrika - Eine epische Reise durch Tansania, Uganda, Südsudan und Kenia" am 4. Februar im Landkartenhaus Gleumes vorbei!

    
 
Die Reise führt von Sansibar bis ins Quellgebiet des Nils, entlang des Stroms in den unbekannten Südsudan und schließlich wieder zurück an die Palmenstrände des Indischen Ozeans. Neben paradiesischer Natur und beeindruckenden Menschen mangelt es dabei nicht an Abenteuern und kleinen Katastrophen: auf den Spuren von Sklavenhändlern und Entdeckern begegnen Fiebig Krokodile und er wird Zeuge haarsträubender Nilpferdjagden. Auch die Besteigung des Kilimandscharo ist Teil seiner Erlebnishistorie.

Neben der geografischen und visuellen Reise durch Ostafrika unternehmen die Zuschauer auch eine Reise durch die Zeit, deren Spanne von der Entstehung des Ostafrikanischen Grabens und des Homo sapiens über die Kolonialzeit bis zu den politischen Ereignissen der Gegenwart reicht.

    
 
Dass Hartmut Fiebig nicht nur Fotojournalist, sondern auch Liebhaber und ausgewiesener Kenner Ostafrikas ist, merkt man diesem Schatz an Impressionen und großartigen Bildern deutlich an. Wie authentisch und eindrucksvoll er mit der Kamera in den Alltag der Menschen Ostafrikas eintaucht, zeigt eine Rezension aus der Zeitschrift Fotoforum: "Hartmut Fiebigs Fotografie ist sensibel und poetisch, farbig und kraftvoll. Der Betrachter spürt, dass er das Vertrauen derer hat, die er fotografiert. So entstehen Bilder intensiver Nähe, Herzlichkeit und Ernsthaftigkeit."

Weitere Veranstaltungen:
14.01.10: Einführungskurs GPS-Outdoor-Navigation
21.01.10: Einführungskurs Geocoaching
28.01.10: Einführungskurs GPS-Routenplanung am PC

http://www.gleumes.info/event/
[rs]

[ 12 ]  Neue Wiedersehens-Sendung des WDRLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Haben Sie ein unvergessliches Foto mit ehemaligen Freunden? Besitzen Sie ein altes Foto, das eine besondere Geschichte einer Bergtour oder eines Kletterurlaubs erzählt? Die Jahre sind vergangen und Sie haben die Freunde auf dem Foto aus den Augen verloren?

Sie möchten wissen, wo und wie sie heute leben? Sie möchten die Truppe von damals aufspüren und den Kontakt wiederherstellen?

Eine neue TV-Sendung des WDR führt die Menschen auf dem Foto von damals wieder zusammen. Im Mittelpunkt soll eben dieses gemeinsame Foto stehen, welches damals entstanden ist. Ziel ist es, diese Fotos nach Jahren wieder neu entstehen zu lassen.

Können Sie sich vorstellen, im Rahmen der TV-Produktion die Suche zu starten und zu versuchen, das Foto, das vor vielen Jahren entstanden ist, mit allen Beteiligten von früher noch einmal am Ursprungsort neu entstehen zu lassen?

Dann melden Sie sich bitte telefonisch bei der Agentur mavies story house, Ansprechpartner ist Markus Vierdag, Tel. 0221 12619171.

http://www.mavies.de
[ej]

[ 13 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter AusrüstungLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Wie schon in den vergangenen Jahren lädt Globetrotter auch 2010 zu multimedialen Vorträgen ein, die innerhalb eines Abends Reisen in ferne Länder und Kulturen ermöglichen.

    
 
Am 13. Januar um 20:30 Uhr führt die Reise mit Andreas Pröves Vortrag "Indien von Küste zu Küste" ins Land der Tiger und Maharadschas. Getragen von Neugier und der Lust am Entdecken zieht es den Buchautor und Fotoreporter Andreas Pröve auf seiner zwölften Indienreise immer tiefer ins Herz des Landes. Im Rollstuhl durchstreift er die Backwaters an Keralas Küsten und die Kardamom-Berge, freundet sich mit Straßenkindern in Mumbai an und verliert sich in jahrtausendealten Tempeln. Der intensive Kontakt zu den Menschen, die seinen Weg kreuzen, findet Ausdruck in spannenden Erlebnissen und einer eindrucksvollen Geschichte von Göttern und Gurus, Mythen und Abenteuern, in welchen die Begegnung mit der Bevölkerung immer die Hauptrolle spielt.

    
 
Ebenso abenteuerlich gestaltete sich auch Ilka Sohrs und Torsten Roders Reise durch Bolivien. In ihrem Vortrag "Bolivien - Land der Extreme" am 20. Januar um 20:30 Uhr geht es um die Entdeckung Boliviens abseits von bereits erschlossenen Touristenrouten. Das Abenteuer beginnt auf der Hochebene des Altiplano, einer Welt der unendlichen Wunder. Über schneebedeckte Gipfel geht es hinunter in den Bergurwald der Yungas und schließlich in Teile des bolivianischen Regenwaldes. Die Begegnungen mit bizarren Felsformationen, Gesteinswüsten, farbigen Lagunen und natürlich auch den Menschen werden von den "Newcomern des Jahres 2009" und Gewinnern des "Thüringer Diafestivals 2009", die sich mit ihrem Projekt Regenzeit e.V. aktiv für soziale Projekte und Umweltschutz vor Ort engagieren, in einmaligen Reiseaufnahmen präsentiert. Denn es sind die kleinen Geschichten, die eine Reise zum Erlebnis werden lassen.

Weitere Veranstaltungen:
27.01.10: Abenteuer Island
03.02.10: Der Ritt auf Wildpferden

http://www.globetrotter.de/de/filialen/koeln/events/
[rs]

[ 14 ]  Neues vom Panico-VerlagLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Der Panico Verlag wartet wieder mit einigen interessanten und lesenswerten Neuerscheinungen auf:


Weckruf im Wetterstein

    
 
Was macht ein Akkordeon auf dem Ostgrat der Alpspitze? Wie bringt man mit Feuerwehrschläuchen den Schnee einer Lawine zum Schmelzen? Wie wird ein Kletterschuh zum Bierkrug? Charly Wehrle weiß Antworten auf diese Fragen. 30 Jahre lang war das Allgäuer Original Hüttenwirt am Stuiben, im Oberreintal und auf der Reintalangerhütte. Erlebnisse und Anekdoten aus dieser Zeit hat er im Buch "Weckruf am Wetterstein" niedergeschrieben. Der Titel spielt auf die Hackbrettmusik an, mit der Wehrle seine Hüttengäste jeden Morgen aus dem Bett holte. Das Buch regt zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zum Mitfühlen an. Zum Beispiel wenn Wehrle einen gigantischen Lawinenabgang beobachtet, genau dort, wo er selbst fast mit Skiern aufgestiegen wäre. Lesevergnügen bieten die Geschichten allemal, nicht nur an verschneiten Hüttenabenden.

Charly Wehrle: Weckruf im Wetterstein, 160 Seiten, 19,80 Euro.
[ta]


Todessehnen und Lebenssucht

    
 
In seinem Buch "Todessehnen und Lebenssucht" nähert sich Harald Weiß der dunklen Seite des Bergsteigens. Er schreibt über seine Gedanken zum Tod zweier befreundeter Kletterer. Er lässt eine Bergsteigerleiche am Aconcagua ihren Zustand im Eis schildern. Und er erzählt vom gnadenlosen Willen, der den Kletterer auch in gefährlichen Situationen weiter nach oben treibt. 24 Geschichten "auf der Schwelle zwischen eigenem Erleben und fiktionalem Gestalten", so beschreibt Weiß sein Werk. Ein Buch für alle, die über das Treiben am Berg nachgrübeln und sich auch gedanklich gerne mal in einen Abgrund abseilen.

Harald Weiß: Todessehnen und Lebenssucht, 160 Seiten, 10 Euro.
[ta]


Weggefatzt - Der neue Erbsecomic ist da!

    
 
Nach vier Jahren ist es nun wieder so weit: es gibt einen neuen Band der Klettercomics von Erbse. Alle, die nicht klettern, kennen die lustigen Comics vielleicht auch aus der Zeitschrift Panorama des Alpenvereins. Neben dem Klettern geht es in diesem Band auch wieder um sein alltägliches Familienleben und den Nachwuchs. Es ist eigentlich erstaunlich, wie Erbse zu den ganzen Geschichten kommt, da er vor lauter Kabarett, Comiczeichnerei und Familie eher selten klettert. Wer sich mental schon auf die kommende Klettersaison vorbereiten will oder die verregneten und verschneiten Winterabende gut unterhalten werden möchte, kann mit diesem Comicband beginnen.


    
 
Schon das Wimmelbild mit der Ansicht einer Kletterhalle zu Beginn des Buches ist Klasse. Selbst nach mehrmaligem Ansehen findet man neue Details, über die man schmunzeln kann. Die einzelnen Comics sind immer wieder schön, immer wieder lustig. Es fällt schwer, die persönliche Lieblingsgeschichte zu finden. In den Comics gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus früheren Bänden: Das Nordwandgesicht schwingt erneut seinen Felshammer und auch der Stresser ätzt wieder herum. Persönlichkeiten wie die Huberbuam, Marietta Uhden, Josune Bereziartu und Ines Papert kommen ebenfalls zum Einsatz.

"Möge er euch Laune machen!" schrieb Erbse zu diesem Band. Für mich kann ich dies bestätigen.

Erbse: Weggefatzt, 72 Seiten, 10 Euro
[ej]

http://www.panico.de
http://www.klettercomics.de

[ 15 ]  Erstbegehung "Moonwalk"Link zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Eisfallklettern ist weit mehr als nur ein Gegenstück zum Sportklettern im Fels. Das Höherturnen an glitzernden Eiskaskaden und -säulen, nur an den Zacken der Eisgeräte und Steigeisen hängend, ist ein hochalpines Abenteuer für sich.

Am 3. Dezember 2009 gelang Albert Leichtfried und Benedikt Purner aus dem AustriAlpin-Team ein Glanzstück dieser Höhenakrobatik: die Erstbegehung des in den Zillertaler Alpen gelegenen längsten Eisfalls Österreichs und die damit verbundene Erschließung der 1.000 Meter langen Route Moonwalk (WI6/M7).

    
 
In seinem Bericht schildert Albert Leichtfried die Ausgangsbedingungen, Schwierigkeiten und Strapazen des Unternehmens folgendermaßen: "Irgendwo im Kammbereich zwischen Hoher Warte (2.943 m) und Sagwand (3.227 m) entspringt ein kleines Rinnsal, macht sich auf den Weg über die Nordwand und fließt bis ganz hinunter ins Alterertal. Stimmen die äußeren Bedingungen zusammen, friert das Rinnsal zu einer etwa 900 Meter langen, durchgehenden Eisspur.

Wahrscheinlich nur alle heiligen Zeiten wächst sie ohne den Einschluß von zu großen Neuschneemengen zu einem bekletterbaren Eisfall. Diesen Moment gilt es für eine erfolgreiche Begehung abzuwarten. Seit letztem November waren Benni und ich immer wieder im hinteren Valsertal, um die Verhältnisse zu beobachten. Es dauerte also etwas mehr als ein Jahr, bis die Zeit reif war, nicht viel für so eine Linie. Am 3. Dezember 2009 starteten wir zu unserem Projekt. Nach 8 Stunden Kletterzeit und insgesamt 14 Stunden kehrten wir wieder glücklich nach Hause zurück".

    
 
Der Name "Moonwalk" ist somit kein Tribut an Michael Jackson - er stammt vielmehr daher, dass durch die Routenlänge ein Zu- bzw. Abstieg bei Nacht unumgänglich ist. Somit feierten Leichtfried und Purner ihren Erfolg bei "Mondscheintarif".

http://www.austrialpin.at
[rs]

[ 16 ]  Grenzgang: 30 Jahre Abenteuer WüsteLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Endlose Kiesflächen, scharfkantige Lavafelder, goldgelbe Dünenketten, gleißende Kalksteinlandschaften - so facettenreich präsentieren sich die Wüsten der Erde. Für Michael Martin sind sie vor allem eins: der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Seit drei Jahrzehnten zieht es ihn immer wieder hinaus in die Trockenregionen der Erde. Weltweit hat er sich einen Namen als Wüsten-Fotograf gemacht, seine Vorträge sogar vor der Londoner Royal Geographic Society und der UNO gehalten. In seiner neuen Multivision zieht er Zwischenbilanz aus 30 Reisejahren. Er berichtet von der ersten Mofatour als Jugendlicher nach Marokko, von Fahrten mit dem Peugeot 504 kreuz und quer durch die Sahara und von seinen Motorradreisen, auf denen er in mehr als 50 Ländern die Wüsten der Welt erkundete.

Düsseldorf, Savoy Theater, 17. Januar, 14:30 Uhr & 18:30 Uhr
Aachen, Cineplex, 14. März, 14:30 Uhr & 18:30 Uhr
Köln, Tanzbrunnen, 25. April, 15 Uhr

Weitere Veranstaltungen:
24.01.10 ÄGYPTEN, Aachen, Cineplex, 14:30 Uhr
24.01.10 IM HERZEN DES ORIENTS, Aachen, Cineplex, 18:30 Uhr
31.01.10 SÜDOSTASIEN, Köln, studio dumont, 15 Uhr & 19 Uhr
07.02.10 UNTERWEGS FÜR DEN FRIEDEN, Düsseldorf, Savoy Theater, 14.30 Uhr
07.02.10 AUF WIEDERSEHEN, TIBET, Düsseldorf, Savoy Theater, 18.30 Uhr

DAV-Mitglieder erhalten im Vorverkauf eine Ermäßigung.
http://www.grenzgang.de
[ta]

[ 17 ]  Neue Klettersteigführer aus dem AlpinverlagLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Im Dezember 2009 hat der Alpinverlag seinen Klettersteigführer "Österreich" neu aufgelegt. Mehr als 270 Eisenwege zwischen Bodensee und Wienerwald beschreibt das Autoren-Trio. Dabei berücksichtigt es auch die grenznahen slowenischen und bayerischen Steige wie die Watzmannüberschreitung, den Höllentalsteig auf die Zugspitze oder den Pidinger Klettersteig in den Chiemgauer Alpen. Um es kurz zu machen: Der Führer setzt Maßstäbe. In Recherche und anschaulicher Darstellung verdient er die Bestnote. Besonders viel Detailarbeit steckt in den farbigen Topos zu den Steigen. Sie weisen auf markante Punkte wie Querungen, Pfeiler oder Seilbrücken hin, geben den genauen Routenverlauf sowie die Schwierigkeiten der einzelnen Passagen an.

    
 
Auf der mitgelieferten DVD finden Ferrata-Begeisterte zudem GPS-Daten, Klettersteigfilme und die Tourenblätter zum Ausdrucken, damit man das fast 500 Seiten starke Werk nicht im Rucksack mitschleppen muss. So viel Klettersteig steckt selten in einem Führer. Und wenn die Reise nicht nach Österreich, sondern in die Dolomiten geht? Kein Problem, im Sommer haben die drei Autoren den Klettersteigführer "Dolomiten-Südtirol-Gardasee" veröffentlicht, in gleicher Optik und Informationsdichte. Freunde der südlichen Eisenwege werden es ihnen danken.

Axel Jentzsch-Rabl, Andreas Jentzsch, Dieter Wissekal: Klettersteigführer Österreich mit DVD-ROM, Alpinverlag, 496 Seiten, 29,95 Euro.

Axel Jentzsch-Rabl, Andreas Jentzsch, Dieter Wissekal: Klettersteigführer Dolomiten-Südtirol-Gardasee mit DVD-ROM, Alpinverlag, 400 Seiten, 29,95 Euro.

http://www.alpinverlag.at
[ta]

[ 18 ]  Wheelie der WanderanhängerLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Wandern mit Anhänger? Ja, Wandern mit Anhänger! Der Wheelie, mittlerweile in der dritten Generation im Handel, macht es möglich.

Der Wheelie - von der Kölner Firma Novosport vertrieben - ist ein hochwertiger Anhänger für Wanderer, die lange mit viel Gepäck unterwegs sind oder die aufgrund von Rücken- oder Knieproblemen nach alternativen Transportmöglichkeiten suchen, um weiter aktiv unterwegs sein zu können.

Der Trekkinganhänger wird mittels Hüftgurt befestigt und einfach hinterher gezogen. Ein integriertes Tragesystem macht es möglich, den Wheelie auf dem Rücken zu tragen, wenn das Gelände zu unwegsam wird. Der Hüftgurt wird dann an der Tasche fixiert, so dass das Tragen komfortabler wird - kurze Strecken können so gut bewältigt werden. Die beiden Zugstangen können schnell demontiert werden, die Räder können an die Innenseite des Rahmens umgesteckt werden, um den Anhänger schmaler werden zu lassen. So sind auch enge Wege von nur 22 cm Breite befahrbar. Das Eigengewicht des Wheelie beträgt 6,5 kg, die Tasche hat eine Fassungsvermögen von 80 L, die Zuladung beträgt insgesamt 40 kg.

Allerdings sind die Anschaffungskosten mit 499 Euro nicht gerade niedrig. Insgesamt sicher ein ungewöhnliches, aber interessantes Produkt!

http://www.novosport.de
[up]

Impressumzum Seitenanfang
Herausgeber:
Deutscher Alpenverein, Sektion Rheinland-Köln e.V. (Kölner Alpenverein)
Redaktion:
Tobias Aigner [ta], Eva Jouaux [ej], Karl-Heinz Kubatschka [kk] (verantwortlich), Ulrike Perniok [up], Monika Rech [mr], Karin Spiegel [ks], Rebecca Spittel [rs], Yvonne Wankerl [yw]
Kontakt: webmaster@dav-koeln.de
Auflage: 10.600 Empfänger

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