[134] Schlern von der Seiser Alm ©Kalle Kubatschka
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ALPINEWS 09/2011


Newsletter des Kölner Alpenvereinsvorherige Ausgabenächste Ausgabe
ISSN: 1617-0563 / 124. Ausgabe / 13. Jahrgang / Köln / 13.09.2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Kölner Alpenverein wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Inhaltzum Seitenanfang
[ 01 ]  Ab September: Mitgliedschaft zum halben Beitrag
[ 02 ]  Eifelheim Blens ab April 2012 wieder nutzbar
[ 03 ]  Seit einem Jahr wird gezwitschert
[ 04 ]  Gerlinde Kaltenbrunner: Erfolg am K2
[ 05 ]  Envirotrek - Aufräumevent in der Eifel
[ 06 ]  Offener NRW-Sportklettercup 2011
[ 07 ]  DAV-GlobetrotterCard
[ 08 ]  Zwei neue Klettergebiete im Sauerland
[ 09 ]  Hanwag: Biwakschachtel auf Jubiläumsgrat
[ 10 ]  Neue Kletterführer: Südliche Alpen und Südeuropa
[ 11 ]  Grenzgang: Kambodscha
[ 12 ]  Buchtipp: Free Solo von Alexander Huber
[ 13 ]  Globetrotter präsentiert Shay Cullen
[ 14 ]  Neue Trekkingführer: Italien und Afrika

Service - Kölner Alpenvereinzum Seitenanfang
Mitglieder-Service: http://www.service.dav-koeln.de
Veranstaltungen: http://www.n30.dav-koeln.de
Twitter: https://twitter.com/dav_koeln

[ 01 ]  Ab September: Mitgliedschaft zum halben BeitragLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Wenn Sie jetzt für das laufende Jahr bei uns Mitglied werden, dann zahlen Sie für das erste Jahr nur den halben Beitrag.

Wer also noch im letzten Jahresdrittel in die Berge möchte und auf die Vorteile einer Mitgliedschaft im DAV nicht verzichten will, der sollte diese Chance nutzen. Die wichtigsten Vorteile sind unter anderem die Vergünstigungen auf den über 2.000 Hütten der alpinen Vereine in den Alpen, auf denen zu Mitgliederkonditionen übernachtet werden kann sowie der umfassende Versicherungsschutz, der die Suche, Bergung, Rettung und Sporthaftpflicht umfasst.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?19
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[ 02 ]  Eifelheim Blens ab April 2012 wieder nutzbarLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Die Arbeiten zum Innenausbau unseres Eifelheims kommen gut voran. Die Hütte wird bald wieder für alle zur Verfügung stehen. Reservierungen können ab sofort für Termine ab April 2012 vorgenommen werden.

Nach dem vorliegenden Bauzeitenplan soll die Hütte bis Anfang 2012 fertig gestellt werden. Zur Sicherheit wurde für eventuelle Verzögerungen, die bei einem Bauvorhanden dieser Größe immer vorkommen können, ein Puffer von circa drei Monaten eingerechnet.

Als Termin für die Wiedereröffnung und Einweihung wurde der 23. Juni 2012 festgelegt. Dann wird die Kölner Eifelhütte im Rahmen eines Sommerfests offiziell an die Nutzer übergeben. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?335
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/kal_email.cgi?koeln&
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[ 03 ]  Seit einem Jahr wird gezwitschertLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Seit einem Jahr veröffentlicht die Sektion aktuelle Kurzmitteilungen über Twitter. Die maximal 140 Zeichen langen Meldungen enthalten meist einen Link zu weiterführenden Informationen. So können unkompliziert Neuigkeiten aus der Sektion, dem DAV oder zu anderen alpinen Themen ausgetauscht werden.

Die Nachrichten können auf dem PC oder über geeignete Apps mit einem modernen Handy kostenlos empfangen werden. Dazu ist eine einmalige kostenlose Anmeldung bei Twitter nötig. Zusätzlich können die Tweets genannten Kurzmeldungen auch über unsere Webseite verfolgt werden: Unterhalb des Menüs werden links unten immer die neuesten fünf Meldungen angezeigt. Dazu muss JavaScript im Internet-Browser aktiviert sein.

Seit letztem Jahr wurden so knapp 60 Tweets gepostet. Mittlerweile verfolgen über 350 Interessierte unseren Blog - über weiteren Zuwachs an "Folgern" würden wir uns sehr freuen.

https://twitter.com/dav_koeln
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[ 04 ]  Gerlinde Kaltenbrunner: Erfolg am K2Link zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Am 26. August war es endlich geschafft: Gerlinde Kaltenbrunner stand zusammen mit drei Bergsteigern der Internationale K2-Nordpfeiler Expedition 2011 auf dem Gipfel des K2. Um 18:18 Uhr Ortszeit war sie mit Maxut, Vassiliy und Darek ganz oben angekommen. Damit ist sie die erste Frau, die alle vierzehn Achttausender ohne Hilfe von Flaschensauerstoff bestiegen hat.

Seit 30. Juni hatten Gerlinde und Ralf mit ihren Freunden Maxut Zhumayev und Vassiliy Pivtsov aus Kasachstan, dem polnischen Filmer Dariusz Zaluski und dem argentinischen Fotografen Tommy Heinrich an der "Japanerroute" des zweithöchsten Bergs der Welt gearbeitet. In teilweise sehr schwerem Fels und immer wieder metertiefem Neuschnee hatten sie Fixseile bis auf circa 8.000 Meter gelegt.

Am 16. August waren sie zu sechst nach erneuten Schneefällen, aber mit guter Wetterprognose gestartet. Ralf Dujmovits war zwei Tage später umgekehrt, weil er die Lawinengefahr für sich persönlich als zu groß einschätzte. Tommy drehte etwas später ebenfalls um.

    
 
Gerlinde und ihre drei Freunde starteten am 23. um 1:30 Uhr morgens von einem Biwaklager mitten im Japaner-Coulier auf 8.300 Metern Höhe. Fast siebzehn Stunden brauchten sie, um den extrem tiefen Schnee im steilen Gipfelcouloir zu spuren.

Ralf stellte ihre Funksprüche, die alle paar Stunden durchkamen, sofort ins Internet. So konnten viele rund um den Globus die spannende Gipfelbesteigung fast live mitverfolgen.

Gerlinde und ihre Freunde konnten damit die einzige Besteigung des K2 in dieser Saison - und die erste überhaupt seit drei Jahren - verwirklichen. Noch dazu über eine sehr anspruchsvolle Route. Für Maxut Zhumayev und Vassiliy Pivtsov war der K2 ebenfalls der letzte der 14 Achttausender. Zhumayev benötigte dabei ebenfalls keinen Hilfssauerstoff.

    
 
Kurz nach Mitternacht waren Gerlinde und Dariusz zurück im Lager IV auf fast 8.000 Meter, die Kasachen blieben im Biwakzelt auf 8.300 m im Japaner-Coulier. Am Morgen des 24. brachen alle gemeinsam talwärts auf und trafen am Donnerstag, den 25. August, wieder mit Ralf und Tommy zusammen. Danach machten sie sich sofort auf den langen und beschwerlichen Heimweg.

Direkt nach ihrer Rückkehr berichteten Gerlinde und Ralf live im "Aktuellen Sportstudio" von ihrer Expedition:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1428686/Ein-Leb...

Die ausführlichen Expeditionsberichte finden Sie wie immer unter:
http://www.gerlinde-kaltenbrunner.at/neuigkeiten
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[ 05 ]  Envirotrek - Aufräumevent in der EifelLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Eine gelungene Kombination von Umweltschutz, Sport und Spaß, das war der Envirotrek in Einruhr-Simmerath in der Eifel. Etwa 30 motivierte "Öko-Abenteurer" trafen sich am 6. August im gemütlichen Innenhof des Nationalpark-Informationspunktes Heilsteinhaus.

    
 
Mit T-Shirts ausgestattet und Sammelwerkzeug bewaffnet, ging es in Gruppen auf Müllsuche im Naturschutzgebiet - den Blick dabei immer auf den Boden geheftet. Dank der handlichen Greifer brauchte sich niemand nach Zigarettenstummeln und Dosen zu bücken. Doch es gab ausgefallenere Funde, wie beispielsweise ein halbgefüllter Ölkanister der US-Armee aus dem 2. Weltkrieg oder eine Matratze aus dem Rursee. Wie viel Müll die schöne Landschaft verschandelt, wurde manchem Teilnehmer erst beim Sammeln so richtig bewusst.

    
 
Da der Natur-Frühjahrsputz hungrig macht, gab es mittags Köstliches vom Grill. Nachmittags standen drei unterschiedliche Outdooraktivitäten auf dem Programm: eine "abenteuerliche" Wanderung, Kanu fahren im Canadier auf dem Rursee sowie Mountainbiken. Neben einer Tour für fortgeschrittene Biker konnte eine Gruppe, begleitet durch einen Mountainbike-Guide, in dieser Sportart erste Erfahrungen sammeln. Und als wäre das nicht genug gab es zur Verabschiedung für jeden noch ein "Goodie-Bag" mit nützlichen Outdoorkleidungsstücken, wie Merinowoll-Socken, Skihandschuhen und Windstopper-Mützen.

Alle waren sich einig: Das war ein Super-Tag! Ein weiterer Envirotrek in der Eifel ist wünschenswert - vielleicht mit Unterstützung vom Kölner Alpenverein.

Veranstalter der Envirotreks ist die niederländische Nonprofit-Organisation Respect the Mountais mit dem Hauptsponsor Keen Footwear.

http://outdoorseite.de/2011/07/25/envirotrek-series-2011/
http://www.respectthemountains.com
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[ 06 ]  Offener NRW-Sportklettercup 2011Link zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Das Kletterzentrum Big Wall in Ahlen ist am 8. Oktober Austragungsort des zweiten NRW-Cups. Die Teilnahme dient der Qualifikation zur Landesmeisterschaft, die in Troisdorf/Spich stattfindet.

Gestartet wird in den Wettkampfklassen Jugend (weiblich und männlich) A bis C, Juniorinnen und Junioren sowie Damen und Herren. Teilnahmeberechtigt sind alle DAV-Mitglieder, die einer Sektion in NRW oder anderer Landesverbände angehören sowie im Besitz der Nationalen- oder NRW-Startlizenz sind. Der Wettkampf beginnt mit der offenen Qualifikation von 10 bis 13 Uhr, ab 15 Uhr geht es dann in die Finals. Das Startgeld beträgt 20 Euro, bei Voranmeldung bis zum 5. Oktober 10 Euro.

Nähere Informationen unter:
http://www.sportklettern-nrw.de/lm-nrw/lm2011/nrw-cup-2-ahlen.htm
http://www.bigwall.de/NewsBASE/content_bigwall_ahlen/frame_d...
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[ 07 ]  DAV-GlobetrotterCardLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Der Deutsche Alpenverein und Globetrotter Ausrüstung arbeiten seit 2010 zusammen. Bisher stand vor allem die Förderung der JDAV sowie der Familienarbeit im DAV im Vordergrund der Partnerschaft.

Ab Anfang September können Sie als DAV-Mitglied bei Globetrotter Ausrüstung eine eigene Kundenkarte beantragen. Sie beinhaltet vor allem einen höheren Rabatt (5 bis 10 Prozent) als die "normale" Globetrotter Kundenkarte. Zusätzlich fließen 1,5 Prozent der Umsätze an den Deutschen Alpenverein. Die Mittel sollen dafür verwendet werden, ab 2012 ein DAV-Klimaprogramm umzusetzen.

Das DAV-Klimaprogramm soll ein wesentlicher Aspekt für die kommenden Jahre sein. Globetrotter Ausrüstung möchte dazu beitragen, dass dieses strategisch so wichtige Thema im DAV auf allen Ebenen umgesetzt werden kann.

Wenn Sie also die DAV-GlobetrotterCard nutzen, unterstützen Sie damit automatisch auch die Klimaziele des DAV. Wie auch bei der normalen Kundenkarte erhalten Sie mit der DAV-GlobetrotterCard ermäßigten Eintritt zu Events und Veranstaltungen bei Globetrotter Ausrüstung.

So kommen Sie zu Ihrer DAV-GlobetrotterCard: über das Internet oder über eine der sieben Filialen durch Vorlage Ihres DAV-Ausweises. Natürlich können Sie auch Ihre bestehende GlobetrotterCard jederzeit in eine DAV-GlobetrotterCard umtauschen.

http://www.globetrotter.de/dav
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[ 08 ]  Zwei neue Klettergebiete im SauerlandLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Im Sauerland tut sich weiter viel bei der Erschließung neuer Klettergebiete. Zwei weitere kleine Gebiete sind in diesem Jahr fertig eingerichtet worden und zum Klettern freigegeben.

    
 
Klettergebiet Steinkuhle in Neuastenberg bei Winterberg
Seit Juli lockt der Kletterfels Steinkuhle mit 18 Routen in eher leichteren Schwierigkeitsgraden ins Hochsauerland. Das Gebiet ist am Rand des Skiortes Neuastenberg bei Winterberg und die Bedingungen sind ideal für Sportkletterer: Kurzer Zustieg, perfekte Absicherung und abwechslungsreiche Kletterei. Bei einer Wandhöhe zwischen 12 und 16 Metern liegen die Schwierigkeiten zwischen dem 3. und 6. Grad. Die Wand ist positiv geneigt bis senkrecht und somit überwiegen eher technische Bewegungen und weniger kraftraubende Züge. Der schwierigste Weg, der "Asten-Blitz", ist eine 6+.

Für ein Wochenendbesuch lässt sich der Kletterfels gut mit den Gebieten "Meisterstein", ebenfalls in der Nähe von Winterberg und "Kapplerstein" bei Bad Berleburg verbinden.

    
 
Klettergebiet Scharpenbeul am Listersee (Nähe Biggesee)
Ebenfalls ein neues Klettergebiet der Kletterregion Sauerland ist Scharpenbeul am Listersee in der Nähe des Biggesee bei Olpe. Der blockig aufgebaute Fels hat eine Höhe von maximal 25 Metern und ist zur sonnigen Südseite ausgerichtet. Im linken Wandbereich, mit einer Höhe von rund 14 Metern, sind Plaisierrouten angelegt und die Touren laufen entlang einer gestuften Verschneidung. Insgesamt gibt es aktuell im Gebiet Scharpenbeul 12 Routen mit Schwierigkeiten vom 5. bis 7. Grad, plus einer Route im 8. Schwierigkeitsgrad.

Das Gestein ist schon etwas verwittert und nicht immer griffig rau, deshalb ist präzises Antreten gefordert. Zudem kommen Klettertechniken in Verschneidungen, Rissen und Kanten zum Tragen. Die Routen sind wie im Gebiet Steinkuhle perfekt mit Bohrhaken abgesichert. Die herrliche, einsame Lage oberhalb der Listertalsperre schafft eine tolle Kletter-Atmospäre.

Für ein Kletterwochenende bietet sich die Kombination mit den nahegelegenen Gebieten "Untere Elberskamp" und "Borghauser Wand" an.

http://kletterarena.info/klettergebiete.php
[ka]

[ 09 ]  Hanwag: Biwakschachtel auf JubiläumsgratLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Anlässlich seines 90jährigen Firmenjubiläums stiftete das auf Bergschuhe spezialisierte Unternehmen Hanwag eine Biwakschachtel.

Auf dem Jubiläumsgrat, dem berühmten Verbindungsgrat zwischen Alpspitze und Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, installierte das Unternehmen in diesem Sommer eine neue Notunterkunft. Sie ersetzt jene alte und mittlerweile baufällige Notunterkunft, die seit 1962 den Bergsteigern Unterschlupf bietet und schon so manchem das Leben gerettet hat.

Hanwag stiftete die "Schachtel" der DAV Sektion München, die sich in Zukunft um die Instandhaltung der neuen Notunterkunft kümmert. Die neue Grathütte wurde Ende Juli auf dem Jubiläumsgrat installiert.

Weitere Infos unter http://www.hanwag.de
[mr]

[ 10 ]  Neue Kletterführer: Südliche Alpen und SüdeuropaLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Ein bisschen Tessin, ein bisschen Norditalien, ein bisschen Frankreich - das ist die kongeniale Mischung des neu aufgelegten Kletterführers plaisir SUD aus der Edition Filidor. Man sollte sich also nicht verwirren lassen, wenn man auf dem Cover auch noch das Wort "Schweiz" liest. Schon eher müsste da Alpensüdseite stehen. "Sonne satt, warmer Fels und kulinarische Höhenflüge", so preist Autor Sandro von Känel die Region an.

Mit der Aussicht auf 300 Sonnentage im Jahr lockt er den Leser zum Beispiel ins französische Val Durance. Vertikale Paradiese wie Ponte Brolla im Tessin brauchen solche Versprechungen gar nicht. Sie lassen ohnehin jedes Kletterherz höher schlagen. Anfänger und Fortgeschrittene kommen mit dem Plaisir-Führer von Filidor voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Routen weisen Schwierigkeitsgrade zwischen 3 und 5c auf. Oberhalb von 6c sind indes nur wenige Touren im Führer zu finden. Übersichtsskizzen und Topozeichnungen erleichtern die Orientierung. Alle wichtigen Informationen zu den Felsen sind kompakt und klar dargestellt. So erkennt der Leser sofort, welche Seillänge und wie viele Expressschlingen er benötigt, ob Abseilstellen vorhanden sind und ob das Gebiet familientauglich ist. Da dürften kaum Wünsche offen bleiben.

Sandro von Känel: plaisir SUD, Edition Filidor, 336 Seiten, 38 Euro.
http://www.filidor.ch/


    
 
Der neue Kletterführer Valtellina Valchiavenna Engadina aus dem Versante-Sud-Verlag widmet sich ebenfalls dem italienisch-schweizerischen Grenzgebiet. Er beschreibt mehr als 100 Klettergärten zwischen dem Valchiavenna nördlich des Comer Sees und dem Stilfser Joch. Die vorgestellten Gebiete heißen: Val Bodengo, Valle Spluga, Val Bregaglia, Chiavenna, Engadina, Val Poschiavo, Bassa Valtellina, Val Masino, Val Malenco und Alta Valtellina.

Mit übersichtlichen Topos, Piktogrammen und Lageskizzen führen die Autoren den Kletterer souverän durch die Region. Vom Anfänger bis zum Könner, für jeden Klettergeschmack ist etwas dabei. Das Buch ist in italienischer Sprache erschienen, die wichtigen Informationen sind aber ins Englische übersetzt.

Andrea Pavan, Guido Lisignoli, Martino Quintavalla: Valtellina Valchiavenna Engadina, Versante Sud-Verlag, 400 Seiten, 29,50 Euro.


    
 
Wer seinen Kletterurlaub ausschließlich rund um den Comer See verbringt, der findet in Lario Rock Falesie den passenden Führer. Das Buch von Eugenio Pesci und Pietro Buzzoni aus dem Versante-Sud-Verlag konzentriert sich auf die kürzeren Routen in den Klettergärten.

Die alpinen Touren werden in einem eigenen Buch vorgestellt (Lario Rock Pareti). 99 Klettergärten stellt das Autorenduo vor, mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Übersichtskarten, Topos, Kurzbeschreibungen: Alle Infos kommen in der üblichen Versante-Sud-Qualität daher, die viele Kletterer bereits beim bekannten Arco-Führer zu schätzen gelernt haben. Allerdings gilt auch hier: Englischkenntnisse sind Pflicht bei der Lektüre des Buches. Und Italienisch ist die Kür, denn die kurzen Routenbeschreibungen sind nur in der Landessprache der Autoren verfasst.

Eugenio Pesci, Pietro Buzzoni: Lario Rock Falesie, Versante Sud-Verlag, 488 Seiten, 30,50 Euro.
http://www.versantesud.it/index_ted.asp


    
 
Zugegeben, der Winter steht noch nicht vor der Tür. Aber Schnee und Minusgrade kommen bestimmt. Deshalb lohnt es sich für Kletterer schon jetzt, die alpinen Exile für die kalte Jahreszeit ins Visier zu nehmen. Das Buch Winterfluchten aus dem Rother-Verlag bietet die nötigen Anregungen.

Richard Goedeke, Autor und alpines Urgestein, stellt darin 185 Mehrseillängenrouten in Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien, Griechenland und der Schweiz vor. Einsteigerrouten im III. und IV. Schwierigkeitsgrad sind ebenso darunter wie fordernde Touren bis zum VII. Grad. Einige Routen sind mit Bohrhaken im Klettergartenstil versehen, andere gelten als selbst abzusichernde Klassiker. Aus diesen Zutaten mischt Goedeke einen typischen Auswahlführer zusammen. Für alle, "die auf ihren Winterfluchten die großzügigen Linien lieben", schreibt der Autor.

Und damit diese Linien nicht in einem unangenehmen Verhauer enden, liefert er die Topos sowie Infos über Sicherung, Zu- und Abstieg gleich mit. Die Kletterfotos zeigen viel Sonne, Fels und manchmal auch blaues Meerwasser, das gegen den Wandfuß brandet. Da bekommt man richtig Lust. Aufs Klettern. Und auf den Winter.

Richard Goedeke: Winterfluchten, Bergverlag Rother, 248 Seiten, 24,90 Euro.
http://www.rother.de
[ta]

[ 11 ]  Grenzgang: KambodschaLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Geheimnisvoll liegen die Ruinen von Angkor inmitten der dichten Regenwälder Kambodschas. Vor mehr als 1.200 Jahren ließ König Jayavarmann II die prächtige, weitläufige Tempelanlage errichten. Er träumte von einem riesigen Reich, in dem Frieden und Wohlstand herrschen. Ein Jahrtausend später wird der Traum von Angkor zum Albtraum. Unter Pol Pot ermordeten die Roten Khmer mehr als zwei Millionen Menschen.

Auf den Spuren des Traums von Angkor begibt sich Martin Engelmann auf eine abenteuerliche Reise durch Kambodscha. Kaum erkundete Naturschutzgebiete entlang des Mekong ziehen den Reisefotografen in ihren Bann. Feinfühlig und kritisch dokumentiert er seine Erlebnisse und die Begegnungen mit den Menschen, die trotz der grausamen Vergangenheit voller Lebensfreude und Optimismus in die Zukunft blicken.

Kambodscha: 9. Oktober, 18:30 Uhr, Köln, studio dumont

Weitere Veranstaltungen:
CORNWALL – DEVON & SOMERSET: 9. Oktober, 15 Uhr, Köln, studio dumont

DAV-Mitglieder erhalten im Vorverkauf eine Ermäßigung.

http://www.grenzgang.de
[ta]

[ 12 ]  Buchtipp: Free Solo von Alexander HuberLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Alexander Huber entfacht in seinem neuen Buch Free Solo mal wieder das Kletterfieber bei seinen Lesern und sorgt schon beim Lesen für feuchte Finger.

Am Anfang seines Buches beschreibt Alexander Huber erst einmal bedeutende Eckpfeiler der Klettergeschichte mit den Protagonisten wie Paul Preuß oder Emilio Comici. Nach diesen Anfängen des Alpinismus kommt der Extremkletterer Huber zu seiner persönlichen Leidenschaft, dem Free Solo Klettern und schildert einige der imposantesten und atemberaubendsten Highlights des Solokletterns. Hierbei legt Alexander Huber nicht nur seine Sichtweise und Beschreibungen dar. Im Buch finden sich immer wieder Textbeiträge herausragenden Kletterer, wie von John Bachar, Wolfgang Güllich, Alain Robert und Hansjörg Auer.

Und die Felsen und Namen der Free Solo Routen sind genauso prominent wie die der Kletterer: "Astro Man" im Yosemite Valley, "Chimpanzodrome" in Soussois (Frankreich), die "Direttissima" der Großen Zinne, die "Schweizer Führe" am Grand Capucin, der "Weg durch den Fisch" in der Marmolada. Das Meisterwerk schlechthin: "Separate Reality" ebenfalls im Yosemite. Alle Routen bieten Stoff für mitreißende Geschichten. Als herausragender Meilenstein des Free Solo Kletterns wird die Begehung von Wolfgang Güllich im Oktober 1986 durch die "Separate Reality", einem Riss durch ein waagerechts Sieben-Meter-Dach im Schierigkeitsgrad 8+, ausführlich beschrieben.

Garniert werden die mitreißenden Texte mit über 70 Abbildungen, welche die Extremkletterer in ihren abenteuerlichsten Routen zeigen. Nach seinem Alleingang durch die Nordwand der Großen Zinne resümiert Emilio Comici zufrieden: "Wir leben einzig von den Sinneseindrücken, jeder hat seine eigenen, sonst wäre das Leben nutzlos und leer. Aber um dieses Leben vollkommen auszuschöpfen, muss man etwas wagen."

Alexander Huber: Free Solo, Pieper MALIK, 208 Seiten, 14,95 Euro
http://www.piper-verlag.de/ng/buch.php?id=17486#presse

Video: Separate Reality - Free Solo von Dean Potter
http://www.youtube.com/watch?v=8zyZvEBuw_4&feature=related
[ka]

[ 13 ]  Globetrotter präsentiert Shay CullenLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Am 21. September gastiert Shay Cullen bei Globetrotter. Er berichtet über das Projekt Straßenkinder der Philippinen und erzählt die Geschichte eines seiner Schützlinge - die Geschichte von Angel-Grace.

    
 
Bereits 2009 nominierte das Komitee Shay Cullen für den Friedensnobelpreis. Mit seiner Hilfsorganisation PREDA hilft er verwaisten und misshandelten Straßenkindern Manilas und schenkt ihnen ein neues Zuhause. Aufgrund von Armut und Misshandlung flüchten viele Kinder in die Großstadt: Sie hoffen auf ein besseres Leben und Arbeit. Nicht selten sind die Kinder nicht älter als sechs Jahre und versuchen, sich dort durchzuschlagen. Viele von ihnen landen in Kinderknästen, weil sie beim Klauen oder Klebstoff schnüffeln erwischt wurden. Häufig werden sie auch zur Prostitution und Sextourismus gezwungen. So wie Angel-Grace, die mit elf Jahren von einer Zuhälterin an ausländische Touristen verkauft wurde. Nach zwei Jahren lernte Shay Cullen das völlig traumatisierte Mädchen kennen und befreite sie aus den Händen der Zuhälter. Mit seiner Hilfsorganisation nahm er sie in das Kinderheim auf. Dort lebt Angel-Grace nun mit über 50 weiteren Missbrauchsopfern. Sie erhält eine psychologische Therapie und eine Schulausbildung.

Unterstützung erfährt das Projekt von den Kölner Tatortkommissaren und ihrem eigens dafür gegründeten Tatort Verein e.V. Diesen wiederum unterstützt seit über vier Jahren die Kölner Filiale von Globetrotter Ausrüstung, und zwar durch die Abnahme von über 44.000 Tüten Mango Monkeys (Fruchtgummis) für den Straßenkarneval. Der Erlös der fair gehandelten Kamelle fließt in die Arbeit PREDAs und hilft Shay Cullen bei seinem Engagement. Darüber hinaus wurden vor einem Jahr die fair gehandelten Fruchtgummis in allen Filialen deutschlandweit in das Standardprogramm aufgenommen, um noch besser die Arbeit des Vereins zu fördern.

Shay Cullen: Straßenkinder der Philippinen (englischer Vortrag), 21. September, Rautenstrauch-Jost-Museum am Neumarkt, Einlass 20:15 Uhr, Beginn 20:30 Uhr, VVK 10 Euro, AK 12 Euro.

http://www.globetrotter.de/de/filialen/events/index.php
[pr]

[ 14 ]  Neue Trekkingführer: Italien und AfrikaLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
"Ein wahrer Trek lebt von den Übernachtungen entlang des Weges. Ein Ziel im Sinne eines geographischen Endpunktes existiert nicht. Wichtig sind dagegen die Einstellung und die Art und Weise, wie wir einer solchen Entdeckungsreise begegnen." Das schreibt Gian Luca Boetti. Dass man für solche Abenteuer nicht in den Himalaya oder in die Anden reisen muss, zeigt er in seinem neuen Buch Trekking in den Turiner Alpen aus dem Verlag Versante Sud.

Zwölf Wanderungen stellt er vor, sie dauern zwischen drei und sechs Tagen. Die meisten Touren führen durch die Cottischen Alpen oder das Gran-Paradiso-Gebiet. Übernachtet wird in Berghütten, Biwakschachteln und Etappenlagern. Mit einfachen Piktogrammen liefert der Führer alle wichtigen Infos zu den Etappen wie Gehzeit, Höhendifferenz und Schwierigkeit. So lässt sich schon im Vorfeld die passende Tour auswählen, auch mit Hilfe der detaillierten Routenbeschreibungen.

Einfache Übersichtskarten, Tipps zu Anreise, Unterkunft und lokalen Spezialitäten gibt es obendrein. Für Abwechslung sorgen zudem die kleinen Geschichten über regionale Besonderheiten wie Festtage, Käseherstellung oder prähistorische Felsgravuren. Und die Fotos tragen deutlich die Handschrift eines Profis. So weckt Boetti das Interesse für eine Bergregion, die noch nicht von vom Massentourismus heimgesucht wird und selbst von Bergbegeisterten wenig beachtet wird. Zu Unrecht, wie das Buch beweist.

Gian Luca Boetti: Trekking in den Turiner Alpen, Versante Sud-Verlag, 304 Seiten, 28,50 Euro.

http://www.versantesud.it/tedesco/dettaglio.asp?id=306


    
 
Das ist wirklich neu: Ein Führer über alle 4.000er Afrikas. Mit Aufstiegsrouten, Schwierigkeitsbewertungen, zum Teil auch Gehzeiten. Vom Hohen Atlas bis zum Kilimanjaro. 137 Gipfel. Jeder, in dem das Herz eines Abenteurers schlägt, wird an dem Führer Afrika - Die höchsten Berge des Schwarzen Kontinents aus dem Panico-Verlag viel Freude haben.

Autor Hermann Kiendler, Afrika-Kenner und ehemaliger Reiseleiter der Firma Hauser, stellt neun Regionen vor: Den Hohen Atlas, Äthiopien, den Mount Kamerun, den Mount Elgon, das Ruwenzori-Gebirge, den Mount Kenya, die Virungavulkane, den Kilimanjaro und den Mount Meru. Zusätzlich würzt er sein Buch mit zahlreichen Tipps zum Umgang mit Land und Leuten und beleuchtet immer wieder die Besteigungshistorie. So viel geballte Information ist selten in einem Buch. Für bergsteigende Afrika-Liebhaber ein Muss. Für alle anderen ein Führer, um sich inspirieren zu lassen.

Hermann Kiendler: Afrika – Die höchsten Berge des Schwarzen Kontinents, Panico Alpinverlag, 408 Seiten, 29,80 Euro.

http://www.panico.de/de/panico_buecher/bergfuehrer/afrika.php
[ta]

Impressumzum Seitenanfang
Herausgeber: Deutscher Alpenverein, Sektion Rheinland-Köln e.V. (Kölner Alpenverein)
Redaktion: Tobias Aigner [ta], Karsten Althaus [ka], Andreas Borchert [ab], Silke Dunkel [sd], Karl-Heinz Kubatschka [kk] (verantwortlich), Ralph Kunze [rk], Ursula Kutsch [uk], Sven von Loga [sl], Ulrike Perniok [up], Monika Rech [mr], Peter Rücker [pr] und Karin Spiegel [ks]
Kontakt: webmaster@dav-koeln.de
Auflage: 14.232 Empfänger

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