[31] In der Tamergruppe ©Kalle Kubatschka
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ALPINEWS 12/2011


Newsletter des Kölner Alpenvereinsvorherige Ausgabenächste Ausgabe
ISSN: 1617-0563 / 127. Ausgabe / 13. Jahrgang / Köln / 09.12.2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Kölner Alpenverein wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Inhaltzum Seitenanfang
[ 01 ]  Interview mit Iris Kürschner und Dieter Haas zur GTA
[ 02 ]  Der Kölner Alpenverein lädt zur Weihnachtsfeier ein
[ 03 ]  JDAV-Jahresrückblickstreffen
[ 04 ]  Neues von der Hexenseehütte
[ 05 ]  Die gletscherspalten per E-Mail erhalten
[ 06 ]  Unser 10.000stes Mitglied sagt danke schön
[ 07 ]  Sportkletterer des Kölner Alpenvereins äußerst erfolgreich
[ 08 ]  Robert Jasper vollendet Nordwand-Trilogie
[ 09 ]  Grenzgang: Neuseeland
[ 10 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter Ausrüstung
[ 11 ]  Frohe Weihnachten

Service - Kölner Alpenvereinzum Seitenanfang
Mitglieder-Service - Info-Service - Mitglied werden - Mitglieder-Vorteile - Twitter
Angebotsübersicht: Klettern, Wandern, Bergwandern, Bergsteigen, Mountainbiken, Familienbergsteigen, Ski-/Snowboardfahren, Ski-/Schneeschuhtouren, Vorträge, Ausbildungskurse

[ 01 ]  Interview mit Iris Kürschner und Dieter Haas zur GTALink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
In unserer Vortragsreihe AlpinVisionen berichten am 13. Januar 2012 die Bergjournalisten und Fotografen Iris Kürschner und Dieter Haas in ihrer HD-Multivisions-Show GTA - Zu Fuß durch den wilden Westen der Alpen von ihrem bislang anstrengendsten Projekt: 65 Tage, 1.000 Kilometer und 65.000 Höhenmeter waren sie für die Recherche zu ihrem Vortrag und den neuen Rother-Wanderführer unterwegs. Vorab stehen uns beide Rede und Antwort.

Was hat euch bewogen, die Grande Traversata delle Alpi in einem Stück zu begehen? Das sind ja bald 1.000 Kilometer.
    
 
Natürlich hätten wir uns den Weg über mehrere Jahre aufteilen können, so wie das die meisten machen auf der GTA. Aber uns reizte die Herausforderung einmal so lange am Stück zu Fuß unterwegs zu sein. Nicht aus sportlicher Motivation - deshalb wollten wir auch keine "Strecke machen", "Kilometer fressen", sondern uns so viel Zeit nehmen wie wir brauchen, dass auch Begegnungen, Gespräche und das "Hinter die Kulissen schauen", beispielsweise bei einem Käser oder Kunsthandwerker, Platz haben - sondern aus mentalen Gründen. Wie verändert sich unsere Sichtweise auf einem so langen Marsch? Jeden Tag einen Pass hoch und wieder runter, wird uns das auf die Dauer nicht madig? Was passiert mit unserer Psyche, wenn es tagelang regnet? Was, wenn etwas passiert? Aber ohne das Ungewisse, ohne Anstrengung und Gefahren, wär’s ja auch kein Abenteuer.

Warum gerade die GTA?
Weil sie ein ganz besonderer Weg ist und die Alpen noch so zeigt, wie sie vielerorts einmal gewesen sind: Authentisch, ohne Event-Getue und architektonische Wahnsinnigkeiten, die Stadt in die Berge holen zu wollen. Sie führt durch eine vergleichsweise einsame Landschaft, die wir deshalb vielleicht als wild bezeichnen würden, in deren Faltenwurf sich aber eine Bauernkultur erhalten hat, die immer mehr zu verschwinden droht. Archaische Siedlungen, Bogenbrücken, Mühlen, Alpkäsereien, wo der Käse noch auf dem Rücken von Mulis ins Tal gebracht wird ...

Wart ihr mit dem Zelt unterwegs?
    
 
Nein. Uns gefällt die Grundidee der GTA, die Dörfer wieder zu beleben, wo das Geld den Einheimischen direkt zugutekommt; und eben nicht eine neue Infrastruktur entstehen zu lassen, die meist auswärtige Investoren bereichert. In unseren Augen hat die GTA Vorbildfunktion: Das vorhandene Historische mit sanftem Tourismus erhalten und fördern. Abgesehen von ein paar Hütten, enden die Etappen in den Dörfern der diversen Talschlüsse. So bekommt man nicht nur die großartige Landschaft, sondern auch die kulturelle Vielfalt hautnah mit.

Was hat euch bewegt?
Wer die Region schon länger kennt, kann quasi zuschauen, wie sie langsam zerfällt. Dörfer, die vor Jahren noch ein lebendiges Gemeinschaftsleben aufwiesen, mit Schule, Handwerksbetrieben und Bauern, die das Land bewirtschafteten, zählen heute vielfach nur noch ein paar einsame Seelen, meist Alte. Die Jungen sind längst abgehauen, in die Städte, wo ihnen ein "besseres", eher bequemeres Leben versprochen wird. Dabei geht nicht nur eine traditionelle, facettenreiche Gebirgskultur verloren, sondern auch das Land selbst.

Wildnis ist doch schön?
    
 
Im ersten Moment klingt das natürlich sehr romantisch. Doch die meisten Städter sind sich oft gar nicht bewusst, dass die Landschaft, die sie als schön empfinden, eben gepflegt und bewirtschaftet ist. Wer will schon tagelang im Wald ohne Panorama wandern. Bleibt die Landschaftspflege aus, verbuscht das Gelände, verliert an Artenvielfalt, ist der Erosion, Lawinen, Unwettern stärker ausgeliefert, während die Städte immer mehr in die Täler hineinwachsen und sich Uniformität breit macht. Niemandem kann doch diese Entwicklung gefallen. Und deshalb wandern wir nicht irgendwo im Ötztal, in den Dolomiten oder bei Zermatt, sondern eben die GTA. Weil sie den entvölkerten Alpentälern Hoffnung und Impulse gibt, einen Weg, mit sanftem Tourismus und Vernetzung von lokalen Produkten und Betrieben die Region wieder aufzuwerten, ihren Untergang zu stoppen. Durch Eigeninitiative in ein paar wenigen Tälern, wie im Maira-Tal, ist das auch schon gelungen, kehren Auswanderer wieder in ihr Heimattal zurück, bauen alte Häuser zu Pensionen, Restaurants, Spezialitätenläden um, kultivieren Kräuter, züchten Schafe ...


    
 
GTA - Zu Fuß durch den wilden Westen der Alpen, Iris Kürschner und Dieter Haas, HD-Multivision in der Reihe der AlpinVisionen, 13. Januar 2012, Aula der Barbara-von-Sell-Schule, Niehler Kirchweg 118, in Köln-Nippes, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, DAV-Mitglieder 5 Euro, Nichtmitglieder 8 Euro, Jugendliche 2,50 Euro.

Weitere Informationen sind zu finden unter:
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/vortraege.cgi#4

Kartenvorverkauf:
https://www.dav-koeln.de/cgi-bin/karten_at1.cgi?1&vor4

http://www.powerpress.ch/
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[ 02 ]  Der Kölner Alpenverein lädt zur Weihnachtsfeier einLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Zur Erinnerung: Der Kölner Alpenverein lädt in diesem Jahr erstmals Wanderer und Bergsteiger am 10. Dezember, ab 15 Uhr, zu einer Weihnachtsfeier in die Barbara-von-Sell-Schule in Köln-Nippes ein.

Mit Glühwein, bester Laune und einem informativen und abwechslungsreichen Rahmenprogramm aus Vorträgen und Workshops.

Der Eintritt ist an diesem Tag für Mitglieder frei!

Ergänzt wird das Programm durch einen Weihnachts-Sonderverkauf der Firma Outdoor Hauschke. Darüber hinaus können Bergsteiger und Trecker am Stand der Firma Höhenbalance die Auswirkungen dünner Luft hautnah erleben. Um 20 Uhr nimmt Axel Vorberg die Besucher mit auf eine spannende Reise nach Grönland: Er zeigt faszinierende Eindrücke und Bilder vom Leben der Inuit, von der Entdeckung der Abgeschiedenheit, der Schönheit des Polarlichts und der weißen Ruhe des ewigen Eises.

Sonderaktion: Mitglied werden ohne Aufnahmegebühr
Beabsichtigen Sie im nächsten Jahr in den Kölner Alpenverein einzutreten? Dann tun Sie dies am besten während dieser Veranstaltung. Nur dort können Sie bis zu 47 Euro sparen! Informieren Sie sich über die Beiträge und die Vorteile als Mitglied im Deutschen Alpenverein.

Weitere Informationen sind zu finden unter:
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/vortraege.cgi#3
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[ 03 ]  JDAV-JahresrückblickstreffenLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Es ist wieder soweit: Am 15. Dezember veranstaltet die Jugend des Kölner Alpenvereins in der Geschäftsstelle, ab 18:30 Uhr, das jährlich stattfindende Jahresrückblickstreffen. Alle Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.

Gemeinsam mit allen Freunden der Jugend wollen wir 2011 Revue passieren lassen und die schönsten Momente noch einmal durchleben. So auch die großen Highlights des Jahres: die zweiwöchige Sommerfahrt nach Norwegen und die Fahrt nach Fontainebleau. Außerdem stellen wir unsere Gruppen und unsere neuen Mitarbeiter und Jugendleiter vor.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Damit wir besser planen können, meldet euch bitte bei Svenja Nettekoven dazu an.

http://www.jdav-koeln.de
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[ 04 ]  Neues von der HexenseehütteLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Wie wir in der Ausgabe 08/2011 der ALPINEWS berichtet haben, wurde in diesem Sommer das Skigebiet Fiss-Ladis-Serfaus im Bereich des Masners erweitert.

Die Auswirkungen dieser Baumaßnahmen waren an der Hexenseehütte deutlich zu spüren. Die neue Piste, die Hexenseeabfahrt, die vom Gipfel des Masners über den Hexensattel hinunter zur Skihütte Masner führt, verläuft direkt an der Hexenseehütte vorbei.

Da abzusehen war, dass zukünftig eine erheblich stärkere Frequentierung der Hexenseehütte zu erwarten ist, musste ein neues Nutzungskonzept für die Hütte erstellt und umgesetzt werden. Ein Betrieb der Hütte wie bisher wäre nicht mehr möglich gewesen: Die Versorgung der Hütte mit Trinkwasser und die Entsorgung sowie eine adäquate Bewirtung der Gäste wären nicht annähernd zu realisieren gewesen. Ganz zu schweigen von der Einhaltung der nötigen gesetzlichen Vorschriften für ein Gastgewerbe. Auch die energetische Versorgung über die dann viel zu kleine Photovoltaikanlage hätte nicht funktioniert.

    
 
Insofern gab es nur zwei Alternativen: Schließung der Hütte oder Weiterbetrieb und die dafür notwendigen hohen Investitionen tragen.

Einerseits lag uns der Betrieb der Hütte natürlich sehr am Herzen, andererseits stellten eine Anbindung an das Stromnetz und die Wasserver- und Entsorgung sowie die notwendige Erweiterung und Umbau der Hütte einen erheblichen Finanzbedarf dar. Aus eigener Kraft hätte die Sektion diese Aufgabe nicht ohne weiteres stemmen können.

Da auch die Seilbahngesellschaft und die Gemeinde sehr an einem weiteren Betrieb der Hexenseehütte interessiert waren, lag hier eine Zusammenarbeit nahe. Die Lösung sieht nun so aus, dass die Sektion die Hütte im Winter an die Seilbahngesellschaft verpachtet und diese ihrerseits alle notwendigen Um- und Erweiterungsbauten sowie die energetische Anbindung übernimmt. Da die Seilbahn dabei alle nötigen Investitionen tragen muss, sieht der Pachtvertrag ein längerfristiges Pachtverhältnis vor.

    
 
Im Sommer wird die Hexenseehütte wie gewohnt durch unseren Hüttenwirt Franz Althaler und über den Hüttendienst betrieben. Im Winter übernimmt den Betrieb die Seilbahngesellschaft.

Damit sich die Investitionen rechnen und die Behördenauflagen erfüllt werden können, musste der gastronomische Bereich verändert und vor allem im Bereich der Terrasse deutlich vergrößert werden. Übernachtungen sind auf der Hütte im Sommer wie im Winter weiterhin möglich, ebenso die Selbstversorgung.

Da die Zeit zum Winter hin drängte, wurde nach der grundsätzliche Einigung zügig mit den Arbeiten begonnen. Der alte Sanitärbereich wurde umgebaut und der vorhandenen Küche zugeschlagen.

    
 
Der neue Sanitärbereich wurde westlich an die Hütte angebaut. Für den Winterbetrieb 2011/2012 muss dabei eine Containerlösung herhalten, da der für Sommer 2012 geplante feste Anbau nicht so kurzfristig realisiert werden konnte.

Der Zugang zum südlichen Matratzenlager musste verlegt und das Lager verkleinert werden, da ein zweiter Fluchtweg auf die Terrasse notwendig wurde. Die Terrasse wurde auf ca. 200 Sitzplätze erweitert. Diese Erweiterung ist erheblich und hat starken Einfluss auf das Erscheinungsbild der Hütte, war aber leider nicht zu umgehen.

Da der Winterraum (Nothütte) der Piste weichen musste, wurde ein Ersatzbau unter der Terrasse eingerichtet. Die baulichen Veränderungen können Sie anhand der Pläne von Keller und Erdgeschoss sowie den Ansichten ersehen. Bitte beachten Sie, dass der dort gezeigte Planungsstand die endgültige Lösung mit dem festen Sanitäranbau beinhaltet, der erst in 2012 so realisiert werden wird.

    
 
Der Vorstand ist sich sehr wohl bewusst, dass die getroffene Entscheidung und damit der Umbau starken Einfluss auf den Habitus der Hütte haben werden. Die Hütte wird nicht mehr dieselbe sein wie vorher, das ist klar.

Aber der beschrittene Weg war die einzige Möglichkeit, die Hütte über lange Jahre im Bestand zu sichern und für die Sektion, die Mitglieder und alle anderen Bergsportler zu erhalten.

Ganz davon abgesehen bietet die Hexenseehütte nach Fertigstellung des Umbaus den Besuchern aber auch ganz neue Möglichkeiten.

http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?303
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[ 05 ]  Die gletscherspalten per E-Mail erhaltenLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Seit zwei Ausgaben besteht für unsere Mitglieder nun die Möglichkeit, unsere Vereinszeitschrift, die gletscherspalten, per E-Mail anstatt per Post zu erhalten. Bisher haben knapp 100 unserer Mitglieder auf die neue Art der Zustellung umgestellt.

Wir dachten eigentlich, dass diese neue Form der Zustellung, die ja Umwelt und Ressourcen schont, mehr Zuspruch finden würde. Aber entweder ist diese Option noch zu wenig bekannt oder unsere Mitglieder wollen in der Mehrheit doch lieber ein bedrucktes Stück Papier in Händen halten.

Falls Sie es aber doch vor acht Monaten überlesen haben sollten, hier noch einmal die Info dazu:

Wenn Sie digitale Medien bevorzugen, können Sie so die Umwelt und Ressourcen schonen: Für Ihr Exemplar der gletscherspalten muss dann kein Baum gefällt und auch kein Postauto durch die Gegend gefahren werden. Außerdem kann die Sektion dadurch Druck- und Portokosten einsparen.

Die gletscherspalten in elektronischer Form als PDF-Datei gibt es ja schon länger im Archiv auf unserer Webseite. Dort können Sie die Zeitschrift bis zur Ausgabe 3/2004 einsehen.

Bei der Umstellung auf die Zustellung per E-Mail erhalten Sie die aktuelle Ausgabe zeitgleich an Ihre bei uns hinterlegte E-Mail-Adresse zugeschickt. Die Dateigröße ist dabei auf maximal vier Megabyte begrenzt. Die Umstellung geht über unseren Mitglieder-Service ganz einfach.

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[ 06 ]  Unser 10.000stes Mitglied sagt danke schönLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Sie erinnern sich bestimmt: Mit Franziska Franke konnten wir am 28. September 2010 unser 10.000ste Mitglied begrüßen. Neben der beitragsfreien Mitgliedschaft konnte sie sich über einen Übernachtungsgutschein für das Kölner Haus und die Hexenseehütte freuen. Sie berichtet uns hier von ihren Erlebnissen:

Im August dieses Jahres war es endlich soweit und ich konnte meinen Gutschein aus dem letzten Jahr am Kölner Haus einlösen. Als Dankeschön schreibe ich Ihnen ein paar Zeilen, um durch meine Erlebnisse auch andere Bergfans für diese Region zu gewinnen.

Also auf geht’s - zusammen mit meiner Mutter düse ich circa 700 Kilometer nach Serfaus. Trotz Karenzzeit verpassen wir die letzte Seilbahn um 17:00 Uhr zum Kölner Haus. Kein Problem - die Tochter des Hüttenwirts, Anja, nimmt uns aus dem Dorf mit rauf - Glück gehabt! Oben auf fast 2.000 Metern Höhe erwartet uns ein nettes Panorama - in die Höhe auf den begehrenswerten 3.000er Furgler genau wie in die Tiefe zum Ort Serfaus - und Sonnenschein pur!

    
 
Drei Tage zum Bergwandern liegen vor uns. Meine Mutter und ich fahren seit vier Jahren jedes Jahr ein paar Tage zusammen wandern, da wir 430 Kilometer entfernt von einander wohnen und in den Bergen so gemeinsam ein paar Tage Zeit für die Mutter-Tochter-Beziehung haben.

Trotz unseres Plans "am ersten Tag nur eine leichte Tour zu machen" können wir dem Reiz nicht widerstehen und erklimmen gleich den Furgler - unser erster Dreitausender. Juchuuu!

Nur der nicht vorhandene Stempel oben führt insbesondere bei meiner Mutter zur Enttäuschung! Später erfahren wir von Franz, dass es auf den Gipfeln nur noch sogenannte Nummern gibt - schade! Die Tour ist super schön und man wird durch den Tieftalsee, den Panoramablick oben und die unendliche Weite belohnt - trotz Ankündigung eines Gewitters steigen wir die schwarze Tour über den Nordgrat ab und freuen uns positiv erschöpft auf das Abendessen mit Vier-Gänge-Menü im Kölner Haus.

In den nächsten Tagen nutzen wir die anderen vielseitigen Wanderwege - der Vorteil auf bereits 2.000 Metern Höhen am Kölner Haus zu sein, ermöglicht spannende Touren.

    
 
Die Natur spielt dabei eine überdurchschnittliche Rolle - sei es beim Murmeltierweg oder Quellenweg - jedem Bedürfnis an "Natur erleben" wird hier etwas geboten - vom gemütlichen Panorama-Genussweg bis zum Erklimmen von Dreitausendern ist alles möglich!

Ein paar Tage Auszeit vom Alltag ist hier schnell möglich. Die unendliche Weite der Berge, der Blick auf umliegende Gebirgszüge, die abwechslungsreiche Natur je nach Höhenlage und vor allem zurück zu einfachen Gegebenheiten bilden für mich den Kontrast zum täglich voll gefüllten Terminkalender.

Nach einem Besuch auf der Hexenseehütte ging es für uns weiter nach Garmisch-Patenkirchen zur "Expedition" Zugspitze. Mit zwei Hüttenübernachtungen schafften wir den Aufstieg auf Deutschlands höchsten Gipfel - den Dreitausender hatten wir ja zum Glück schon Tage zuvor in der Region Serfaus erledigt!

Weitere Bilder von Franziska Franke finden Sie in der Galerie:
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?778
[kk]

[ 07 ]  Sportkletterer des Kölner Alpenvereins äußerst erfolgreichLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Das Kletterjahr ist für die Sportkletterer des Kölner Alpenvereins mit vielen Erfolgen zu Ende gegangen. Fast in allen Altersklassen standen Athletinnen und Athleten aus Köln auf dem Siegerpodest und überzeugten mit erstklassigen Leistungen.

Westdeutsche Meisterschaften in Kassel

    
 
Bei den Westdeutschen Meisterschaften Mitte November in Kassel kletterten in allen weiblichen Altersklassen die Starterinnen mit um die vorderen Plätze. Unsere jüngste Teilnehmerin Tonje Kleinert (13 Jahre) holte sich in der weiblichen Jugend C den zweiten 2. Platz. In der Alterklasse weibliche Jugend B (14-15 Jahre) rutsche Ana Tiripa leider im Finale vom Top Griff ab, aber sie landete damit ebenfalls auf einem guten 2. Platz. Das Treppchen wurde von der Sektion Rheinland-Köln dominiert, denn Rica Naundorf kletterte auf den 3. Platz.

Nach zwei guten 2. Plätzen wurde es somit Zeit für einen Titelgewinn: In Topform kletterte Mara Ruprecht auf den 1. Platz bei der weiblichen Jugend A (16-17 Jahre) und darf sich jetzt Westdeutsche Meisterin nennen.

    
 
Bei den Damen waren drei Athletinnen aus Köln am Start: Kikki Scharf kletterte in einem starken Feld auf den guten 9. Platz und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze. Marion Mannheim verpasste etwas unglücklich knapp das Finale der besten 6 und wurde 7. Im Finale wäre sicher noch mehr möglich gewesen. Besser lief es für Denise Plück, die sich in einem spektakulären Finale den 3. Platz bei den Damen erklettern konnte. Zweite wurde Luise Raab, Frankfurt/Main. Westdeutsche Meisterin wurde die deutsche Top-Kletterin Juliane Wurm aus Wuppertal.

Landesmeisterschaften in der ArenaVertikal in Spich

Nur eine Woche später ging es für die Sportkletterer in der ArenaVertikal in Spich bei der Landesmeisterschaft 2011 wieder um Titel. Die Arena bot mit dem imposanten "Zahn" in der weitläufigen Halle einen tollen Rahmen für die Landesmeisterschaft. Auch in Spich belegten die Mitglieder der Sektion Rheinland-Köln wieder viele vordere Platzierungen.

    
 
Hier die zum Teil beeindruckenden Ergebnisse unserer Athleten und Athletinnen: Tonje Kleinert (Landesmeisterin 2011 weibliche Jugend C), Ana Tiripa (Landesmeisterin 2011 weibliche Jugend B), Rica Naundorf (Vizelandesmeisterin 2011 weibliche Jugend B), Mara Ruprecht (Landesmeisterin 2011 weibliche Jugend A), Melina Lang (Vizelandesmeisterin 2011 Juniorinnen), Vincent Hessfeld (7. Platz männliche Jugend A), Robert Schulz (Vizelandesmeister 2011 Junioren), Denise Plück (Vizelandesmeisterin 2011 Damen), Iris Schlösser (3. Platz Damen), Marion Mannheim (5. Platz Damen), Kikki Scharf (6. Platz Damen).

Titelträger wurde in diesem Jahr bei den Damen Juliane Wurm und bei den Herren Jonas Winter, beide aus Wuppertal.

http://www.sportklettern-nrw.de
[ka]

[ 08 ]  Robert Jasper vollendet Nordwand-TrilogieLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Robert Jasper gelingt zusammen mit Roger Schaeli die Vollendung der Freien Nordwand Trilogie von Eiger, Matterhorn und Grandes Jorasses.

Extrembergsteiger Robert Jasper war Anfang Oktober zusammen mit seinem Seilpartner, dem Schweizer Profibergsteiger Roger Schaeli, in der Matterhorn Nordwand erfolgreich. Jasper und Schaeli gelang im Alpinstil die erste freie Begehung der Sebastien Gay Memorial Route, (1.000 Meter, F5/A2, 90°), Rotpunkt M8, an einem Tag.

    
 
Die Route des berühmten Schweizer Bergsteigers Jean Troillet, die er 2008 zusammen mit Martial Dumas und Jean Fredriksen aus Frankreich in drei Tagen erstbegangen hatte, folgt auf den ersten 400 Metern der Tschechendirettissima von 1972, um dann ein kurzes Stück der klassischen Schmidroute zu folgen, gefolgt vom Pitelkaausstieg.

Jasper und Schaeli kletterten am 4. Oktober 2011 in 16,5 Stunden bei guten Verhältnissen durch die Nordwand. Frei geklettert zählt diese Route nun zu den weltweit schwierigsten Mixed Routen (M8). Das erste Wanddrittel stellt mit seinen 400 überhängenden Metern dabei die Schlüsselstelle dar.

    
 
Mitten in der Steilwand fanden Jasper und Schaeli einen Haken und eine daran fixierte Holzkiste. Statt dem vermuteten Wandbuch handelte es sich hierbei jedoch um eine Urne, die, wie sich später herausstellte vom Schweizer-Französischen Team um den verunglückten Sebastien Gay (und Namensgeber der Route) dort zurückgelassen worden war.

Mit dieser Besteigung gelang Jasper und Schaeli die letzte Etappe ihrer Nordwand-Trilogie, der freien Begehung der Nordwände von Eiger, Matterhorn und Grandes Jorasses, einem Bergprojekt, das sich in die Freiklettergeschichte der größten Nordwände der Alpen einreihen wird.

    
 
Details zu den Routen der Trilogie:

Grandes Jorasses Nordwand, 1. freie Begehung von
No Siesta, 1.000 Meter, M8 (Jasper/Stofer, 2003)

Eigernordwand, 1. freie Begehung der John Harlin Direttissima, 1.800 Meter, M8 (Jasper/Schaeli, 2010)

Matterhorn Nordwand, 1. freie Begehung der Sebastien Gay Memorial Route 1.000 Meter, M8 (Jasper/Schaeli, 2011)

http://www.robert-jasper.de
[kk]

[ 09 ]  Grenzgang: NeuseelandLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Rund 14.000 Kilometer touren Katrin und Henno Drecoll durch Arotearoa, das "Land der weißen Wolke". Danach steht ihr Urteil fest: Es ist unmöglich, dem Reiz Neuseelands zu widerstehen.

Lebenslustig und temporeich stellen die outdoorbegeisterten Fotojournalisten das Inselreich vor. Ihre Entdeckungsreise beginnt am Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt des Landes, und führt sie zu den Traumstränden der Bay of Island. Im Egmont-Nationalpark erhebt sich der majestätische Kegel des Vulkans Taranaki aus dem Regenwald. Auf der Südinsel wetteifern quirlige Städte, eisige Gletscher und schroffe Gipfel um die Aufmerksamkeit der Reisenden. Und wenn die sagenhaften Landschaften, die schon die Kulisse für das Filmepos "Der Herr der Ringe" gaben, im Panoramaformat zu sehen sind, ist das wahrlich großes Kino.

Henno Drecoll: NEUSEELAND - Abenteuer bei Kiwis & Co.
11. Dezember, 18 Uhr, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum


Weitere Veranstaltungen:
11.12.11 LAPITA VOYAGE - SÜDSEE, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum, 10:30 Uhr
11.12.11 AUSTRALIEN, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum, 15 Uhr
08.01.12 MASUREN, Köln, studio dumont, 15 Uhr
08.01.12 DAS BALTIKUM ENTDECKEN, Köln, studio dumont, 18:30 Uhr

DAV-Mitglieder erhalten im Vorverkauf eine Ermäßigung.

http://www.grenzgang.de
[ta]

[ 10 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter AusrüstungLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Die Aktionen von Globetrotter im Dezember stimmen nicht nur auf Weihnachten ein, sondern bieten auch eine gute Gelegenheit persönliche Weihnachtsgeschenke für Bücherwürmer, Naturburschen und eben echte Globetrotter zu finden.

Meet & Greet mit Andreas Kieling

    
 
Am Donnerstag, den 17. Dezember, haben Sie die Gelegenheit Andreas Kieling persönlich kennenzulernen. Die Bandbreite seiner zahlreichen Bücher ist ebenso faszinierend, wie sein Fundus an Geschichten über unberührte Natur in Deutschland, gespickt mit vielen persönlichen Anekdoten. Andreas Kieling wird an diesem Nachmittag einige seiner Geschichten vorstellen, so dass Sie die Möglichkeit haben, bei einer guten Tasse Kaffee seinen Abenteuern zu folgen.

Termin: 17. Dezember, 15 bis 17 Uhr
Ort: Buchabteilung der Globetrotter Filiale Köln, 2. Obergeschoss
Bücherkauf und Buchsignierung möglich!


Weihnachten bei Globetrotter Ausrüstung Köln

    
 
Weihnachten rückt unaufhaltsam näher - und es weihnachtet auch bei Globetrotter in Köln. Der Chor "Sportissimo" der Deutschen Sporthochschule sorgt für weihnachtliche Stimmung. Die jungen Sängerinnen und Sänger bringen ihr vielseitiges Repertoire mit und erfreuen mit den klassischen Weihnachtsliedern vor geschmückter Kulisse. Das Globetrotter Team lädt damit zu einer kleinen Pause im hektischen Weihnachtsgeschäft ein.


Im Advent jeweils samstags, um 17, 18 und 19 Uhr.
Ort: Haupteingang der Globetrotter Filiale Köln, Zeppelinstraße

http://www.globetrotter.de/de/filialen/koeln/
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[ 11 ]  Frohe WeihnachtenLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 



Der Kölner Alpenverein und die
Redaktion der ALPINEWS wünschen
allen Mitgliedern und Freunden
eine schöne Adventszeit,
besinnliche Feiertage und einen
guten Rutsch ins neue Jahr!


Impressumzum Seitenanfang
Herausgeber: Deutscher Alpenverein, Sektion Rheinland-Köln e.V. (Kölner Alpenverein)
Redaktion: Tobias Aigner [ta], Karsten Althaus [ka], Andreas Borchert [ab], Silke Dunkel [sd], Karl-Heinz Kubatschka [kk] (verantwortlich), Ursula Kutsch [uk], Ulrike Perniok [up], Monika Rech [mr], Peter Rücker [pr] und Karin Spiegel [ks]
Kontakt: webmaster@dav-koeln.de
Auflage: 13.722 Empfänger

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