[42] Kölner Haus auf Komperdell ©Kalle Kubatschka
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ALPINEWS 01/2013


Newsletter des Kölner Alpenvereinsvorherige Ausgabenächste Ausgabe
    
 
ISSN: 1617-0563 / 140. Ausgabe / 15. Jahrgang
Köln, 10.01.2013

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Kölner Alpenverein wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Inhaltzum Seitenanfang
[ 01 ]  AlpinVisionen: ULTRATOUR 2 - BIS AN DIE GRENZEN
[ 02 ]  Mitgliedsausweise 2013
[ 03 ]  Der Kölner Alpenverein stellt sich vor
[ 04 ]  Jahresverlosung zu "Mitglieder werben Mitglieder"
[ 05 ]  Wandern und Bergsteigen mit der Tourengruppe
[ 06 ]  Neues aus dem Vorstand
[ 07 ]  Interview mit Erwin Rothgang und Stefan Köhler
[ 08 ]  1. Kölner GPS-Tag
[ 09 ]  VisitTrentino Tourist Guide
[ 10 ]  Grenzgang: Thementag Afrika
[ 11 ]  Neue Bücher aus dem Versante-Sud-Verlag
[ 12 ]  Veranstaltungen bei Globetrotter
[ 13 ]  Neues aus dem Bruckmann-Verlag

Service - Kölner Alpenvereinzum Seitenanfang
Mitglieder-Service - Info-Service - Mitglied werden - Mitglieder-Vorteile -
Vorteile bei unseren Partnern - Twitter - Facebook
Angebotsübersicht: Klettern, Wandern, Bergwandern, Bergsteigen, Mountainbiken, Familienbergsteigen, Ski-/Snowboardfahren, Ski-/Schneeschuhtouren, Vorträge - AlpinVisionen, Ausbildungskurse

[ 01 ]  AlpinVisionen: ULTRATOUR 2 - BIS AN DIE GRENZENLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Offizielle Deutschland-Premiere: Am 18. Januar erzählt Christian Rottenegger live von den Höhen und Tiefen eines Ultra-Abenteuers, von Schotter- und Sandpisten, die nicht enden wollen, von Staubstürmen in Tibet auf 5.000 Metern Höhe, vom körperlichen und mentalen Kampf beim Aufstieg zur Shisha Pangma (8.027 m), von eisiger Kälte, Schneegestöber, bitteren Enttäuschungen und von den wundervollsten Momenten, die ein Mensch erleben kann.


Im Frühjahr 2011 startet Christian Rottenegger in Augsburg auf seinem etwa 50 kg schwer bepackten Rad zur Ultratour 2. Zusammen mit seiner Freundin Annette Kniffler, die die gesamte Ultratour 2 auf Bildern und Filmen festhält, geht es von dort immer Richtung Osten; durch Rumänien, Moldawien, Ukraine, Russland und die kasachische Steppe bis nach Almaty unweit des Tian-Shan-Gebirges und zur chinesischen Grenze.

    
 
In China geraten sie unter Spionageverdacht. Nach Tagen, in denen sie vergeblich mit der chinesischen Polizeigewalt Frieden zu schließen versuchen, müssen sie in einer nächtlichen Aktion aus der Region um Yining (Provinz Xinjiang) fliehen. Und die Probleme in China reißen nicht ab: Bis tief in die tibetische Einsamkeit werden sie von der chinesischen Geheimpolizei verfolgt.

Schließlich schaffen sie es doch mit dem Rad bis zum Ausgangspunkt der Expedition, zum 5.000 m hoch gelegenen Fahrerlager der Shisha Pangma (8.027 m). Von dort brechen sie in Richtung Basis-, dann Hochlager auf. Doch Krankheit und der bei der Radtour über Tibets Pisten eingeatmete Staub in der Lunge machen Rottenegger zunehmend zu schaffen. Die Expedition wird zum Kampf - gegen die Gewalt der Höhenstürme, gegen den schmerzenden Körper, gegen den Kopf, der zur Umkehr drängt ...

Modernste, professionelle Digitaltechnik projiziert diese Multivision auf 8 Metern Breite in HD-Qualität und im 16:9 Format.

    
 
Als Extrembergsteiger und Fotograf hat Christian Rottenegger vor fünfzehn Jahren die Gebirge dieser Welt zum Mittelpunkt seiner Arbeit und zum Gegenstand seiner Fotoreportagen gemacht. Seither ist er Jahr für Jahr mit der Kamera zu den entlegendsten und höchsten Gebirgszügen unserer Erde unterwegs: Auf Expeditionen etwa zum Mount Everest (Himalaja), Cho Oyu (Tibet), Khan Tengri (Tian Shan) und Gasherbrum II (Karakorum).

Rottenegger ist als Produktfotograf unter anderem für das Fotomagazin ColorFoto tätig und lebt am Ammersee, wo er im Jahr 2007 das CrossMedienbüro für Pressearbeit und Werbung gründete.

    
 
Dieser Vortrag findet in Zusammenarbeit mit Globetrotter Ausrüstung Köln statt und gehört zur Globetrotter-Highlight-Serie der AlpinVisionen.


Verlosung: In der Pause werden Sachpreise von Globetrotter Ausrüstung sowie mehrere Wanderführer vom Bergverlag Rother verlost.

Kartenverkauf: bei Globetrotter Ausrüstung Köln im Olivandenhof und auf unserer Webseite.

Mehr Infos zum Vortrag finden Sie auf unserer Webseite (inkl. Trailer). Das Interview mit Christian Rottenegger ist in der Ausgabe 12/2012 der ALPINEWS erschienen.


Weitere Termine der AlpinVisionen:
WILDE ALPEN mit Bernd Ritschel, 15.02.13, Barbara-von-Sell-Kolleg
LEIDENSCHAFT 8000 - TIEFE ÜBERALL mit Gerline Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits, 10.03.13, Forum Leverkusen

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[ 02 ]  Mitgliedsausweise 2013Link teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Es ist wieder soweit. Bald werden die neuen DAV-Mitgliedsausweise für das Jahr 2013 versendet. Der Ablauf der Versendung unterscheidet sich nach der Art der Zahlung des Mitgliedsbeitrags:


Lastschriftverfahren

    
 
Wenn Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen - wie 98 Prozent unserer Mitglieder - dann erhalten Sie Ihren Mitgliedsausweis für 2013 automatisch bis Ende Februar zugeschickt. Solange ist Ihr alter Mitgliedsausweis von 2012 noch gültig. Die Abbuchung des Mitgliederbeitrags ist Anfang Dezember erfolgt.

Eine dringende Bitte: Sollte uns bei der Abbuchung Ihres Beitrags ein Fehler unterlaufen sein, dann widersprechen Sie der Abbuchung bitte nicht, sondern machen Sie uns eine kurze Mitteilung über den Mitglieder-Service. Wir sorgen dann umgehend für die Korrektur. Sie helfen uns dadurch die Stornogebühren zu sparen, die nicht unerheblich sind.


Überweisung

Wenn Sie uns Ihren Beitrag überweisen, dann erhalten Sie Ihren Mitgliedsausweis für 2013 erst nach Eingang Ihres Mitgliedsbeitrags und der Bearbeitung durch die Geschäftsstelle zugesandt. Wie in den letzten Jahren üblich, werden keine Beitragsrechnungen oder Überweisungsvordrucke versendet. Bitte entnehmen Sie die Höhe Ihres Beitrags unserer Webseite. Ihre Kategorienummer finden Sie auf Ihrem Mitgliedsausweis für 2012.

Da die Verbuchung des Beitrags, die Kuvertierung und der Versand händisch erfolgen müssen, bitten wir um Verständnis, falls es zu Verzögerungen kommen sollte. Bitte überweisen Sie den Beitrag satzungsgemäß bis 31. Januar auf Konto 30303032 bei der Pax Bank, BLZ 37060193.

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[ 03 ]  Der Kölner Alpenverein stellt sich vorLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Zu unserem InfoAbend laden wir alle ein, mehr über den Kölner Alpenverein zu erfahren.

Wie funktioniert er, was gibt es zu entdecken und welche konkreten Angebote gibt es?

Wie kann ich mich als neues Mitglied zurechtfinden?

Bei Snacks und Getränken bietet sich in lockerer Runde die Gelegenheit Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen.

Wann: 19. April um 19:00 Uhr
Wo: in der Geschäftsstelle
Leitung: Axel Vorberg

Die Teilnehmerzahl ist an diesem Abend auf 35 Personen begrenzt. Wir bitten um rechtzeitige, verbindliche Anmeldung.

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[ 04 ]  Jahresverlosung zu "Mitglieder werben Mitglieder"Link teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Die in 2010 neu aufgelegte Aktion Mitglieder werben Mitglieder war auch im Jahr 2012 wieder erfolgreich. Insgesamt wurden darüber 115 neue Mitglieder für die Sektion gewonnen. Die Werberinnen und Werber haben dafür ebenso viele Lose für die Jahresverlosung und 87 Gutscheine über 20 Euro erhalten. Die Gutscheine können für den Grundbetrag bei Ausbildungskursen, in der Geschäftsstelle (z.B. Vorverkauf AlpinVisionen), für den DAV-Shop oder den DAV Summit Club verwendet werden.

Und die Gewinner der Jahresverlosung 2012 sind:

Je einen 300-Euro-Übernachtungsgutschein für das Kölner Haus haben Robin Schäfer und Bernhard Schreiber gewonnen. Die 150-Euro-Gutscheine des DAV Summit Clubs gehen an Denise Plück, Annette Dohmen und Brigitte Hagemeier.

    
 
Zu gewinnen gab es außerdem fünf beitragsfreie Jahresmitgliedschaften für 2013, fünf 80-Liter-Reisetaschen vom DAV-Summit-Club, 10 Kartengutscheine für alle AlpinVisionen der Saison 2013/2014 sowie 10 Schirme und Tassen mit dem Sektions-Logo. Die Gewinner werden entweder per E-Mail durch die Mitarbeiterinnen unserer Geschäftsstelle informiert oder erhalten ihre Gewinne direkt per Post.

Wir danken allen ganz herzlich, die sich an der Aktion aktiv beteiligt und neue Mitglieder für unsere Sektion geworben haben. Ebenso danken wir dem DAV Summit Club für die attraktiven Preise für die Jahresverlosung.

Die Aktion Mitglieder werben Mitglieder geht natürlich auch in 2013 weiter. Die ersten Mitgliederwerbungen liegen uns schon wieder vor und als Sponsor ist auch der DAV Summit Club wieder mit im Boot.

Machen Sie mit, denn alle gewinnen dabei.

Sie gewinnen, weil Sie sich über Gutscheine oder einen der 45 Preise im Gesamtwert von über 2.000 Euro freuen können. Jedes geworbene Mitglied gewinnt, weil es von den vielen Vorteilen einer Mitgliedschaft im Alpenverein profitiert. Auch der Deutsche Alpenverein und der Kölner Alpenverein gewinnen, weil sie neue Mitglieder bekommen und in ihrer Arbeit bestätigt und gestärkt werden.

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[ 05 ]  Wandern und Bergsteigen mit der TourengruppeLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Am 23. Januar um 19:00 Uhr lädt die Tourengruppe des Kölner Alpenvereins zu einem Infoabend in die Geschäftsstelle ein. Dabei wird das Programm der Mehrtageswanderungen im Mittelgebirge und der Tourenwochen im Hochgebirge vorgestellt. Fünf Wanderleiter(innen) werden in Wort und Bild ihr vielfältiges Tourenprogramm vorstellen.

Im Mittelgebirge geht es auf Mehrtageswanderungen quer durch Deutschland, sei es auf dem Felsenland-Sagenweg in der Südwestpfalz, auf dem Premiumwanderweg des Saar-Hunsrücksteigs, auf dem wunderschönen Spessartweg, auf dem Qualitätsweg des Druidensteigs im Westerwald oder zwischen den alten und neuen deutschen Bundesländer auf dem Harzer Hexenstieg. Alle Wanderungen im Mittelgebirge haben keine technischen Schwierigkeiten, Voraussetzung ist lediglich eine gute Kondition für Tageswanderungen.

    
 
Bei den Touren im Hochgebirge sind die Anforderungen an die Teilnehmer schon etwas höher. Hier wird neben einer guten Kondition bei einigen Touren eine gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Die Touren sind als Tagestouren von einer Hütte/Pension oder als Streckenwanderung von Hütte zu Hütte konzipiert. Den Auftakt macht ein verlängertes Wochenende über Fronleichnam zum Tegernsee nach Bayern mit einem festen Standquartier. Im Sommer geht es dann zum Hüttentrecking auf den Dolomitenhöhenweg Nr. 8, auf den Friedensweg durch die Karnischen Alpen, durch Söldens stille Berge im Windachtal, auf den urigen Salzburger Almenweg im Salzburger Land oder auf alten, einsamen Wegen im Piemont.

Wer es etwas komfortabler wünscht und nur mit Tagesrucksack unterwegs sein möchte, dem bietet die Tourengruppe Bergwanderwochen in der Ortlergruppe oder auf unserem Kölner Haus hoch über Serfaus. Abschließend gibt es für die Liebhaber von Klettersteigen auch eine Klettersteigwoche auf der Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten in Osttirol. Für diese Tour sollte jeder Teilnehmer jedoch ausreichend Erfahrung im Klettersteiggehen mitbringen, da es sich um keine Anfängertour handelt.

    
 
Bedingung für die Teilnahme an allen Touren ist eine Mitgliedschaft im Kölner Alpenverein. Mit dem Kölner Alpenverein sind Sie besonders günstig unterwegs, da Ihnen auf den Touren nur Ihre Kosten für Unterbringung und Verpflegung entstehen sowie die Umlage der Kosten des/der ehrenamtlichen Tourenleiters/in.

Nähere Informationen zu den einzelnen Touren finden Sie auf unserer Webseite unter Tourengruppe.

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[ 06 ]  Neues aus dem VorstandLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Mit Beschluss der Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins wird ab 2013 in allen Sektionen ein ermäßigter Beitrag für Menschen mit Behinderung eingeführt:

Ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent und mehr gilt für Mitglieder, die sonst den A-Beitrag entrichten müssten, der ermäßigte B-Beitrag. Kinder und Jugendliche im Alter bis 17 Jahre mit Behinderung werden ab diesem Jahr beitragsfrei geführt.

Im Kölner Alpenverein gibt es den ermäßigten Beitrag für Menschen mit Behinderung bereits seit 2011. Durch den Beschluss der Hauptversammlung müssen die Beiträge und Kategorien nun teilweise angepasst werden:

Ab 25 Jahre: Kategorie 2700 (früher 2077), B-Beitrag, 36 Euro (unverändert, 50% ermäßigt)
18-24 Jahre: Kategorie 4077 (unverändert), D-Beitrag, 12 Euro (unverändert, 50% ermäßigt)
0-17 Jahre: Kategorie 7800 (früher 5077), J-Beitrag, 0 Euro (früher 6 Euro)

Die ermäßigten Beiträge für Menschen mit Behinderung werden auf Antrag und gegen Nachweis gewährt.

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[ 07 ]  Interview mit Erwin Rothgang und Stefan KöhlerLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Der Name CIPRA (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) ist selbst unter Bergsteigern keine bekannte Größe. Zu Unrecht, denn der Dachverband, der in acht Alpenländern vertreten ist, kämpft hinter den Kulissen vehement für eine nachhaltige Entwicklung in Europas beliebtestem Gebirge. Bei CIPRA Deutschland wechselte zum Jahresende die Führung. Stefan Köhler übergab das Präsidentenamt an Erwin Rothgang. Der Clou am Rande: Beide sind Mitglieder des Kölner Alpenvereins. Für die ALPINEWS ein Grund mehr, den alten und den neuen CIPRA-Chef zum Gespräch zu bitten - über hart erkämpften Umweltschutz, Schneekanonen in Bayern und die Gefahr, als Spaßbremse zu gelten.

CIPRA Deutschland setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung im deutschen Alpenraum ein. Das klingt gut, aber was machen Sie konkret?
Köhler: Wir sind ein Umweltdachverband, zu dem der Deutsche Alpenverein, aber auch sieben andere Verbände wie der Bund Naturschutz oder Mountain Wilderness gehören. Wir sind politisch tätig und versuchen zum Beispiel die Gesetzgebung der bayerischen Landesregierung zu beeinflussen, wenn sie den Alpenraum betrifft. Weil wir keine Einzelpersonen als Mitglieder haben, organisieren wir selbst keine Protestaktionen. Wenn ein Alpenpass für den Transitverkehr für zwei Stunden blockiert wird, taucht unser Name nicht auf. Unsere Arbeit läuft eher im Stillen ab.
Rothgang: In den Alpen gibt es ein ganz besonderes Problem: Scharen von Menschen, die dort nicht wohnen, nutzen das Gebiet als Erholungsraum. Deshalb ist es besonders schwierig, dem Nachhaltigkeitsanspruch gerecht zu werden. Wir bündeln alle Themen, die mit Nachhaltigkeit im Alpenraum zu tun haben. So erhöhen wir die Durchschlagskraft unserer Mitgliederverbände in der Politik.

    
 
Nennen Sie doch mal ein aktuelles Beispiel für Ihre Arbeit.
Köhler: Im Kleinwalsertal sollte eine neue Seilbahn gebaut werden, die die Skigebiete Hoher Ifen und Walmendinger Horn verbindet, indem sie das Schwarzwassertal überbrückt. Wir von der CIPRA haben die Bürgerbewegung beraten, die sich gegen den Bau gestellt hat. Sie hat einen Bürgerentscheid herbeigeführt - und die Bürger haben den Seilbahnbau mit einer Mehrheit von 55 Prozent abgelehnt.
Rothgang: Die Befürworter der Bahn haben übrigens gesagt, das sei eine Entscheidung gegen den Menschen. Wir sagen, es ist eine Entscheidung für den Menschen. Sie sichert einen unverbrauchten, intakten Naturraum für nachfolgende Generationen. Das Schwarzwassertal ist ja auch so für die Menschen da.

Die CIPRA hat im vergangenen Jahr bereits ihr 60-jähriges Jubiläum gefeiert. Was sind für Sie die größten Erfolge in der Verbandsgeschichte.
Rothgang: Der Meilenstein war sicher, dass wir in den siebziger und achtziger Jahren die Alpenkonvention auf den Weg gebracht haben. Der völkerrechtliche Vertrag wurde 1991 formuliert und dient dem Schutz des Gebirges.
Köhler: Es war ein Glücksfall, dass Deutschland damals den Umweltminister Klaus Töpfer hatte. Er hat die verantwortlichen Minister der Alpenländer an einen Tisch gebracht, obwohl viele Staaten damals noch gar keinen Umweltminister hatten. Inzwischen haben alle acht Alpenstaaten den Vertrag unterzeichnet. Er macht Vorgaben für eine nachhaltige Entwicklung in Bereichen wie Tourismus, Verkehr, Berglandwirtschaft oder Energie.

    
 
Wie fällt denn Ihre Bilanz dieser Alpenkonvention aus. Sind die deutschen Alpen heute ein Ort der nachhaltigen Entwicklung?
Köhler: Da gibt es viel Schatten und wenig Licht. Im Tourismus sind wir von einer nachhaltigen Entwicklung noch Lichtjahre entfernt. Da glauben viele Verantwortliche nach wie vor, man könne mit viel Technik den Skitourismus retten. Denken Sie nur an das Sudelfeld in den bayerischen Voralpen. Dort soll ein 15.000 Quadratmeter großer Speichersee angelegt werden, damit künftig 71 statt 20 Hektar Pistenfläche beschneit werden können. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 45 Millionen Euro. Die Skigebietsbetreiber hoffen auf eine 15-Millionen-Euro-Spritze vom Staat. Dabei wissen wir, dass es wegen des Klimawandels dort in 20 bis 30 Jahren so warm sein wird, dass auch der Kunstschnee nicht mehr liegen bleibt. So etwas bekommt man schwer in die Köpfe. Besser macht es der Chiemgau. Da haben sich einige Gemeinden zusammengeschlossen, um nachhaltigen Tourismus zu fördern. Aber das ist eher die Ausnahme.

In Österreich gibt es eine ähnliche Entwicklung. Dort schmücken sich 18 Orte mit dem Etikett "Bergsteigerdorf". Sie wollen ebenfalls auf nachhaltigen Tourismus setzen. Die Idee stammt vom Österreichischen Alpenverein. Macht Ihnen das Hoffnung oder ist das nur ein Feigenblatt, das andere Umweltsünden verdecken soll?
Rothgang: Der Ansatz ist uns äußerst sympathisch. Die Bergsteigerdörfer sollen sich ja selbst tragen. Das ist wichtig: Nur wenn die Orte von externen Geldgebern unabhängig werden, wollen andere Dörfer das Projekt nachahmen. Wir sollten das in Deutschland unbedingt nachmachen. Im Alpenverein diskutieren wir gerade darüber.

    
 
Hat der Umweltschutz in den deutschen Alpen einen höheren Stellenwert als in den übrigen Anrainerstaaten des Gebirges?
Rothgang: Mit Ruhm bekleckert sich da kein Alpenstaat, Deutschland genauso wenig wie die anderen. Die große Wende zu mehr Umweltschutz wurde nirgends vollzogen.
Köhler: Das ist richtig. In Frankreich ist ein Umdenken sogar erst seit sehr kurzer Zeit erkennbar. Das Land hat in den vergangenen 20 Jahren ganze Regionen mit Retortenskiorten zugebaut. Die sind nur einige Monate im Winter belebt und werden im Sommer zu Geisterstädten. In Österreich will man weitere Skigebiete verbinden. Wie am Piz Val Gronda, wo das Land Tirol einen Zusammenschluss gerade genehmigt hat. Das sind die klassischen Verhaltensmuster: Die Verantwortlichen denken, es müssen immer mehr Pistenkilometer und Liftanlagen her, um den Skitourismus zu retten. Ein fataler Irrglaube.

Dann sollen wir auf das Skifahren künftig verzichten?
Köhler: Nein, wir sind nicht gegen das Skifahren. Wir wollen auch nicht als Spaßbremsen gelten. Auch ich schwinge mit meinen Kindern gern eine schöne Piste hinunter. Wir sind nur der Ansicht, es sind genügend Skigebiete vorhanden. Gebiete, in denen die Kapazitäten ohnehin enorm gestiegen sind, indem zum Beispiel viele Doppel- durch Vierer- oder Sechser-Sessellifte ersetzt wurden. Sie müssen auch den demographischen Effekt bedenken: Die Zahl der neuen Skifahrer nimmt in den geburtenschwachen Jahrgängen immer weiter ab. Mehr Infrastruktur braucht es einfach nicht.

    
 
Ein anderes Top-Thema ist die Nutzung regenerativer Energien in den Alpen. Wie steht die CIPRA dazu?
Köhler: Das ist eine gute, aber schwierige Frage. Gerade Wasserkraft und Windenergie sehen wir zum Teil sehr skeptisch. Wenn wir die Berggipfel mit Windrädern ausstatten würden, leiden der Tourismus und das Naturerlebnis. Deshalb können wir hier nur im Einzelfall entscheiden.
Rothgang: Ich denke, die Energiewende ist eines der wichtigsten Themen der CIPRA für die kommenden Jahre. Es kann nicht sein, dass wir einerseits die Atmosphäre schützen, indem wir andererseits die Landschaft zerstören und ausbeuten. Die Schutzgebiete müssen tabu bleiben.

Viele Bergurlauber würden sicher gern einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, wissen aber nicht wie. Können Sie ein paar Tipps geben?
Rothgang: Den größten Effekt erzielt man bei der Mobilität. Wer auf Fern- und Flugreisen verzichtet und stattdessen in die nahen Berge fährt, tut schon eine Menge. Wer dann noch ab und zu auf die Bahn umsteigt, leistet einen sehr ordentlichen Beitrag zum Umweltschutz.

Herr Köhler, Sie sind vor 25 Jahren doch auch zum Klettern in den Himalaja geflogen. Ist so etwas für verantwortungsvolle Menschen heute nicht mehr drin?
Köhler: Ich weiß, an den Gedanken muss man sich erst mal gewöhnen. Auch ich musste dazulernen. Heute reise ich fast nur noch in die Regionen um meinen Wohnort Friedrichshafen, also ins Allgäu, den Bregenzer Wald oder die Ostschweiz. Mit dem Auto in die Alpen zu fahren ist ok, sofern der Wagen voll besetzt ist. Bahnfahren ist natürlich besser. Positiv für den Umweltschutz ist auch, wenn man Hotels und Gaststätten auswählt, die überwiegend regionale Produkte auf den Tisch bringen.

    
 
Sie sind nicht nur Umweltschützer, sondern auch begeisterte Bergsteiger. Welche Erlebnisse haben Sie am stärksten beeindruckt?
Rothgang: Ich habe zwei Söhne, die mit mir zum Skibergsteigen gehen. Mit denen war ich auf der Haute Route unterwegs. Das war ein Glanzpunkt.
Köhler: Für mich waren zwei Touren psychisch extrem anspruchsvoll. Zum einen eine Erstbegehung am 7.319 Meter hohen Chamlang im Himalaja im Jahr 1990, weil wir zu zweit ohne Hochträger am Berg unterwegs waren. Und zum anderen die Shield-Bigwall am El Capitan in Kalifornien - eine total glatte Wand mit einem feinen Riss. Da klettert man 400 bis 500 Meter durchweg im Überhang.

Ist es auch mal richtig kritisch geworden bei Ihren Touren?
Köhler: Nur ein einziges Mal. Wir sind zu zweit am kurzen Seil gegangen. In der Brenva-Flanke am Montblanc: Absturzgelände, 45 Grad steil. Mein Seilpartner hinter mir ist weggerutscht. Ich konnte gerade noch einen großen Felssporn umarmen und mich festhalten. Sonst wären wir beide höchstwahrscheinlich weg gewesen.
Rothgang: Für mich gilt die alte These: Kritisch wird es meist nicht an den höchsten Bergen, sondern wenn man im Abstieg leichtsinnig wird und irgendwo ausrutscht. Aber zum Glück ist es bei mir immer glimpflich ausgegangen.

    
 
Stefan Köhler wurde 1960 in München geboren. Der promovierte Geograph wechselte vom Amt des Präsidenten in das des Schatzmeisters der CIPRA Deutschland. Hauptberuflich ist er Erster Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen. Köhler ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Erwin Rothgang wurde 1943 in Crailsheim geboren. Auch er hat Geographie studiert. Er leitete das Umweltressort der Stadt Wuppertal und war bis zu seinem Berufsende im Jahr 2008 Beauftragter für die nachhaltige Entwicklung der Stadt. Rothgang ist verheiratet, hat drei erwachsene Söhne und wohnt in Köln.

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[ 08 ]  1. Kölner GPS-TagLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Tageswanderungen in der Eifel, die Überquerung der Alpen oder Trekkingtouren im Himalaya werden heutzutage für das GPS-Gerät geplant, welches den Wanderer sicher durch die Landschaft führt - bei Tag, bei Nacht, bei Nebel.

Verlaufen gibt es nicht mehr, auch nach Einbruch der Dunkelheit findet man noch sicher in die Alpenvereinshütte, wenn man doch etwas zu lange unterwegs sein sollte, als zunächst geplant. Voraussetzung ist, dass man den richtigen Track und die richtige Karte im Gerät hat.

Wie geht das alles? Welches Ausrüstung, welches GPS-Gerät und welches Kartenmaterial wird benötigt? Wo bekommt man das her und was kostet es? Welche Apps für Smartphones sind empfehlenswert?

    
 
Auf dem 1. Kölner GPS-Tag im Studio DuMont gibt es einführende und weiterführende Vorträge, zwei der Referenten, Janina Klug und Sven von Loga sind Mitglieder des Kölner Alpenvereins. Im Foyer informieren und beraten erfahrene Anwender und Vertreter von einschlägigen Firmen über Tourenplanungssoftware, Tourenportale, über GPS-Geräte und Kartensoftware für GPS-Empfänger und PC. Als Aussteller dabei ist auch der GPS-Gerätehersteller Garmin, der für seine GPS-Geräte sowohl die Original Alpenvereinskarten wie auch eine Transalpinkarte anbietet.

Natürlich spielt auch das Thema Geocaching ein wichtige Rolle, diese digitale Schnitzeljagd ist Thema des ersten Vortrags, Referent ist ein Geocaching-Reviewer. Am Infostand im Foyer geben langjährige Hobbygeocacher alle notwendigen Tipps. Wo finden Sie Wandertouren, wie bekommen sie diese ins GPS-Gerät, wie erstellen Sie selber welche, wo finden Sie Geocaches - alle Ihre Fragen werden beantwortet.

Ausführliche Informationen und den Kartenvorverkauf finden Sie unter www.uncites.de. Rund um den 1.Kölner GPS-Tag können Sie an zahlreichen Geländekursen zum Geocaching teilnehmen und praktische Erfahrungen sammeln.

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[ 09 ]  VisitTrentino Tourist GuideLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Die neuen, kostenlosen Apps für iPhones und Android-Smartphones sind die einfachste Art, das Trentino kennen zu lernen und Ihren Urlaub perfekt zu planen.

Wenn Sie sich im Trentino befinden, erkennt die Anwendung Ihren aktuellen Aufenthaltsort und kann Ihnen somit unverzüglich die wichtigsten Anlaufstellen und Möglichkeiten in Ihrer Nähe mitteilen. Ein Touristenführer, der jeder Zeit schnell zur Hand ist. Somit verpassen Sie nichts, was es im Trentino zu entdecken, zu sehen oder auf kulinarische Art und Weise zu erleben gibt.

Im Angebot sind Sehenswürdigkeiten, Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants und Events. Über die Suchfunktion und die Kartendarstellung mit integriertem Google Maps können die Angebote schnell gefunden und ausgewählt werden.

Hunderte von Fotos und Videos der schönsten Orte im Trentino, von den Dolomiten bis zum Gardasee, stehen Ihnen zum Stöbern zur Verfügung. Die Daten werden über das Internet ständig aktualisiert und erweitert. Die Anwendung ist aber auch im offline-Modus verfügbar: Sie sind deswegen nicht immer auf eine direkte Internet-Verbindung angewiesen, um die App nutzen zu können.

Laden Sie sich die kostenlose, deutsche App für iOS oder Android jetzt herunter.

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[ 10 ]  Grenzgang: Thementag AfrikaLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Mit zwei Freunden startet der Fotobiker Dirk Schäfer zu einer Entdeckertour durch Afrika. Das Motorradabenteuer beginnt im namibischen Swakopmund. 10.000 Kilometer voller Unabwägbarkeiten liegen zwischen den Freunden und ihrem Ziel: Kenias legendärer Hafenstadt Mombasa.

In Kenia rollt der mehrfach ausgezeichnete Fotoreporter auf den Spuren des Missionars und Entdeckers Johann Ludwig Krapf. Dessen sensationelle Berichte hatten einst in seiner Heimat ungläubiges Staunen ausgelöst: Da liegt Schnee auf den Bergen Afrikas? So begannen die großen Expeditionen zum Kilimandscharo, Mount Kenya und zu den Quellen des Nils ...

Für Kai-Uwe Küchler ist Südafrika das "schönste Ende der Welt". Kein Wunder, dass der Reisefotograf das Land als finales Highlight seiner Bilder-Reise durch das südliche Afrika gewählt hat. Beginnend mit der Besteigung des Kilimandscharo, zu den roten Dünen der Wüste Namib bis hinein in die Kalahari spannt sich der prächtige Bilderbogen. Mit dem Helikopter geht es über die mächtigen Victoria-Fälle, im Einbaum durch das Tierparadies des Okavango-Deltas und mit dem Geländewagen zu den letzten Nomaden Namibias. In Südafrika darf ein Besuch des Krüger Nationalparks natürlich nicht fehlen, bevor die Reise am Kap der guten Hoffnung endet.

Es ist ein Abenteuer zwischen Nilpferdjagd und Gipfelbezwingung des Kilimandscharo, dieser Best-of-Vortrag von Hartmut Fiebig, der Ostafrika seit über 20 Jahren bereist. Die Reise bietet ein Wechselspiel sich jagender Ereignisse, eine durch und durch afrikanische Safari voller Härten und Humor, begleitet von Wundern, kleinen Katastrophen und Schicksalsschlägen, beschenkt von paradiesischer Natur und beeindruckenden Menschen. Ostafrika lässt seine Masken fallen.

Von Namibia nach Kenia, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum, 27. Januar, 10:30 Uhr
Südafrika/Namibia/Okavango, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum, 27. Januar, 15 Uhr
Tief in Afrika, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum, 27. Januar, 18 Uhr


Weitere Veranstaltungen:
13.01.13 VIA MEDITERRA, Aachen, Cineplex, 14 Uhr
13.01.13 KORSIKA 3D, Düsseldorf, Savoy-Theater, 15 Uhr
13.01.13 VIA MEDITERRA, Düsseldorf, Savoy-Theater, 19 Uhr
16.01.13 VIA MEDITERRA, Münster, Aula im Schloss, 18:30 Uhr
20.01.13 REGENZEIT, Köln, Alte Feuerwache, 15 Uhr
20.01.13 REGENWALD, Köln, Alte Feuerwache, 18:30 Uhr
03.02.13 NORWEGEN, Köln, Cinedom, 11:30 Uhr

DAV-Mitglieder erhalten im Vorverkauf eine Ermäßigung.

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[ 11 ]  Neue Bücher aus dem Versante-Sud-VerlagLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Kaum zu glauben: Vor gut zehn Jahren war Sizilien auf der Kletterlandkarte fast noch ein weißer Fleck. Heute ist die Insel ein Anziehungspunkt für Kletterer aus der ganzen Welt und eine der bedeutendsten Kletterregionen im Mittelmeerraum. Das zeigt auch die 3. Ausgabe von Di Roccia di Sole - Klettern auf Sizilien von Massimo Cappuccio und Peppe Gallo. Der deutschsprachige Kletterführer aus dem Versante-Sud-Verlag stellt fast 100 Gebiete vor. Vor allem die Region um San Vito Lo Capo hat sich - auch dank eines jährlichen Kletterfestivals - zu einem der wichtigsten Hotspots Europas gemausert. Aber Klettern auf Sizilien heißt nicht nur Klettern in San Vito. Überall auf der Insel erschließen Einheimische und Kletterreisende neue Felsen, wie beispielsweise Contrada Alfano bei Siracusa oder die Gebiete bei Ragusa. Keine Lust auf Schneematsch und Dauerfrost? Dann ist Sizilien der richtige Ort für einen winterlichen Klettertrip. Besonders an den Küsten, wo viele Felsen zu finden sind, ist das Klima auch in der kalten Jahreszeit angenehm, das Klettern oft in T-Shirt und Shorts möglich. Der Versante-Sud-Führer ist der passende Begleiter.

Massimo Cappuccio, Peppe Gallo: Di Roccia di Sole - Klettern auf Sizilien, 456 Seiten, 34 Euro.


    
 
Noch so eine Gegend, die vor zehn Jahren im bergsportlichen Winterschlaf lag: die Julischen Alpen. Ihre Gipfel sind bis heute nur Eingeweihten ein Begriff. Oder kennen Sie Montasch, Wischberg und Mangart? Der italienische Verlag Versante Sud hat jetzt einen deutschsprachigen Skitourenführer über das Gebiet an der italienisch-slowenischen Grenze herausgebracht: Skialpinismus in den Julischen Alpen West. 100 Routen stellt das Autorentrio, bestehend aus Paul Ganitzer, Christian Wutte und Robert Zink, vor. Auch wenn rund ein Viertel davon mit F (facile = einfach) bewertet ist, bleibt die Gebirgsgruppe mit ihren schroffen Felsen und Gipfeln eher ein Tummelplatz für erfahrene Skibergsteiger, die ihre Bretter sicher beherrschen und die Lawinensituation gut einschätzen können. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, findet in den Julischen Alpen ein weites Betätigungsfeld. Der Versante-Sud-Führer erleichtert die Auswahl enorm, denn jede Tour wird sowohl nach skitechnischer und alpiner Schwierigkeit als auch nach der Exposition bewertet. Positiv fällt zudem auf, dass die Touren als rote Linien in Fotos eingezeichnet sind. So kann man sich schon vorab ein Bild von ihrem Verlauf machen.

Paul Ganitzer, Christian Wutte, Robert Zink: Skialpinismus in den Julischen Alpen West, 416 Seiten, 32 Euro.


Ebenfalls neu bei Versante Sud: Mountainbiken im Aostatal, 304 Seiten, 27,80 Euro.

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[ 12 ]  Veranstaltungen bei GlobetrotterLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
Globetrotter Ausrüstung präsentiert in den nächsten Wochen im Olivandenhof wieder viele interessante Vorträge für Berg- und Outdoorfreunde. Für die Multivisionsshow von Alix von Melle verlost der Kölner Alpenverein 5x 2 Eintrittskarten! Schreiben Sie einfach eine E-Mail an:
gewinnspiel@dav-koeln.de?subject=ALIX.


8.000 - drunter und drüber

    
 
Mit fünf bestiegenen Achttausendern ist die Münchner Mitarbeiterin von Globetrotter, Alix von Melle, zurzeit die erfolgreichste Höhenbergsteigerin Deutschlands. Auf mehr als 15 Expeditionen hat die gebürtige Hamburgerin die entlegendsten Winkel unserer Erde bereist. Lassen Sie sich in die Welt der hohen Berge aus Fels, Schnee und Eis entführen und von fremden Ländern, Religionen und Kulturen verzaubern.

30. Januar, 20:30 Uhr (Einlass: 20:15 Uhr), Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro.


Uganda/Ruanda - im Reich der Nebelberge

Am 23. Januar präsentiert Heinrich Geuther keinen klassischen Reisevortrag. Ziel ist es vielmehr, die Hintergründe und Zusammenhänge, die zur verzerrten Wahrnehmung Afrikas führen, verständlich zu machen. Dabei wird den Zuschauern die Vielfalt, Komplexität und Schönheit dieses Teils von Afrika ein wenig nähergebracht, ohne dass die schrecklichen Dinge vernachlässigt werden, die diese beiden Länder immer noch prägen.

23. Januar, 20:30 Uhr (Einlass: 20:15 Uhr), Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro .


Alle Veranstaltungen finden in der Kölner Filiale von Globetrotter Ausrüstung, im Olivandenhof, statt.

[ka]

[ 13 ]  Neues aus dem Bruckmann-VerlagLink teilen über TwitterLink teilen über FacebookLink zum Artikel per E-Mail versendenzum Seitenanfang
    
 
Spektakuläre Schluchten, atemberaubende Steilküsten oder geheimnisvolle Steineichenwälder - wer auf Mallorca wandert, dem bieten sich immer wieder interessante Ausblicke. In dem Bildband Bergparadies Mallorca - Die 40 Wege, die Sie kennen sollten stellen die Autoren Wolfgang Heitzmann und Renate Gabriel abwechslungsreiche Wanderungen auf der Mittelmeerinsel vor, neben zahlreichen Geheimtipps auch die gesamte "Route der Trockensteinmauern".

Landeskundliches zu Natur und Kultur, Informationen zu Anfahrt, Gehzeit, Höhenunterschieden, Routenverlauf und Einkehrtipps ergänzen die Tourenbeschreibungen.

Wolfgang Heitzmann, Renate Gabriel: Bergparadies Mallorca, 168 Seiten, 29,95 Euro.


    
 
Ein Paar Schneeschuhe, wasserdichte Winterstiefel und Trekkingstöcke - viel mehr braucht es nicht, um in die Einsamkeit unverspurter winterlicher Landschaften aufzubrechen. Der Alpinjournalist Christian Schneeweiß hat in dem Führer Leichte Schneeschuhtouren. Allgäuer bis Kitzbüheler Alpen 35 leichte und lawinensichere Touren zwischen den Allgäuer und Kitzbüheler Alpen zusammengestellt.

Die Touren führen allesamt auf freie Gipfel, durch einsame Wälder und zu idyllischen Hütten hinauf. Neben ausführlichen Infokästen und detaillierten Kartenskizzen zu den einzelnen Touren erfährt der Leser Wissenswertes zu den Themen Ausrüstung, Schneeschuhtypen, Routenwahl und Gehtechniken.

Ob es auf den Hochschergen in den Ammergauer Alpen geht, zu einer Kammwanderung am Hohen Kranzberg oder ob die Astenalm im Mangfallgebirge das Tagesziel ist - in diesem Buch findet jeder eine Route nach seinem Geschmack.

Christian Schneeweiß: Leichte Schneeschuhtouren Allgäuer bis Kitzbüheler Alpen, 144 Seiten, 19,95 Euro.


    
 
Skidurchquerungen gelten als Königsdisziplin des Tourenskilaufs. Jeder Schritt erobert Neuland. Ständig prasseln neue Eindrücke auf den Durchquerer ein. In Die schönsten Skidurchquerungen in den Alpen beschreibt der routinierte Skitourengänger Peter Keill 30 ausgedehnte Touren zwischen Mont Blanc und Watzmann.

Klassische Routen, Neuentdeckungen und Geheimtipps - wie die Haute Route durch die Walliser Alpen, ein einsamer Weg durch die Bergamasker Alpen, eine Bernina-Umfahrung oder eine Extremtour zwischen dem Olperer und der Reichenspitze - liefern Inspiration und Motivation.


Peter Keill, Benno Keill: Die schönsten Skidurchquerungen in den Alpen, 168 Seiten, 29,95 Euro.


    
 
Durch knirschenden Schnee mit Skiern auf den Gipfel stapfen, mit roten Wangen die Aussicht genießen, um genussvoll den Berg auf der anderen Seite hinunterzugleiten - das lieben abenteuerlustige Skitourengeher. In ihrem neuen Buch Überschreitungen in Pulver und Firn beschreiben die Skitouren-Experten Peter und Benno Keill sowie Markus Stadler 50 Ein- und Mehrtagestouren für Neulinge und Profis.

Rauf auf den Dachstein, ab ins Engadin, rund um den Glockner, Hochriesreib’n, Zuckerhütl und Silvrettahorn - die Tourenplanung kann beginnen.

Peter Keill, Benno Keill, Markus Stadler: Überschreitungen in Pulver und Firn, 144 Seiten, 19,95 Euro.

[kk]

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Herausgeber: Deutscher Alpenverein, Sektion Rheinland-Köln e.V. (Kölner Alpenverein)
Redaktion: Tobias Aigner [ta], Karsten Althaus [ka], Andreas Borchert [ab], Karl-Heinz Kubatschka [kk] (verantwortlich), Oliver Kühn [ok], Sven von Loga [sl], Ulrike Perniok [up], Monika Rech [mr], Peter Rücker [pr] und Karin Spiegel [ks]
Kontakt: webmaster@dav-koeln.de
Auflage: 15.892 Empfänger

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