AlpinVisionen: Die besten Skidurchquerungen / Michael Pröttel / 16.02.2018
Startseite  >  Unsere Werte Gesicherte Verbindung zum Seitenende
 

Projekt: Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitglieder


Gunter Demnig / Foto Steindy August 2018
Gunter Demnig

Die Stolpersteineexterner Link des Künstlers Gunter Demnigexterner Link sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Bis heute wurden von ihm fast 70.000 dieser Gedenktafeln an den letzten freiwillig gewählten Wohnorten der Opfer gesetzt.

Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Mit seinem Projekt Stolpersteinezum Anker möchte der Kölner Alpenverein an seine ehemaligen jüdischen Mitglieder erinnern, die damals vom Verein verraten und ausgegrenzt wurden.



zum Seitenanfang

Fünfte Stolpersteinverlegung für ehemalige jüdische Mitglieder


Dr. Oskar Eliel Bei der fünften Stolpersteinverlegung auf Wunsch des Kölner Alpenvereins wurden am 25.09.2019 die Steine für die Familie von Dr. Oskar Eliel in der Voigtelstraße 22externer Link in Köln-Braunsfeld von Gunter Demnig verlegt.

Der Rechtsanwalt Oskar Elielexterner Link war seit 1903 Mitglied im Kölner Alpenverein. In den 1920er Jahren beteiligte er sich an der Leitung der Kölner Synagogengemeinde. 1925 wurde er in den Rat des Preußischen Landesverbands jüdischer Gemeinden als Vertreter Kölns gewählt.

Als Aufsichtsratsvorsitzender der Leonhard-Tietz-AG stand er zwischenzeitlich an der Verwaltungsspitze einer Warenhauskette jüdischer Eigentümer, die Anfang der 1930er Jahre etwa 15.000 Mitarbeiter an 43 Standorten beschäftigte.

Stolpersteine für die Familie von Dr. Oskar Eliel, Voigtelstraße 22, 50933 Köln / Foto: Miriam Ersch-Arnold

Im Jahre 1928 wurde er auf der Mitgliederversammlung der Sektion für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Er unternahm viele Bergfahrten in die Ostalpen, unter anderem in die Dolomiten, ins Verwall sowie zum Großglockner, Großvenidiger und Ortler.

Nach dem Entzug seiner Zulassung als Rechtsanwalt im September 1938 und dem folgenden November-Pogrom entschied sich Oskar Eliel mit seiner Familie zur Flucht aus Deutschland. Gemeinsam mit Ehefrau Luise Tietz-Eliel wanderte er nach Palästina aus, wo er 1939 im Alter von 61 Jahren verstarb.

Sektions-Archivar Reinhold Kruse mit einer Vertreterin der Presse / Foto: Miriam Ersch-Arnold Die Stolpersteine sind schon mal an ihrer Stelle / Foto: Miriam Ersch-Arnold
 
Interessierte Zuschauer und Fotografen bei der Verlegung/ Foto: Kalle Kubatschka Gunter Demnig gibt den Stolpersteinen ihren letzten Schliff / Foto: Miriam Ersch-Arnold
 
Reinhod Kruse, Gunter Demnig und Kalle Kubatschka / Foto: Miriam Ersch-Arnold Die drei Stolpersteine für die Familie Bing / Foto: Miriam Ersch-Arnold



zum Seitenanfang

Vierte Stolpersteinverlegung für ehemalige jüdische Mitglieder


Alfred Leonhard Tietz / Foto: Galeria Kaufhof GmbH Am 18. März 2019 verlegte der Künstler Gunter Demnig auf Wunsch des Kölner Alpenvereins die Stolpersteine für die Familie von Alfred Leonhard Tietz:

Parkstraße 61externer Link, 50968 Köln
(A. L. Tietz und Familie)
 
Gürzenichstraße 2externer Link, 50667 Köln
(A. L. Tietz am Kaufhof)
 
Der Express hat am 17.02.2019 einen interessanten Artikel dazu veröffentlicht: Wie die Familie Tietz von den Nazis ihrer Kaufhäuser beraubt wurde.

Kaufhof: Stolperstein für Alfred L.Tietz / Foto: Express/Thilo Schmülgen

Stolpersteine für die Familie von Alfred Leonhard Tietz, Parkstraße 61, 50968 Köln / Foto: Kalle Kubatschka

Stolperstein für Alfred Leonhard Tietz, Gürzenichstraße 2, Köln / Foto: Kalle Kubatschka Alfred Leonhard Tietzexterner Link, der älteste Sohn des Warenhausgründers Leonhard Tietz und zugleich einer der Erben des Unternehmens, führte in Westdeutschland zwischen 1914 und 1933 den Familienkonzern, dem zeitweise etwa 5.000 Mitarbeiter angehörten. Es war die Zeit der großen Warenhausgründungen. Seit 1891 war Köln der Firmensitz. Seither expandierte das Unternehmen in Westdeutschland. Alfred L. Tietz galt als fortschrittlich, linksliberal und weltoffen. Zugleich hielt die Familie an ihrer jüdischen Tradition und Identität bewusst fest. Er gehörte nach 1918 der Deutschen Demokratischen Partei an, stand also von Beginn an auf der Seite der jungen Republik.

1909 hatte er Margarethe Dzialoszynski geheiratet; ihre Familie väterlicherseits stammte aus Schlesien. Das Ehepaar Tietz - wohlhabend, mit besten unternehmerischen und politischen Kontakten - war in Köln für Wohltätigkeit und ziviles Engagement bekannt: sie unterstützten Kultur- und Sozialeinrichtungen, engagierten sich in der Armenfürsorge und spendeten an Kriegswitwen oder Waisenhäuser. Die jüdische Gemeinde Kölns fand in der Familie Tietz eine wichtige Stütze.

Bereits im April 1933 musste Tietz von seinem Vorstandsposten zurücktreten, nachdem jüdische Geschäfte zuvor boykottiert, Filialen von SA-Trupps überfallen wurden und die Großbanken die Aufkündigung von Krediten angedroht hatten. Am 25. September 1934 trat er auch aus dem Aufsichtsrat des Konzerns aus. Die Familie Tietz musste ihre Aktien, die stark an Wert verloren hatten, an die neuen Eigentümer - Commerzbank, Deutsche Bank und Dresdner Bank - veräußern. Das "arisierte" Unternehmen erhielt einen neuen Namen: West-Deutscher Kaufhof. Mitsamt den Kindern und Alfreds Mutter zog das Ehepaar Tietz zunächst ins Saargebiet, emigrierte dann nach Holland und floh 1940, kurz vor dem Einmarsch deutscher Truppen, nach Palästina. Alfred L. Tietz starb 1941 in Jerusalem.



zum Seitenanfang

Dritte Stolpersteinverlegung für ehemalige jüdische Mitglieder


Am 10. September 2018 verlegte der Künstler Gunter Demnig auf Wunsch des Kölner Alpenvereins die nächsten Stolpersteine für unsere ehemaligen jüdischen Mitglieder.

Die drei Stolpersteine für die Familie von Dr. Martin Kuznitzkyexterner Link wurden in der Mohrenstraße 20externer Link in 50670 Köln verlegt.

Stolpersteine für die Familie von Dr. Martin Kuznitzky, Mohrenstraße 20, 50670 Köln / Foto: Kalle Kubatschka

Dr. Martin Kuznitzky war Urologe und hatte 1892 mit einer Arbeit über die Behandlung von Syphilis promoviert. Zu Beginn seines Berufslebens arbeitete Kuznitzky als Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Hautkrankheiten in Straßburg, dann zog es ihn nach Köln. Hier besaß er in der Mohrenstraße 26 eine Arztpraxis, die er bis etwa 1938 führte. Nebenberuflich machte sich Kuznitzky in Fachkreisen als begeisterter Kunstsammler einen Namen. Er hatte eine nichtjüdische Frau geheiratet: Elisabeth Liliencron, Tochter einer angesehenen Kölner Familie. 1903 war ihre Tochter Elisabeth Charlotte - kurz: Lieselotte - zur Welt gekommen, die in der Zeit der Weimarer Republik erfolgreich eine damals noch außergewöhnliche Karriere machte. Sie promovierte 1928 im Fach Jura über das republikanische Adelsrecht und arbeitete danach in Berlin als Gerichtsreferendarin. Die hoch gebildete, überaus aufgeschlossene Familie pflegte viele und oft enge politisch-freundschaftliche Kontakte, auch zu jüdischen Bekannten und Verwandten. Tochter Lieselotte heiratete den Berliner Architekten Erich Gloeden, der 1918 zum Christentum konvertiert war, aber seine jüdischen Wurzeln nicht verleugnete. Trotz staatlicher Anfeindung und repressiver Verfolgung entschied sich die Familie am Ende der 1930er Jahre offenbar bewusst, in Deutschland zu bleiben. Das Ehepaar Gloeden begann, verfolgten jüdischen Freunden beim Abtauchen in den Untergrund zu helfen.

Es ist davon auszugehen, dass Martin Kuznitzky, etwa 1939 oder 1940 starb; ob und unter welchen Umständen er seine Kölner Arztpraxis zuvor hatte aufgeben müssen, ist bislang nicht geklärt. Die Witwe Kuznitzky zog nun zu Tochter und Schwiegersohn nach Berlin. Da Erich Gloeden während des Kriegs als Architekt der „Organisation Todt“ in Polen eingesetzt war, erfuhr er vermutlich Ende 1942 vom Völkermord an den Juden. Das Haus der Familie an der Kastanienallee 23 in Berlin-Westend verwandelte sich zum Rückzugsort der politischen Opposition.

Nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 gewährten sie General Fritz Lindemann für fünf Wochen Unterschlupf, der von Seiten der Gestapo in Zusammenhang mit der militärischen Verschwörung gegen Hitler gesucht wurde. Am 3. September stürmten Gestapo-Beamte das Haus der Familie: Witwe Kuznitzky, Tochter Lieselotte, Schwiegersohn Gloeden und General Lindemann wurden umgehend verhaftet. Gemeinsam mussten sie sich dem Berliner Volksgerichtshof stellen, wo Richter Roland Freisler in tyrannischen Schauprozessen Todesurteile verhängte. Gloeden, der das Absehbare schon ahnte, versuchte verzweifelt, einen Freispruch für Ehefrau und Schwiegermutter zu erreichen: beide hätten nicht gewusst, dass sich der versteckte Lindemann an der Verschwörung gegen Hitler beteiligt hatte. Nur er selbst sei über die Hintergründe unterrichtet gewesen. Doch als Freisler am 27. November 1944 das Todesurteil gegen ihn fällte, gaben auch Elisabeth Kuznitzky und Lieselotte Gloeden ihre Mitwisserschaft zu. Sie wurden drei Tage später im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee durch Enthauptung hingerichtet.



zum Seitenanfang

Zweite Stolpersteinverlegung für ehemalige jüdische Mitglieder


Am 18. April 2018 verlegte der Künstler Gunter Demnig auf Wunsch des Kölner Alpenvereins die nächsten Stolpersteine für unsere ehemaligen jüdischen Mitglieder.

Stolpersteine für die Familie von Dr. Robert Gidion, Maarweg 27, 50933 Köln / Foto: Kalle Kubatschka

Die Stolpersteine für die Familie von Dr. Robert R. Gidion wurden im Maarweg 27externer Link in Köln-Braunsfeld verlegt. Die für das Ehepaar Dr. Gottlieb und Ilse Marum befinden sich ganz in Nähe unserer Geschäftsstelle, am Neumarkt 41externer Link, 50667 Köln.

Dr. Robert Rafael Gidionexterner Link wurde als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Das Referendarexamen legte er am 18.06.1912 in Köln mit „gut“ ab. Damals wohnte er in der Beethovenstr. 8. Am 22.9.1912 machte er sein Doktorexamen „cum laude“ in Heidelberg. Das Thema der Dissertation war „Die Durchführung der Zwangsvollstreckung beim sog. Möbelleihvertrag“. Den Militärdienst absolvierte er 1913 beim Landsturm. Er wurde 1915 auch als Landsturmmann „eingezogen“ zum Heeresdienst, aber nach 14 Tagen wieder entlassen. Im November 1915 wurde er erneut einberufen und dieses Mal zwei Monate später wieder entlassen. Die Anwaltstage verbrachte er ab 1914 bei Justizrath Dr. Weinberg in Köln-Mülheim. 1915 vertrat er die zum Heeresdienst eingezogenen Rechtsanwälte Siegfried Kaufmann und Ernst Kropf, letzterer in Köln-Mülheim.

Das große Staatsexamen bestand er im Dezember 1916 mit „ausreichend“. Es folgte die Ernennung zum Gerichtsassessor zur unentgeltlichen Beschäftigung. Dann wurde er erneut eingezogen und diente bis Ende des Krieges. Zugelassen als Rechtsanwalt am Amtsgericht und Landgericht Köln wurde er am 31.12.1918. Die Kanzlei wurde 1922 von der Bismarckstr. 10 in die Mohrenstr. 35 verlegt. Privat wohnte Gidion vor 1933 in der Raschdorffstr. 8, im Jahre 1933 im Maarweg 27.

Gidion arbeitete auch als Repetitor. 1923 erhielt er vom Ehrengericht der Anwaltskammer einen Verweis, weil er einem Untersuchungshäftling Zigaretten gegeben hatte. Am 28.03.1933 wurde Gidion zusammen mit einem Kollegen von SA-Leuten aus einem städtischen Stadionsportkursus entfernt mit der Begründung, dass Juden die Stadion-Anlagen nicht mehr betreten und benutzen dürften. Ein am gleichen Tag an den Oberbürgermeister der Stadt Köln gesandter Beschwerdebrief blieb unbeantwortet. Denn zu diesem Zeitpunkt war bereits der Nationalsozialist Günther Riesen zum Nachfolger des seit dem 13.03.1933 „beurlaubten“ Konrad Adenauer bestimmt worden. Vertretungsverbot erhielt Gidion am 05.05.1933.

Die Rücknahme der Zulassung erfolgte am 26.06.1933, „weil er nicht arischer Abstammung ist“. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits nach Palästina ausgereist. Gidion bat am 31.03.1937 aus Tel Aviv den Oberlandesgerichtspräsidenten um Ausstellung einer Bescheinigung über seine Tätigkeit als Referendar und Rechtsanwalt und die Rücknahme der Zulassung allein aus dem Grund, dass er Nichtarier sei. Als Zweck gab er an „Zulassung zur palaestinensischen Anwaltschaft“. Die Bescheinigung wurde ihm auch ausgestellt und er erreichte auch seine Zulassung als Rechtsanwalt in Palästina. Gidion verfasste einige Kommentare. Die größte israelische Gesetzessammlung erscheint bis heute im „Gidion-Verlag“.

Gidion war auch einer der Darlehensgeber für das Kölner Haus. Auf der Rückseite seiner „Schuld-Urkunde“ (Darlehen) für das Kölner Haus aus dem Jahr 1928/29 vermerkte Peter Schlösser, Vorstandsmitglied und Hüttenwart der Sektion, am 8. Februar 1934: „Durch Rückkauf in den Besitz der Sektion gelangt.“

Dr. Gottlieb Marum Dr. Gottlieb Marumexterner Link führte in seinem Wohnhaus bis in die frühen 1930er Jahre eine Arztpraxis. Marum hatte 1911 ein Studium der Medizin aufgenommen, 1919 promoviert und seine Approbation zum Röntgenarzt erhalten. Seine 1912 geborene Ehefrau Ilse - Tochter einer jüdischen Arztfamilie - verfolgte bis 1933 ebenfalls ein Medizinstudium in Köln. Vermutlich musste Marum seine Praxis am Neumarkt in der Mitte der 1930er Jahre aufgeben. Von 1936 bis 1938 arbeitete er dann als Nachfolger Dr. Walter Blanks als Leiter der Röntgenabteilung am Israelitischen Asyl für Kranke und Altersschwache. Wie viele jüdische Bürger, die angesichts des Novemberprogroms die letzte Hoffnung auf Besserung der Lage verloren, entschied sich Gottlieb Marum Ende 1938 zur Ausreise. Gemeinsam mit Ehefrau und Bruder Ernest Adolf reiste Marum in die Vereinigten Staaten.

Gottlieb Marum fand mit seiner Frau in South Carolina eine neue Heimat. Hier praktizierte der Kölner Arzt weitere neun Jahre als Radiologe und Röntgenspezialist. Er engagierte sich in der jüdischen Gemeinde der Stadt, wurde Mitglied der jüdischen "Hebrew Union Congregation" und des Kiwanis-Klubs, einer geselligen Vereinigung zur Förderung der Menschlichkeit. Gottlieb Marum starb an einem Herzinfarkt im Alter von nur 55 Jahren. Er liegt auf dem jüdischen Friedhof in Greenville begraben.



zum Seitenanfang

Erste Stolpersteinverlegung für ehemalige jüdische Mitglieder


Stolperstein für Dr. Moritz Bing, Oberländer Ufer 208, Köln / Foto: Kalle Kubatschka Am 23. November 2017 war es endlich soweit. Die ersten Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitglieder wurden von Gunter Demnig auf Wunsch des Kölner Alpenvereins verlegt:
für Dr. Moritz Bing und seine Familie am Oberländer Ufer 208 in 50968 Köln.

Dr. Moritz Bingexterner Link war das letzte Mitglied jüdischen Glaubens, das durch den sogenannten Arierparagraphen aus dem Verein gedrängt wurde. Dabei war Dr. Bing ein langjährig aktives und angesehenes Mitglied gewesen. Er gehörte u.a. zu den Darlehensgebern für den Bau des Kölner Hauses auf Komperdell (eröffnet 1929).

Dr. Moritz Bing Ebenso hatte er sich zusammen mit seinem Freund und Anwaltskollegen Ludwig Cahen öffentlich gegen Bestrebungen gewehrt, jüdische Bewerber auf eine Mitgliedschaft abzulehnen. Bing war bis 1. August 1937 Mitglied und floh 1938, nach dem er in der Arbeitsanstalt Brauweiler und im KZ Dachau in "Schutzhaft" genommen worden war, mit seiner Familie in die Schweiz.

Weitere Informationen zu Dr. Moritz Bing finden Sie in der Aufarbeitung zum Thema Antisemitismus.


Veröffentlichungen:
28.11.2017: Kölner Stadtanzeiger
Wortführer gegen den Antisemitismus
13.12.2017: Kölner Wochenspiegel (Innenstadt Süd)
Ein Stein der Erinnerung



Bilder der Verlegung:

Die Bilder lassen sich mit einem Klick darauf vergrößern.

Sektions-Archivar Reinhold Kruse mit einer Vertreterin der Presse / Foto: Kalle Kubatschka Die Stolpersteine sind schon mal an ihrer Stelle / Foto: Miriam Ersch-Arnold
 
Interessierte Zuschauer und Fotografen bei der Verlegung/ Foto: Kalle Kubatschka Gunter Demnig gibt den Stolpersteinen ihren letzten Schliff / Foto: Miriam Ersch-Arnold
 
Reinhod Kruse, Gunter Demnig und Kalle Kubatschka / Foto: Miriam Ersch-Arnold Die drei Stolpersteine für die Familie Bing / Foto: Kalle Kubatschka



zum Seitenanfang

Projekt: Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitglieder


Im Nachgang zur Präsentation der Aufarbeitung zum Thema Antisemitismus entstand die Idee, für jedes ehemalige jüdische Mitglied des Kölner Alpenvereins einen Stolperstein zu setzen.

In Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrumexterner Link der Stadt Köln und auf Grundlage der letzten vorhandenen Mitgliederliste vor der NS-Zeit aus dem Jahr 1925 wurden 29 Mitglieder identifiziert, die wegen ihres jüdischen Glaubens nach Einführung des Arierparagraphen aus dem Verein gedrängt wurden.

Da bei Stolpersteinverlegungen in Köln immer auch für alle Angehörigen einer Person die Stolpersteine verlegt werden, hat der Kölner Alpenverein auch für diese Stolpersteine die Patenschaft übernommen. Im Laufe des Projekts werden so sicher mehr als 100 Stolpersteine auf unseren Wunsch von Gunter Demnig gesetzt werden.

Jüdische Mitglieder des Kölner Alpenvereins im Jahr 1925

Phillip Josef Stern*) auf Google Maps 1876-1944
Dr. Moritz Bingzum Anker auf Google Maps 1875-1947
Dr. Robert Rafael Gidionzum Anker auf Google Maps 1891-1966
Dr. Gottlieb Marumzum Anker auf Google Maps 1893-1948
Dr. Martin Kuznitzkyzum Anker auf Google Maps 1868-?
Dr. Alfred Leonhard Tietzzum Anker auf Google Maps + auf Google Maps 1883-1941
Bernhard Selmar Falk 1867-1944
Dr. Eugen Rosenberg 1877-1937
Dr. Oskar Elielzum Anker auf Google Maps 1878-1939
Dr. Alfred Marum ?-?
Dr. Selmar Auerbach 1872-1934
Carl Eltzbacher 1854-1936
Dr. Leopold Heinrich Seligmann 1886-1946
Dr. Paul Seligmann 1875-1944
Dr. Ludwig Cahen 1868-1927
Hermann Löwenstein 1866-1930
Albert Herz 1862-1931
Moritz Jülich 1862-1927
Selma Kaufmann ?-?
Josef Rosenbaum ?-?
Daniel Sander 1874-1948
Hermann Wolff ?-1932
Simon Heymann 1879-?
Eduard Isaac 1882-?
Erich Eliel ?-?
Richard Eliel ?-?
Dr. Ernst Meier ?-1925
Dr. Josef Albersheim 1865-1932
Dr. Ernst Flecks 1893-?

*) Für Phillip Josef Stern war vor Projektbeginn bereits ein Stolperstein in der
    Drususgasse 15, 50667 Köln, verlegt worden.


zum Seitenanfang
 
 

Jubiläum 150 Jahre Deutscher Alpenverein
Guus und Martina Reinartz
Guus und Martina Reinartz
Monte Rosa - Gran Paradiso - Mon Viso
17. Januar
Michael Pröttel
Michael Pröttel
Die besten Skidurchquerungen
14. Februar
Ulla Lohmann
Ulla Lohmann
Reise zum Mittelpunkt der Erde
6. März

InfoAbend

Der nächste InfoAbend
für neue Mitglieder
findet am 13. März statt.


Sektionszeitschrift gletscherspalten

Die aktuelle Ausgabe
unserer Sektionszeitschrift
gletscherspalten
finden Sie im Archiv als PDF oder als E-Paper bei ISSUU.


Aktion: 130 freiwillig

Aktion:
130 freiwillig

Kostenloser Aufkleber
für dein Auto


Otto Welter - Der Tod in der Gletscherspalte

Otto Welter - Der Tod in der Gletscherspalte