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Klimaschutz


Klimaschutz durch Reduktion von CO2-Emissionen Der Deutsche Alpenverein, seine Landes- und Sektionenverbände und alle Sektionen haben sich auf der Hauptversammlung 2019 zu einem konsequenten Kurs beim Klimaschutz bekannt.


Beschlüsse der Hauptversammlung 2019zum Anker

In 2020 wurde eine Projektgruppe eingesetzt, die die geforderte Klimaschutzkonzeption erstellen sollte. Der Entwurf dazu wurde dem Verbandsrat auch bis Mitte Juni 2020 vorgelegt. Nach Beratungen im Präsidium und Verbandsrat wurde die Notwendigkeit der Beteiligung der Sektionen und fehlende Teile zur Einbettung der Klimaschutzkonzeption im Rahmen der übrigen DAV-Regularien festgestellt.

Wegen der Corona-bedingten Verschiebung der Hauptversammlung 2020 wurden vom Verbandsrat im Herbst Beschlüsse gefasst, um eine weitere Bearbeitung des vorgelegten Entwurfs zu einem Gesamtkonzept Klimaschutz zu ermöglichen. Dies umfasst auch einen Informations- und Diskussionsprozess zur Beteiligung der Sektionen, der im Mai 2021 stattfinden soll (Sektionstreffen). Ebenso wurden Mittel für das 1. Halbjahr 2021 bereitgestellt, um erste Maßnahmen zum Klimaschutz in die Umsetzung zu bringen.

Für die weitere Bearbeitung des Gesamtkonzepts Klimaschutz wurde eine neue Projektgruppe eingesetzt, die im Februar 2021 die Arbeit aufgenommen hat. Ebenso hat das Präsidium im Februar Entwürfe der übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie sowie der Klimaschutzstrategie der Projektgruppe mit auf den Weg gegeben.

Die Verabschiedung des Gesamtkonzepts Klimaschutz soll nun zur Hauptversammlung 2021 erfolgen. Die neue Projektgruppe hat bis Mitte Juni Zeit, dem Verbandsrat für seine Juli-Sitzung einen vervollständigten Entwurf vorzulegen, in den auch die Rückmeldungen aus den Sektionstreffen einfließen sollen.


Was bedeuten die 2019er DAV-Beschlüsse zum Klimaschutz? (ALPINEWS 1/2020)


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Beschlüsse der Hauptversammlung 2019

Die Sektionen des Deutsche Alpenvereins haben auf der Hauptversammlung 2019 drei wichtige Beschlüsse zum Klimaschutz gefasst:



1. Resolution für eine konsequente Klimapolitik

"Der Deutsche Alpenverein wendet sich mit dieser Resolution an die Politikerinnen und Politiker in den Ländern und Kommunen und insbesondere im Bund: Die Bundesregierung hat ein Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht, das mit der Klimaneutralität 2050 ein hochgestecktes Ziel formuliert, vor wesentlichen Maßnahmen wie einer tatsächlich wirksamen Abgabe auf den CO2-Ausstoß aber zurückschreckt. Der Deutsche Alpenverein fordert die Bundesregierung deshalb auf:

Gestalten Sie eine konsequentere und sozialverträgliche nationale Klimapolitik, die der Klimakrise als einer existentiellen Gefährdung entschieden entgegenwirkt! Setzen Sie sich gleichzeitig in der europäischen und weltweiten Klimapolitik dafür ein, dass die Staatengemeinschaft an den gesteckten Klimaschutzzielen festhält und diese konsequent verfolgt.

Diese Aufgabe verlangt eine mutige Politik - und das notwendige Vertrauen der Gesellschaft für eine solche Politik! Der Deutsche Alpenverein ruft all seine Mitglieder und die Gesellschaft insgesamt auf, durch persönliches Verhalten dem Voranschreiten der Klimakrise entgegenzuwirken und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz zu unterstützen.

Die Zeit des Zauderns ist vorbei, wir müssen handeln. Jetzt!"

Beschlossen mit 98,71% Stimmen dafür und 1,29% dagegen.



2. Selbstverpflichtung des DAV für eine konsequente Klimapolitik

Die Hauptversammlung fordert Bundesverband, Landesverbände und Sektionen auf, in den Handlungsfeldern Emissionserhebung, Emissionsbereich Infrastruktur und Emissionsbereich Mobilität Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Emissionen deutlich zu senken.

Der DAV unterstützt das Pariser Klima-Abkommenzum Anker uneingeschränkt; für das Ziel seiner eigenen Klimaneutralitätzum Anker ist in dem vorzulegenden Gesamtkonzept ein ambitionierter Zeitraum zu definieren.

Beschlossen mit 95,51% Stimmen dafür und 4,49% dagegen.



3. Einführung eines Klimabeitrages

Die Hauptversammlung beschließt die Einführung eines DAV-Klimabeitrages zur Errichtung eines dauerhaften Klimafonds. Hierfür wird ab 2021 der Verbandsbeitrag zweckgebunden als Klimabeitrag um 1,- € pro Vollmitglied erhöht.

Bis zur Hauptversammlung 2020 ist unter Beteiligung der Sektionen und Landesverbände ein Gesamtkonzept zur Emissionsreduzierung unter anderem in den Handlungsfeldern „Emissionserhebung“, „Infrastruktur“ und „Mobilität“ mit konkreten Umsetzungsvorgaben vorzulegen. Der dafür notwendige Mitteleinsatz und die Mittelverteilung sind darzustellen, ebenso wie für die Bewirtschaftung des Fonds der Hauptversammlung 2020 ein Konzept zur Genehmigung vorzulegen ist.

Beschlossen mit 65,75% Stimmen dafür und 34,25% dagegen.


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Klimaneutralität und Pariser Klimaabkommen

Artikel 4 des Pariser Klimaabkommens definiert Klimaneutralität als ein Gleichgewicht zwischen den menschengemachten Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken herzustellen. Um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, müssen alle Treibhausgasemissionen weltweit durch Kohlenstoffbindung ausgeglichen werden. Als Kohlenstoffsenke wird ein System bezeichnet, das mehr Kohlenstoff aufnimmt als es abgibt. Die wichtigsten natürlichen Kohlenstoffsenken sind Böden, Wälder und Ozeane.

Bisher gibt es keine künstlichen Kohlenstoffsenken, die Kohlenstoff in dem Maße aus der Atmosphäre entfernen können, wie es zur Bekämpfung der globalen Erwärmung notwendig wäre. Aus diesem Grund müssen die Treibhausgasemissionen deutlich verringert werden, um die Klimaneutralität erreichen zu können.

Im Pariser Klimaabkommen ist als langfristiges Ziel festgelegt, die Erderwärmung auf max. 2 °C bzw. besser noch 1,5 °C zu begrenzen. Dafür muss - laut einem Bericht des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zur globalen Erderwärmung aus dem Jahr 2018 - die Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden.

Über die sogenannten national festgelegten Beiträge (NDC = Nationally Determined Contribution), also über die eigenen Reduktionsziele, wollen die Unterzeichner-Länder dieses Ziel erreichen. Die EU strebt derzeit einen NDC an, der die Emissionen bis 2030 mind. um 55% gegenüber 1990 reduziert (bisher: mind. 40% Reduktion gegenüber 1990).


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